Ex-Radprofi Jaksche belastet Riis schwer

7. September 2012, 18:06

Laut Wahlösterreicher wurden Fahrer zum vermeintlichen Dopingarzt Fuentes nach Spanien geschickt

Kopenhagen - Im Zuge der Doping-Vorwürfe gegen Lance Armstrong gerät auch der dänische Rennstallchef Bjarne Riis immer mehr unter Druck. Der 2004 bei Riis beschäftigte deutsche Ex-Radprofi Jörg Jaksche sagte gegenüber der Kopenhagener Zeitung "Ekstra Bladet" (Dienstag-Ausgabe), nach seiner Kenntnis habe das frühere Riis-Team CSC Fahrer "ab einem bestimmten Niveau" automatisch zum mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes nach Spanien geschickt.

Riis hatte erst am Wochenende ähnliche Angaben seines früheren Fahrers Tyler Hamilton (USA) bestritten. Am Mittwoch erscheint in den USA ein Buch von Hamilton mit detaillierten Doping-Vorwürfen gegen den siebenfachen Tour-de-France-Sieger Armstrong. Die neuen Angaben von Jaksche wollte Riis nach Angaben von "Ekstra Bladet" nicht kommentieren.

Der in Österreich lebende Jaksche hatte Fuentes unmittelbar nach seinem Wechsel von CSC zum spanischen Team Liberty Seguros 2005 aufgesucht. Der Mediziner habe sich wegen häufiger Besuche von CSC-Fahrern gewundert, dass Jaksche nicht schon früher gekommen war. Der deutsche Ex-Profi, der Blutdoping 2007 zugegeben hatte, meinte zur Fuentes-Aussage: "Mein klarer Eindruck war, dass diverse CSC-Fahrer zu ihm nach Madrid geschickt wurden. Das waren keine Einzelfälle, sondern eine organisierte Sache mit einer gewissen Automatik." (APA, 4.9.2012)

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24 Postings
Heros

Jacksche, Kohl, MIllar sind Heros !
Diese scheiss OMERTA, die die Fhrerr auch zu Doping "zwingt" ist krank . Der Radsport ist schön aber ieht die Doper raus. Jetz is mit dem Armstrong passiert... who is next. ?

furchtbar, doping im radsport! was kommt als nächstes? langlaufen? gewichtheben?

Gestern - heute - morgen : Ohne Doping geht es nicht

1996 : Mr. 60 % (Bjarne Riis) gewinnt die Tour
1998 : Festina Skandal
1999 : UCI proudly presents : Tour der Erneuerung (Sieger Lance Armstrong)
2004 : Pantani stirbt in Rimini
2005 : Operacion Puerto - Fuentes Skandal
2006 : UCI proudly presents once more : Tour der Erneuerung II feat. Floyd Landis & Michael Rasmussen
2007 : Bjarne Riis hat es geschafft. Die Tour 1996 ist verjährt. Nun kann er ruhigen Gewissens Doping gestehen.
2008 : Riccardo Ricco fliegt in Chateauorux auf und davon und drei Tage später wegen Cera auf. De la Fuente übergibt das Bergtrikot an Epo-Berni. Der ist aber leider auch gedopt
2009 : Frank Vandenbroucke stirbt nach jahrelangem Drogenkonsum
2011 : RIP Laurent Fignon
2012 : Wiggins: "Fucking Wankers"

Treffende Zusammenfassung.

Es würde mich ja alles nicht so stören, wenn es da nicht ein paar junge naive Ehrgeizlinge gäbe, die das alles vielleicht nicht nehmen würden, wenn jemand dabeistehen würde und sagen.

"Kann aber sein, dass du keine 40 wirst."

Mit was schlafen Radfahrfanatiker?
Mit der Blutzentrifuge.
Ist alles nur noch ein schlechter Witz aber für die Hersteller scheinbar immer noch attraktiv.

ein ansatz wäre ja, wenn in einem team jemand beim doping erwischt wird, sollte nicht nur der dopingsünder sonder auch das management dahinter den kopf hinhalten müssen. dann wären die teamchefs verpflichtet ihre jungs sauber zu halten.

Wenn ich die Chance hätte,mich aus dem finanziellen Nichts zu dopen,würde ich es heute noch tun.
Und die Verlogenheit vieler poster ist nervtötend.Warum regen sie sich nicht über den Drogenhandel im Alltag auf,der alle betrifft und ohne Korruption gar nicht möglich wäre ?!

Weil

Das Thema hier Doping im Radsport ist. Im Spitzensportler wird gedopt, das ist klar, muss man auch thematisieren aber hier geht's um den Profiradsport. Es würde sich nur was ändern, wenn die UCI an Haupt und Gliedern erneuert wuürde.

mir reichts

jetzt wird im radsport auch schon gedopt....

made my day!!

muss ja ein toller tag gewesen sein :-)

Ein ehemaliger Weltklasseradfahrer soll gedopt gewesen sein?

NIEMALS!!

Nichts neues - dennoch brisant

Riis ist mit Sicherheit eine zentrale Figur was Doping im Radsport betrifft. Er hat (zugegeben) selber als aktiver Fahrer gedopt und später als Teamchef munter weiter gemacht. Jaksche ist einer der wenigen, die nichts zu verlieren haben und gerade deshalb glaubhaft sind.

Das brisante an der Sache ist, dass Riis immer noch munter aktiv ist, die Schleck Brüder unter seiner Regie erst so richtig "aufgeblüht" sind. Solange Figuren wie Riis im Radsport ihr Unwesen treiben dürfen wird der Sport nie sauber.

wer Riis sagt,

muss auch Bruyneel sagen.

Mag schon stimmen,

aber im Prinzip uninteressant was Jaksche von sich gibt. Nur weil er es vermutet ist das noch lange keine Schlagzeile. Die Leute sollen Fakten auf den Tisch knallen und nicht irgendwelche Vermutungen gegenüber der Presse äußern.

in wahrheit kann man das problem nur lösen, in dem man die veratwortung für die fahrer auch auf ihr eigenes team überträgt, d.h. wenn ein fahrer erwischt wird, wird auch gleich das ganze team für mind. 1 Jahr gesperrt... nur so wäre das problem annähernd in den griff zu kriegen

das ist ja eigentlich

die Sauerei, die Teams haben immer einen auf Unwissend gemacht, "wir haben nix davon gewusst", aber in Wirklichkeit aktiv an der Dopingverteilung mitgeholfen.

Gerolsteiner hat sich konsequent aus dem Radsport zurückgezogen. Es liegt schon auch in der Macht der Sponsoren da was zu ändern.

no na-zugeben werden's das!

find i an interessanten vorschlag!

dann findet die kommende tdf ohne teams statt?

Super, dann werd ich gewinne. Die Etappen sollten dann halt schon um 7:00 starten, sonst müsst ich ein Licht montieren ;)

das ist leider keine neuigkeit - aber jedenfalls müssten noch härtere strafen gegen dopingsünder her...

Wie bitte?!?

Doping im Radsport, ich kann es nicht glauben. Bis heute war mir ein solches Verhalten nicht bekannt, aber nun ist mein Glaube an die Menschheit in seinen Grundfesten erschüttert!

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