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Wien - Der US-Ölpreis hat am frühen Montagnachmittag nach freundlichem Beginn etwas nach unten gedreht. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 96,23 Dollar und damit 0,20 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde hingegen mit 114,66 Dollar gehandelt und damit um 0,36 Prozent höher als zuletzt.
Die unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag gaben den Rohstoffpreisen zu Wochenbeginn Auftrieb, schreiben die Commerzbank-Analysten in ihrer aktuellen Studie. Denn damit scheint es nahezu sicher zu sein, dass die US-Notenbank in ihrer Sitzung in dieser Woche eine weitere quantitative Lockerung der Geldpolitik verkünden wird.
Einzig die Ölpreise könnten nur wenig davon profitieren, hieß es weiter. Dass der Ölpreis nicht stärker zulegen kann, ist auf die anhaltende Debatte über die Freigabe der strategischen Reserven in den USA zurückzuführen. Zudem macht sich die wirtschaftliche Abschwächung in China mittlerweile auch in den Rohölimporten bemerkbar, so die Commerzbank.
Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.732,75 Dollar und damit klar höher zum Freitagvormittags-Fixing von 1.696,00 Dollar. Gold markierte am Freitag bei 1,742 Dollar den höchsten Stand seit Ende Februar und hält sich zum Wochenauftakt nur knapp unterhalb dieser Marke.
Die jüngsten Zugewinne waren nach Meinung der Commerzbank-Analysten im Wesentlichen durch Hoffnungen auf Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken getrieben. Dies könnte aber mittel- bis langfristig zu erhöhter Inflation und zugleich zu Sorgen über eine Abwertung der Haupthandelswährungen führen. Davon sollte Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage und alternative Währung profitieren. Die Commerzbank-Experten sind daher überzeugt, dass sich der Goldpreisanstieg weiter fortsetzt. (APA, 10.9.2012)
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