BBC erlaubt Gratis-Download von TV-Inhalten für iPad und iPhone

4. September 2012, 10:16
  • Die Inhalte der iPlayer-Videothek können nun gratis auf iPhone und iPad geladen werden
    screenshot: derstandard.at

    Die Inhalte der iPlayer-Videothek können nun gratis auf iPhone und iPad geladen werden

Britischer Sender will Programm kostenlos auf Tablets und Smartphones bringen, Android soll folgen

Der britische Sender BBC erlaubt erstmals den Download von Videos aus seiner iPlayer-Datenbank auf Tablets und Smartphones. Wie der Guardian schreibt, sollen ab Dienstag Lizenzgebührenzahler vom On-Demand Service der BBC kostenfrei Inhalte auf iPhone oder iPad abspielen können. Diese Möglichkeit gilt auch dann, wenn man sich im Ausland befindet. Demnächst soll diese Möglichkeit für Android-Geräte kommen.

Restriktionen für Online-Zuseher entfallen

Bislang konnte man Inhalte aus der iPlayer-Videothek auf Tablets nur mit einer Breitbandverbindung streamen oder diese auf einem Desktop-Computer herunterladen. BBC-Manager Daniel Danker sieht dies als wichtigen Schritt, um eine der ärgerlichste Restriktionen zu eliminieren, die es beim Ansehen des TV-Programms gibt, vor allem für jene, die das Programm nur online anschauen.

WLAN für Download notwendig

Der Download der Dateien ermöglicht es, Inhalte der Videothek auch unterwegs anzusehen, ohne sich Gedanken über eine stabile Internetverbindung machen zu müssen. Nach dem Download kann das Programm 30 Tage lang abgespielt werden. Für den Download ist eine WLAN-Verbindung notwendig, allerdings soll bald das Abspielen mit 3G ermöglicht werden.

Kritik von der Konkurrenz

BBCs Schritt, mobilen Usern den Content ebenfalls anzubieten, ist eine Konsequenz aus dem ansteigenden Traffic von mobilen Geräten. Rund 142 Prozent Wachstum konnte die BBC hier in den letzten 30 Monaten verzeichnen. Laut Guardian wird der britische Broadcaster für diesen Schritt von der Konkurrenz allerdings stark kritisiert, denn andere Sender - wie beispielsweise ITV - versuchen die Inhalte über Micropayments zu finanzieren. Auch BSkyB hat vor kurzem "Now TV" gelauncht, das Video-on-demand Inhalte kostenlos für Sky-Abonnenten liefert. (red, derStandard.at, 4.9.2012)

Share if you care
22 Postings

BBC ist super!

und bei uns diskutierens über debatte.ooorrrfff.attt

Erst für das eingeschränkte System mit einem Marktanteil von ca 30% und dann erst für das offene System mit einem Marktanteil von 70%. Versteh einer die Leute die dort am Hebel sitzen.

was auch eine wesentliche rollte spielt, ist das sdk, welches einem für die jeweilige plattform zur verfügung steht. habe selber an der entwicklung von zig android- und ios-apps mitgewirkt und bzgl. der programmbibliotheken hat apple leider einen wesentlich besseren job als google gemacht. es lässt sich mit deutlich weniger aufwand ein wesentlich besseres ergebnis erzielen (ganz abgesehen von dem ganzen lästigen testen mit den tausend versch. android-devices, nervt und kostet geld!) ... kurz: android-apps dauern meist einfach länger.

iOS ist immer früher dran..

Liegt auch daran, dass die Internet/App Nutzung weit höher ist bei iOS als bei Android, obwohl sie mehr Marktanteil haben..

Das glauben nur alle Seitenbetreiber, da viele Android-Browser Safari im Browser-String haben und das Gerät fälschlicherweise als iGerät erkannt wird.

Die meisten verwenden sicher den Stock Browser und der gibt sich sicher nicht als Safari aus..

http://www.useragentstring.com/pages/Mob... owserlist/

Im String steht außerdem klar drinnen, welche android version verwendet wird.

Nein, erst für das system für das es sich lohnt, dann für den Rest.

Aja lohnt sich für die BBC unheimlich, gratis Downloads für ein System anzubieten, welches weniger als die Hälfte an Marktanteil hat. :-D

Marktanteile interessieren in dem falle niemanden außer die Fanboys. Bei sowas wird auf Nutzerstatistiken geschaut. Wenn anscheinend mit iOS öfter auf die BBC Seite zugegriffen wird als mit Android, wird es auch für das OS zuerst umgesetzt. Ganz einfach. Und jetzt darfst du dich in die Ecke setzten und weinen weil das Marktanteilargument nicht gezogen hat :(

Autsch! Es muss schon ziemlich weh tun zu erkennen, dass Apple seinen Zenith schon überschritten und sich langsam aber sicher auf dem absteigenden Ast befindet. täglich finden mehr Leute Apple uncool und steigen bei der Neuanschaffung eines Geräts auf Alternativen wie Android um.
Traurig, wenn man sich nur noch durch ekelhaftes Verhalten wie Patentklagen und Verbote von Apps im App-Store als Innovator hervortun will und nicht mehr mit Innovationen. Die meisten Features die Apple immer als so neu darstellt sind ohnehin geklaut. Schön langsam bekommen eben auch nicht Technikinteressierte mit, dass Apple die Leute verarscht.
In diesem Sinne solltest lieber du weinend in der Ecke sitzen.

hat dir Mama kein iphone gekauft?

Ich kan mir meine Smartphones schon selber kaufen und da entscheide ich mich bewusst gegen Apple. Aber auch meine Mama dürfte mittlerweile schon mitbekommen haben, dass Apple die Leute nur verarscht. Auch unter Jugendlichen sind iPhones schon total uncool.

ITV...

..die brauchen sich keine Sorgen um die Finanzen machen, spätestens dann, wenn Apple wirklich ins TV Geschäft einsteigen will :)

Solange das nur in England gesehen werden kann hat der Rest der Welt auch nix davon.
Damit ist es sogar weniger sinnhaft als die ORF TVthek - die ist, glaube ich, sogar von andern Ländern aus erreichbar, oder?

Ah, dann ist die TVthek ebenso - oder sogar weniger sinnvoll. Aber beim ORF ist's immer noch verständlicher als beim BBC, welcher mit dem world service und den ganzen Untersparten des BBC auf internationaler Ebene agiert - im Gegensatz zum ORF eben.

Beim ORF können Sie aber nichts runterladen.

Quellcode aufmachen, URL vom Video rauskopieren, wget - fertig.

Beim BBC Player geht das Abspielen der Datei auch nur für 30 Tage - kein wirklicher Download.

Das was RT schon seit Ewigkeiten anbietet.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.