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Mit dem Streik will die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn und ein Ende der Leiharbeit durchboxen.
Die Lufthansa-Flugbegleiter haben ihren Streik am Dienstag ausgeweitet. Nach Berlin und Frankfurt bestreiken die Flugbegleiter der Lufthansa am Dienstag auch den Flughafen in München. Der Ausstand dauere von 13 Uhr bis Mitternacht, teilte die Kabinengewerkschaft UFO mit. In Berlin traten die Flugbegleiter von 5 bis 13 Uhr in den Ausstand, in Frankfurt am Main von 6 bis 14 Uhr. Damit erhöht die Gewerkschaft den Druck auf die Airline innerhalb einer Nacht zum dritten Mal.
Für viele Fluggäste bedeutet das wiederholt erhebliche Behinderungen und Flugausfälle. Die Lufthansa strich Dutzende Flüge und bot kostenlose Umbuchungen an. Passagiere mussten sich auf Verspätungen einstellen. Auch nach Abschluss des Streiks seien Einschränkungen im Flugbetrieb zu erwarten, teilte die Fluggesellschaft mit. Frankfurt und München sind die wichtigsten Drehkreuze des Unternehmens.
Von der Ausweitung des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter waren wieder Strecken nach bzw. von Wien betroffen. Wie die deutsche Airline auf ihrer Homepage mitteilte, wurden die Flüge am Dienstag von Frankfurt nach Wien um 6.45 Uhr sowie um 8.45 gestrichen, ebenso Wien - Frankfurt um 8.50 Uhr und 10.55 Uhr. Darüber hinaus fielen demnach der Flug von München nach Wien um 7.30 Uhr und von Wien nach München um 9.15 Uhr aus.
Die AUA selbst sei vom Streik nicht betroffen, betonte AUA-Sprecher Peter Thier. Auf den Strecken nach Frankfurt, Berlin und München setzte die AUA größere Flugzeuge ein, um auszuhelfen. Nach Frankfurt beispielsweise fliegt die AUA am Dienstag mit zwei Langstreckenflugzeugen, die jeweils 70 Personen mehr transportieren können. Auch nach München und Berlin werden größere Maschinen eingesetzt, so Thier.
Gleichzeitig wird bei der Lufthansa der Ton schärfer. "Das ist keine Taktik der Nadelstiche, wie von der Gewerkschaft UFO angekündigt. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Kunden", sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Es gebe weiter keine Gespräche mit der UFO.
Zudem prüfe der Konzern immer noch rechtliche Maßnahmen. Mit Blick auf den UFO-Vorsitzenden Nicoley Baublies sagte Walther: "Auch ein Gewerkschaftsführer trägt Verantwortung für die Mitglieder und das Unternehmen. Mit einem Streik schadet er dem Unternehmen langfristig."
Der Schaden an diesem Streiktag wird dem Konzernsprecher zufolge "ganz sicher wieder die Millionenhöhe erreichen". Für die Lufthansa ist es dem Sprecher zufolge schwierig, die Auswirkungen abzufedern. "Wir können nicht einfach neue Flugbegleiter heranziehen." Der Personalpuffer sei schließlich begrenzt. Die Stewardessen und Stewards, die nicht im Dienstplan stünden, seien in Ruhezeiten.
Am Freitag hatte die Gewerkschaft den Frankfurter Flughafen bereits für acht Stunden bestreikt. 26.000 Passagiere saßen fest, 190 Flüge fielen aus, der größte Flughafen Deutschlands wurde teilweise geschlossen. Vorübergehend durfte in ganz Europa kein Flugzeug mehr Richtung Frankfurt starten. Allein dieser erste Streiktag kostete die größte deutsche Fluggesellschaft Millionen. Etwa 18.000 Stewards und Stewardessen arbeiten bei dem Konzern. Zwei von drei Flugbegleitern sind in der Gewerkschaft.
Die Fronten in dem seit gut einem Jahr dauernden Tarifstreit sind vollkommen verhärtet. Das Unternehmen bietet ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren. Allerdings sollen die Flugbegleiter dafür länger arbeiten. Die UFO kämpft für fünf Prozent mehr Lohn über 15 Monate und gegen die Auslagerung von Stellen an Leiharbeitsfirmen und eine eigene Billig-Airline bei Lufthansa. Derzeit reden beiden Seiten nicht mehr miteinander. (Reuters/APA, 4.9.2012)
Service-Hotlines
Die Lufthansa empfiehlt ihren Passagieren, sich vor der Fahrt zum Flughafen auf den letzten Stand zu bringen. Informationen gibt es auf lufthansa.com unter "gestrichene Flüge". Unter "Flugstatus" kann man die Flugnummer eingeben und erfährt, ob ein bestimmter Flug ausfällt oder verspätet ist.
Wer in Österreich die kostenpflichtige Lufthansa-Nummer 0810/1025-80-80 (13 Cent/Minute) wählt, sollte Geduld mitbringen. In Deutschland erreicht man die Lufthansa unter 0800/850-60-70 (kostenlos).
Die Lufthansa wird auch über E-Mail, SMS und Twitter informieren. Streikinfos gibt es zudem auf der privaten Seite meilenschwund.de. Wer in Deutschland auf die Bahn umsteigt, findet Infos unter bahn.de. (bau, DER STANDARD, 4.9.2012)
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ein job der einen kaputt macht, kein geld mehr einbringt um zu über-leben, und der andauernde psycho folter druck, dass man morgen schon gekündigt wird, weil ein leiharbeiter um 1€ billiger ist, nein das muss man sich nicht gefallen lassen.
ja die gesamtmarktsituation... wurden die manager gehälter gekürzt?
boni ausgesetzt?
manager mit "austausch durch billigere leihmanager" bedroht?
nein?
eben
aber flugpersonal wird toll motiviert durch schlechte bezahlung, die durch inflation weniger wird.
der drohende entlassungsgrund "die billigeren leiharbeitskräfte ersetzen dich, wenn du nicht verzichtest" bzw. immer größerer druck.
es ist gut, dass sich arbeitskräfte, die wie in at schon vorher mal lohnverzicht übten, mal sagen "es reicht"
grade der flugbetrieb mit jet lag und dauernd wechselndem klima schlaucht und 24/7 dienst sowieso.
ich weiß, den halsabschneidermanagern wäre es am liebsten, die flugbegleiter kriegten kein geld, sondern ,müßten auch noch tickets kaufen, damit sie mitfliegen dürfen um zu arbeiten"""
ende!
Scherz oder?
Die AUA fliegt auf ihren Strecken mit größerem Gerät? Das macht LH im umgekehrten Fall auch, daraus einen Streikbrecherfall abzuleiten schaffen nur Scherzkekse!
Die AUA kann keinen Solidarstreik veranstalten, weil zwei Drittel des Personals dzt. die KV Nachwirkung, rechtswidrig, verweigert wird und bereits ein Betriebsrat entlassen und Einer gekündigt wurde! Zwar auch rechtswidrig, aber in so einem Umfeld kann man das Personal wohl schwerlich zum Streik überreden.
Aber keine Sorge, der Lügenbold von Pressesprecher und sein Vorstand werden noch ihr Fett abbekommen!
Gleichzeitig wird bei der Lufthansa der Ton schärfer. "Das ist keine Taktik der Nadelstiche, wie von der Gewerkschaft UFO angekündigt. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Kunden", sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Es gebe weiter keine Gespräche mit der UFO.
Und das von einem Management, das verdiente Vielflieger reihenweise verprellt und sogar vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung samt medialen Getöse nicht zurückschreckt. Checkt "www.meilenschwund.de", der Kunde ist dem Lufthansa-Management wurscht solange er bezahlt und den Mund hält.
..die Gewerkschaft. Es falllen fast keine Flüge aus. weil die innerdeutschen Strecken fast komplett von der nicht bestreikten Germawings beflogen wird und bei Interkontinetalstrecken das Mindestpersonal auf die internationalen Regeln abgesenkt wurden (International 7 Personen Kabinenpresonal, Lufthansa intern 14 Personen).
Auf der Vorstandsetage wird oft vergessen, dass die Mitarbeiter ein wertvoller, nicht zu vernachlässigender Teil eines Unternehmens sind. Sie sind eben nicht nur Kostenfaktoren, die die Bilanz verhageln oder den Gewinn schmälern. Denkt man zurück an die erfolgreichen Tage der Lufthansa, dann erinnert sich der Fluggast an die gut ausgebildeten, freundlichen Flugbegleiter. Der Pluspunkt war die Qualität des Personals.
Quelle: http://www.start-trading.de/blog/2012... was-gutes/
Informationen zur Dividende 2011
Nach dem Einzelabschluss der Deutschen Lufthansa AG ergab sich im Geschäftsjahr 2011 ein Jahresfehlbetrag von 116 Mio. EUR, der maßgeblich (– 571 Mio. EUR) durch die negativen Ergebnis- und verkaufsbedingten Bewertungseffekte der bmi geprägt wurde.
Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat – in Abweichung von der Dividendenpolitik – dennoch eine Dividende von 0,25 EUR pro Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuzahlen, hat die Hauptversammlung am 8. Mai 2012 zugestimmt
Bin auch "betroffen", da in der Reisebranche beschäftigt.
Aber ich habe Verständnis. Hier versucht ein Unternehmen Löhne zu drücken, damit den Aktionären wieder prima Dividenden ausbezahlt werden, woraufhin sich der Vorstand wieder fette Prämien gönnen kann, da er ja so erfolgreich gewirtschaftet hat.
Wenn dann die Medien darüber berichten, was "Spitzen-Manager" so zusätzlich kassieren, sind wieder alle empört.
so gerne mehr für "gerechte" Flüge bezahlen wollen verhält es sich in etwa so wie mit den Kunden im Supermarkt wenn man sie zu Konservierungsmitteln befragt.
Die Meisten werden sagen sie wollen natürlich keine Konservierungsstoffe, kaufen faktisch aber die Ware mit dem längsten Haltbarkeitsdatum.
Als betroffener Passagier,- und nein, ich bin weder ein Bankster noch fliege ich privat, habe ich NULL Verständnis für einen Streik.
Wie komme ich und sehr viele andere dazu, dass ich einen Tag später und unbezahlt nach Hause zur Familie komme? Meine Firma zahlt gutes Geld an die Lufthansa, und die Kunden sitzen halt nunmahl auch auf der anderen Seite der Welt (ob das allen paßt oder nicht ist belanglos).
Die Konsequenz wird nämlich sein: Emirates & Etihad. Nix mehr Lufthansa.
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