Berliner "Tacheles" wurde geräumt

Ansichtssache
4. September 2012, 11:16
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foto: ap/bruns

In Berlin-Mitte geht mit dem heutigen Dienstag eine Ära zu Ende: Das Kunsthaus "Tacheles" wurde nach jahrelangen Auseinandersetzungen friedlich geräumt.

Archivbild vom Februar 2009

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So nett sind halt die SPDeler.

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Zeit für die Piraten!

.

und was wird jetzt draus?
übrigens ein interessantes gegenbeispiel: les frigos in paris, die sollten dem nouveau quartier latin auch weichen, wurden dann aber "integriert".

Bravo!

Diese "Künstler" und "autonomen [hahaha] Hausbesetzer" sollen ihre Sozialhilfen zusammenlegen und mieten; oder Eigentum erwerben. Wie alle anderen.

Super Idee Hr Dr. Zahnarzt.

Tacheles ist/war eines der interessanten Gebäude in Berlin. Haben sie da schon Ausstellungen und Konzerte besucht??? .. aber ihr Frauchen freut sich sicher, wenn sie in 2-3 Jahren dort im super neuen Einkaufstempel Za*a und co auf Schnäppchenjagd gehen kann ...

jö! na schau! Eine friedliche Lösung! Endlich können die "Ich krieg den Hals nicht voll _Kapitalisten" wieder fuhrwerken mit dem Besitz!

Ich bin ganz gerührt.

über dach tacheles ...

... kann man zweifelsohne vielerlei meinung sein. viele kritikpunkte sind bestimmt berechtigt und die stärke berlins war es immer schon, dass die dinge dort ständig im wandel sind, sachen verschwinden und dafür an anderer stelle wieder was völlig neues entsteht.

nur wenn halt irgendwann endgültig der letzte freiraum und unkonventielle ort durch ein quaderförmiges hotel ersetzt wurde und der umwandlungsprozess vom "aufregenden berlin" in das "08/15 berlin" abgeschlossen wurde, wird es vielleicht auch dem letzten grundstücksentwickler dämmern, dass es eben doch nicht die quaderförmigen hotels sind, warum die touristen nach berlin strömen.

Die Förderung von freier Kunst ist aber Aufgabe des Staates, das kann man nicht einfach auf Privatunternehmen abwälzen.
Sonst wird ja auch immer gegen Privat gehetzt.

Geh bitte

kommt so ein böser Investor und lässt die Fassade renovieren anstatt, dass die engagierten Künstler machen zu lassen, die sich so toll um den Erhalt des Gebäudes bemüht haben. Über die Gentrifizierung jammern, aber am Samstag zum Schlemmen in die Mädchenschule pilgern. Ich steh wenigstens dazu: Mitte ist Bobo-Terrain und das ist gut so.

gut so..

..hatte sich längst überlebt, eine versteinerter gegenkultur-palast. neuer felder werden bespielt werden, denn berlin bleibt berlin. dazwischen darf geschwächelt werden (wie auch 1982-1988 und 1998-2002), doch es gibt hier immer ein weiter. im gegensatz zu wien..

Der Tag, an dem Du mal etwas Vernünftiges postest...

wird rot im Kalender angestrichen.

So wird's eben wieder nur Dein Posting.

In Holland konnte man (zumindest bis vor ein paar Jahren)

ganz legal Häuser besetzen die länger als 1 Jahr ungenutzt waren.

KUltur wird hier vernichtet ums ein paar m² Wohn/Büroraum zu vernichten.

jammerschade! hier war etwas sehr interessantes am entstehen.

immer dasselbe: zuerst steht das gebäude leer und wird dem verfall preisgegeben, dann besetzen soziale und künstlerische initiativen das haus, beginnen ein kultur- und veranstaltungszentrum aufzubauen, machen also etwas sinnvolles daraus, plötzlich entdeckt der bislamng verantwortungslose eigentümer seine verantwortung zum baldigen abriß des gebäudes - und die politik - egal welcher couleur - läßt willfährig zu, daß geräumt wird. und das heißt dann im falle berlins sozialdemokratische kulturpolitik.

würde es als verschwinden eines monument der coolen freien berliner ära bezeichnen, berlin ist leider schon seid mehreren jahren auf den besten weg chick zu sein, sehr sehr schade darum.

Tacheles ade

schade drum, war eine Hammer Location!!!!

Zu was wird das Tacheles hier bitte hochstilisiert?

Erstens: Wie kann es angehen, dass Gebäude, aus welchem Grund auch immer, besetzt werden? Häh? Wieso ist das seit den 80ern immer noch gesellschaftsfähig?!?
Zweitens: Das Tacheles ist abbruchreif. Hätte mich nicht gewundert, wenn da schon Unfälle passiert wären. Dann wäre das Geschrei aber ganz laut gewesen!
Drittens: Die "Kunst", die dort zum Besten gegeben wird, ist naja. Echte Kunst hat Berlin jetzt garantiert nicht verloren. Dort stank es in vielen Ecken sogar stark nach Urin.
Berlin hat keinen Verlust erlitten und ich bin etwas sehr überrascht von den Foreneinträgen. Geh bitte.

Schade!!! war zwar nicht gemütlich, aber sehr interessant!

mußte das sein, herr wowereit? war das die bedingung der CDU für die große koalition? ich denke, sie haben es sich hiermit mit vielen jungen, kritischen berlinerInnen verscherzt. sehr, sehr schade. das tacheles war schon beinahe eine sehenswürdigkeit.

und genau die bank wär ohne steuergeld wahrschienlich eh schon pleite!

"Am 24. Februar 2009 haben die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg in einer gemeinsamen Kabinettsitzung ein Rettungspaket für die HSH Nordbank beschlossen, das eine Kapitalspritze über drei Milliarden Euro und eine Sicherheitsgarantie über zehn Milliarden Euro beinhaltet."

(@ wiki )

nebenbei wollte genau diese Bank, trotz Finanzhilfe 70 Millionen Dividende auszahlen (is durch den öffentlichen Druck verhindert worden ).

@Dividende: Nachdem die HSH Nordbank zu 85% den Ländern Hamburg und Schleswig Holstein gehört wäre das wohl nicht allzu problematisch gewesen.

und die anderen 15%?
Investoren die über umwege steuergeld in den hintern geschoben kriegen

jeder einzelne ist einer zu viel und wenn die bank zu 99% dem Land gehört.

Ich gebe ihnen einen Tipp. Für einen Dividendebschluss braucht man eine einfache Mehrheit. Die Idee für den Bseschluss wird wohl auf dem Mist der Haupteigentümer gewachsen sein!

Eine Ära geht zu Ende

wohl wahr !

Berlin, du warst so wunderbar...

Ein grosser Verlust fuer Berlin.

Wowereit wird als einer jener Buergermeister in die Geschichte eingehen, der Berlin nachhaltig geschaedigt hat:

Schliessung des Flughafens Tempelhof mit Loeschung der Fluglizenz

Flughafendesaster in Schoenefeld

Schliessung des Tacheles (auch ein Tourismusmagnet)
...

Herr Wowereit, treten Sie zurueck!

Ich finde ja die "JP Immobilien" Werbung über dem Artikel sehr passend; durfte vor kurzem selber eine Jelitzka-Sanierung inklusive "Bestandfreimachung" also Vertreibung der Altmieter erleben ...

Ich versteh einfach nicht, warum das so lang dauert

Es muss doch moeglich sein da ratz fatz einen Raumungstitel zu kriegen, die Besetzer zusammenfangen, hohe Geldstrafen wegen der Besitzstoerung, wer auch nur einen Finger ruehrt zum Widerstand den ein paar Jahre ins Gefaengnis und a Ruah is!
Diese Eigentumsaneigner muss man mit aller Haerte bekaempfen.

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