ownCloud 4.5: Movie Player fürs Web und gesteigerte Performance

4. September 2012, 11:37
  • Das Web-Interface von ownCloud (aus einer früheren Version)
    screenshot: derstandard.at

    Das Web-Interface von ownCloud (aus einer früheren Version)

Neue "Public Beta" für die freie Dropbox-Alternative - Editor für HTML5 Präsentationen

In Form einer "Public Beta" hat das ownCloud-Projekt nun einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Generation der eigenen Software veröffentlicht - und diese bietet wieder einige signifikante Verbesserungen. So führt ownCloud 4.5 etwa einen HTML5 Movie Player ein, mit dem in der ownCloud abgespeicherte Videos direkt im Web betrachtet werden können.

Speed

Einen weiteren Schwerpunkt der laufenden Entwicklung bilden Performanceverbesserungen: Durch die Vergabe einer Unique ID für jede Version einer Datei soll nicht nur die Synchronisierungsgeschwindigkeit deutlich gesteigert werden, auch die Serverlast wurde durch diese Maßnahme spürbar reduziert. Performance-Steigerungen vermeldet man zudem für die LDAP und Kontakt-Module.

Features

Adressbücher und Kalender lassen sich nun mit anderen NutzerInnen teilen, die Kontakte können per Drag & Drop umsortiert werden. Es gibt jetzt einen eigenen Editor zum Erstellen von HTML5-Präsentationen, sowie zahlreiche neue Administrationsmöglichkeiten. Es können Sub-AdministratorInnen mit eingeschränkten Rechten für einzelne Gruppen erstellt werden. Auch sonst wurde die Rechtefreigabe für einzelnen Dateien verfeinert, außerdem können Links auf geteilte Dateien zusätzlich mit einem Passwort geschützt werden.

Download

Die ownCloud 4.5 Public Beta kann kostenlos von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Die Software versteht sich als freie Alternative zu Services wie Dropbox oder Google Drive, kann dabei aber auf eigenen Server gehostet werden. Hinter dem Unterfangen steht das Unternehmen ownCloud Inc., das diverse um Support und Extra-Funktionen erweiterte ownCloud-Pakete im Angebot hat. (apo, derStandard.at, 04.09.12)

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2 Fragen in die Runde

1. Ich setze seit einem Jahr Ubuntu ein, jetzt 12.04; Kernel hab ich noch nie installiert, bin also PC und vor allem Linux Anfänger. Hat das einen Sinn, wenn ich mir das antue, oder ist das echte hardcore Admin-Arbeit, so einen Server einzurichten?
2. Folgendes hätte ich gerne: All meine Audio-Dateien (mp3, flac) in ein Verzeichnis auf meinem Ubuntu-Rechner. Und mit meinem iPad 3 und mit meinem Android-Handy auf das mobile Gerät herstreamen und abspielen.
Kann das ownCloud?
3. Wenn ich das einen Experten machen lasse (die ganze Einrichtung) -- wieviel würde das kosten?

mit ampache vielleicht?

http://owncloud.org/media-player/

http://amdroid.ampache.org/?page_id=2

owncloud installationen kann man ja auch mieten.

sollte klappen ...

auf dem internetanschluss dahein die portweiterleitung aktivieren (wenn von aussen jemand auf einen bestimmten port reinwill wird er damit auf deinen rechner mit (definiert durch IP adresse) und mit dem richtigen media server port weitergeleitet

bei dynDNS einen account anlagen damit du einen namen hast und dich nicht mit wechselnden IP adressen (WAN seitig) rumschlagen musst

dann reicht es einen webserver aufzusetzen der ein m3u file bereitstellt, das alle deine files mit vollem Pfad auflistet.

wenn du über den mobilbrowser die adresse zu deinem m3u file öffnest sollte sich der medienplayer melden und die files abspielen
ist aber nur theorie - hab das so nicht ausgetestet - vielleicht fehlt da die eine oder andere kleinigkeit

Hmmmm....

Zu ihren Fragen hab ich eine Gegenfrage:

Soll das Ganze daheim im LAN funktionieren oder auch unterwegs? Im heimischen (W)Lan gibts viel einfachere und komfortablere Möglichkeiten als Owncloud

Nein, soll über Internet funktionieren, aber möglichst so einfach und gut wie zu Hause im Wlan.

um ehrlich zu sein würde ichs lassen. Opencloud 4.5 ist BETA, und ob da alle Codecs funktionieren, bezweifle ich.
Auch die Sinnhaftigkeit eines derartigen Unterfangens verstehe ich nicht. Wennst Videos streamen willst, gibts doch eh einen Haufen Seiten.....
Für Musikstreaming empfehle ich Subsonic, ist einfach aufzusetzen... (Vom Webserver rate ich mal in Deinem Fall ab, nicht böse sein...)

Danke für Input. Kein Pm, deshalb habe ich ja gefragt, binwirklich ziemlicher Frischling, was OS-Wrtung angeht. Und Apache habe ich noch nie gewartet. Kommt mir auch sicherheitstechnisch anspruchsvoll vor.

Zu 1.

Ist immer schwierig zu bewerten, ob etwas leicht oder schwer zu machen ist, hängt natürlich von den individuellen Fähigkeiten ab.
Um Owncloud einzusetzen mußt du dich vor allem mit der Konfiguration des Apache Web server auskennen. Den kannst du relativ Benutzerfreundlich mit Webmin konfigurieren, aber ein wenig Grundwissen brauchst trotzdem noch.

Zu 2. Ja, du kannst deine Mp3s mit Owncloud sowohl auf Rechner und mit entsprechender iOS App streamen.
Mit Android wirds sicher auch gehen, hab ich aber selber nie ausprobiert.

3. Keine Ahnung, wer dir sowas privat gegen Geld machen würde. Da würd ich dir dann eher empfehlen, ein Service wie Dropbox Google Drive oder MS Skydrive zu nutzen!

Ubuntu One Musik gibts als App für Android und iOS, kostet zwar ein wenig aber dafür funktioniert es gut mit Ubuntu und macht genau das was sie wollen.

Danke für den Tipp, sehe ich mir an.

jetzt sind es 3 Fragen geworden ...

wow, die geben gas.

bei mir wurden nach dem update keine kalender- und kontakt-daten mehr angezeigt. zurück zu 4.0.7 scheint alles wieder zu gehen.

Ich hatte das selbe Problem. Bei mir hat es geholfen, die Seite neu zu laden (mit F5). Offenbar ist da was im Browsercache, was mit der neuen Version nicht zusammenpasst und bei dem Apache nicht kapiert, dass es erneut geladen werden muss.

hat funktioniert, danke!

danke, werd ich probieren.

wenn die...

...Dateisynchronisation nur endlich ohne "Systemzeit ist verschieden von der auf dem Server" - Meldung klappen würde... so ist es nur der halbe Spass...

Ist es ein Bug, oder sind deine Systemzeiten wirklich verschieden? Nutzen Server und Client ntp?

ich hab beide mit NTP laufen..

...und wenn ich zB die Windows- Zeit per NTP manuell abgleiche, funktioniert es auch eine Weile mit dem Windows - Client, 2 Stunden später ist es wieder vorbei...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft nicht der tatsächliche Fehler ist.

Manchmal hat er das Verzeichnis nicht gefunden (zb. Umlaute), oder keine Rechte auf das Verzeichnis gehabt.

Mal ausprobieren. Vielleicht brauch ich dann keine usb-platte mehr zum herumkarren, wenn ich das Ding auf dem raspberry pi zum rennen krieg :D.

Ich hab die stabile Version auf dem Pi aufgesetzt. Läuft leider nicht so toll. Ich habe es zwar mittlerweile geschafft, den Indianer so einzurichten, dass Owncloud nicht mehr zwangsläufig in die Swapping-Hölle führt, nur eine Hand voll gleichzeitiger Verbindungen zuzulassen ist aber auch nicht das Wahre. Das Problem ist das skalieren der hochgeladenen Bilder, die php_gd-Anbindung füllt bis zu 50 MB RAM, und bei 256 MB insgesamt kann man an einer Hand abzählen, wie oft das gleichzeitig passieren darf. Erschwerend kommt dazu, dass apache2-mpm-prefork erst wieder Speicher beim Abschießen eines Unterprozesses freigibt, auch da musste ich die maximalen Anfragen pro Prozess beschränken...

Nachtrag:
Ich habe mir auch kurz mod_davfs, mod_caldav und mod_carddav vom Apache angesehen. Für eines der letzten beiden muss man laut Readme leider Apache neu kompilieren (benötigte Patches), das war mir dann zu viel Arbeit - müsste ich in Zukunft doch jeden Bugfix von Hand einspielen statt einfach apt-get update/upgrade zu benutzen.
Ich werde mir im Lauf der Woche noch http://radicale.org/ ansehen, vielleicht ist das etwas leichtgewichtiger.

was ist eigentlich mit einem anderen Server?
nginx zum Beispiel soll ja bei gewissen Anwendungsfällen performanter sein als Apache.

Habe ich ehrlich gesagt noch nicht probiert. Das eigentliche Problem ist mMn nicht der Webserver sondern PHP... Apache habe ich nochmal deutlich performanter hin bekommen, indem ich mpm_worker mit php-cgi statt mpm_prefork mit mod_php verwendete. Das Starten eines neuen PHP-Prozesses geht relativ flott und nach jedem Request wird der von PHP belegte Speicher wieder freigegeben, ohne Serverprozesse/Threads beenden zu müssen. Flott reagiert Owncloud trotzdem nicht (100% CPU für 2-3 Sekunden), weshalb ich vom Raspberry Pi Owncloud wieder runter werfe. Ich nutze eigentlich nur Card-/Cal-/Webdav. Daher habe ich gestern radicale installiert und über wsgi mit Apache verheiratet. Die Performance ist deutlich besser, dafür fehlt das Webinterface.

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