Assange-Anhänger legten offenbar schwedische Regierungsseiten lahm

4. September 2012, 08:08

Unbekannte Gruppe bekannte sich zu Denial-of-Service-Attacken

Mehrere Internetseiten von schwedischen Regierungsstellen sind am Montag offenbar von Anhängern des Wikileaks-Gründers Julian Assange angegriffen worden. Die Websites der Regierung, der Streitkräfte und des Schwedischen Instituts waren für mehrere Stunden nicht zu erreichen.

Angriffe

Es sei unklar, wer hinter den sogenannten Denial-of-Service-Attacken stecke, bei denen Internetseiten mit einer Unmenge sinnloser Anfragen lahmgelegt werden, sagte der Beauftragte für digitale Medien bei den schwedischen Streitkräften, Niklas Englund. Allerdings habe sich eine unbekannte Gruppe im Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Hackerangriff bekannt und gefordert: "Hände weg von Assange."

"Unterstützung"

Die Gruppe Anonymous hatte zur Unterstützung von Assange im August nach eigenen Angaben bereits die Website des britischen Justizministeriums lahmgelegt. Der Wikileaks-Gründer soll zu Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden befragt werden und hat sich durch eine Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London der Auslieferung entzogen. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.