Spindelegger: Bravsein, Schlimmsein

Kommentar | Michael Völker, 3. September 2012, 22:23

Dass der ÖVP-Chef genau jene Überlegungen zu einer Personalrochade bestätigte, die zuvor besonders von ihm selbst so heftig dementiert wurden, war ein wenig verstörend. Da vergeht einem auch das Mitleid

Natürlich kann man auch auf Mitleid setzen und einen solchen Effekt einplanen. Bei Michael Spindelegger ist man geneigt, genau das anzunehmen. Dass der ÖVP-Chef am Montag im ORF-"Sommergespräch" genau jene Überlegungen zu einer Personalrochade bestätigte, die zuvor besonders von ihm selbst so heftig dementiert wurden, war dann aber auch für die Einfühlsamen ein wenig verstörend. Da vergeht einem auch das Mitleid.

Sind das gar Ecken und Kanten? Die "Zeitzeugen", die der ORF zum Porträt aufbot, zeichneten ein anderes Bild: Brav, unauffällig und, nein, Frauenheld war er keiner. Eher spät dran. Spindelegger versuchte dagegenzuhalten: Am Bravsein sei doch nichts Schlimmes, oder? "Ich bin, wie ich bin", sagte er. Solide, dazu steht der Vizekanzler.

Dabei ließ der ÖVP-Chef auch Witz aufblitzen, wenn er sich selbst etwa dafür rühmt, ganz "langweilig und fad" auch einmal das Hirn einzuschalten, wenn Entscheidungen anstehen. Für Spindelegger stand durchaus etwas auf dem Spiel: Nach den Wirren der letzten Tage war es wichtig, Entschlossenheit zu zeigen. Bei den eigenen Leuten mag das gelungen sein: Spindelegger hatte seine Botschaften platziert, nicht unbedingt originell, aber linientreu. Andere wird Spindelegger nicht überzeugt haben. Dafür stand Moderator Armin Wolf, dem Spindelegger das Geständnis entlockte, einmal Mitglied der Jungen Volkpartei gewesen zu sein. Eine "Jugendsünde", beteuerte Wolf. (Michael Völker, DER STANDARD, 4.9.2012)

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"Entlockt"

Wie er drauf auch sagte, kann man das im Wikipedia-Eintrag zu Armin Wolf nachlesen.

Ob ein privater Investor jemals den kleinen Spindi mit dem Postbus (gehört inzwischen zur ÖBB) zum Schülerfreifahrtstarif von Hinterbrühl ins Gymnasium nach Mödling gebracht hätte?

Liebe Leser,....

hätte einer von Ihnen den Vorschlag gemacht Stronach solle die ÖBB kaufen - sie hätten heute große Probleme im Bezug auf Ihren geistigen Zustand ,egal wie gut oder schlecht man die ÖBB heute sehen will ihr Wert ist enorm, und erst der Aufwand Ihrer Erhaltung die es ja auch geben muss falls Sie Ihre nächste Bahnfahrt überleben wollen.
Wenn man solche Aussagen hört von Menschen die unser Schicksal bestimmen muss man Angst haben richtige Angst.

ÖBB

Das günstigste für Österreich wäre die ÖBB zu verschenken. Kaufen wird diesen Sauladen sicher niemand.

Diese "Jugendsünde"

wurde in der Folge durch die "Buße" des Studiums der Politikwissenschaft an der Uni Innsbruck wieder getilgt.
Restlos, wie man sieht ....

Spindelegger: Parteienfinanzierung, 2 mm

Was wollte er uns damit sagen?

Habe noch nie so eine gekünstelte "Performance" eines Politikers gesehen. Authentisch wie eine am Strand angebotene Rolex.

na ja

der neueste passus im ehrenkodex der övp ist ja:
solange es kein video gibt, gibt es keinen grund zurückzutreten...

Dass die ÖVP eine Koalition mit der FPÖ nicht ausschließt, macht sie in meinen Augen sowieso unwählbar.

Das Gedruckse von wegen "der Wähler wählt eine Partei, nicht Koalitionsvarianten" ist mE falsch. In Zeiten, in denen keine Partei eine absolute Mehrheit schafft, müssen die Wähler wissen, was ggf. auf sie zukommt!

die einzige Rochade die akzeptabel ist...

Spindelegger geht!!!!!!!!!!!!!!!!

www.saubere-haende.org

Natürlich kann man auch auf Mitleid setzen

Faymann: Grinsen und Inserieren

Geständnis von Wolf?

Das ist dich schon lange bekannt!

Grausamer, nichts sagender Kommentar

Wenn diese Oberflächlichkeit Journalismus sein soll, dann fehlt mir jedes Verständnis für den Druck des Kommentars: Verschwendung von Papier und Druckerschwärze!

Solch brave Kommentare verschleiern, dass Herr Spindelegger ein ÖVP-Chef ist, der erstens ferngesteuert aus St. Pölten ist und zweitens eine eigene Meinung nicht haben darf, wenn sie in St. Pölten nicht gewünscht ist. An einem Tag "Hüh", am anderen Tag "Hott", ohne dabei rot zu werden. Das ist Politik zum Abgewöhnen.

Dass die ÖVP dann auch Armin Wolf nachschnüffelt und seiner Vergangenheit hinterher telefoniert, zeigt das mittlerweile erreichte Niveau der Volkspartei. Grässlich!

Grausam!

Der Typ ist so eine Schlaftablette, ein Armmutszeugnis, dass so jemand überhaupt in die Politik darf ... aber vielleicht ist das die einzige Grundvoraussetzung/Bedingung!

er ist nur eine

symbolfigur für das övp-system.

wurscht wer chef ist.

Wann wechsel övp Politiker zur SPÖ? Dort wird auch nicht alles richtig gemacht, aber die christliche Bergpredig, wird dort sicher mehr gelebt! Siehe Bauern und Lagerhäuser oder Schulden bei den Raiffeisenbanken usw.

Das Ärgste war der Vorschlag, die ÖBB an einen Autoteile-Hersteller (Stronach) zu verscherbeln

In den USA hat GM mal massenhaft Strassen-Bahnen aufgekauft.

Das erste was sie gemacht haben war es die Straßenbahnen wegzuwerfen und durch (von GM produzierte) Busse mit weniger Platz zu ersetzen.
Dann hat man angefangen die Fahrpläne zusammenzukürzen - damit die Menschen mehr Autos fahren (und kaufen).

Ein Autoteile-Hersteller hat kaum ein Interesse daran, dass öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.
Wo ist da bitte die Wirtschaftskompetenz wenn man es ernsthaft in Erwägung zieht, die ÖBB an einen Autoteile-Fertiger zu verscherbeln?

Hauptsache, alles privatisieren, überhaupt, wenn's ein bisserl defezitär arbeitet - das ist die Linie der ÖVP.
Im Nachhinein stellt sich immer heraus: kein Mensch hat was von den Privatisierungen gehabt und ein paar parteinahe Lobbyisten und Werbeagenturen haben ordentlich mitgeschnitten (System Schüssel).

Das schreibe ich als Christ und SPÖ Wähler!

Ein Politiker, der von sich behauptet er sei Christ, Tempeler, und Papst treu, aber keine christliche Meinung zum ehelosen Priestertum bzw. Frauen zu PriesterInnen hat, der ist doch kein Christ bzw. auch kein ÖVP Mann,oder? Ich als Christ bin gegen Priesterehen, weil es so gut ist! Sie hätten auch keine Zeit für die Familie! Siehe PolitikerInnnen, und die machen teilweise noch mehr Jobs. Ehen kaputt,Kinder krank usw. Jesus wusste, warum er ohne Familie, aber nicht ohne Kommunio leben wollte, die auch wichtiger ist als die Ehe.

Mit wär "fad & langweilig" sogar lieber. Charismatische Show-Politik hatten wir eh schon genug. Wenn es aber ansonsten auch keine Substanz gibt, wird die Suppe halt ein bisserl gar dünn.

Ich denke beim nächsten mal wähle ich den Politiker der nicht von sich in der 3. Person spricht, ein HunterThompson wird nervenkrank wenn er soetwas hört...

Obwohl, das wäre dann schon die Glawischnig...

intelligent???

laut sommergespräch gilt spindi als der intelligenteste der parteichefs. entweder sind die anderen so wenig intelligent oder diese feststellung ist schlichtweg falsch.

denn: dennoch der meinung zu sein charisma zu haben (das einem viele andere absprechen), ist ein gegenbeleg. und noch viel ärger der vorschlag, dass stronach die öbb kaufen soll.

naja und der befund von 1 -2 für den zustand der övp, der muss ja gar nicht mehr kommentiert werden.

sowas kommt raus, wenn der witzekanzler sein hirn einschaltet!

liebe wählerinnen und wähler, bitte verschont uns in hinkunft vor solch geballter intelligenz.

Wolf: "Laut Umfrage sind sie bei Intelligenz auf Platz 1. (...) Können sie sich mit dieser Bewertung identifizieren?"
Spinni: "Nein gar nicht, dass sehe ich anders und da gibt es auch andere Umfragen dazu!"

:-)

nicht unmittelbar danach...

ich hab s nur im morgenjournal gehört, aber spindi hat das nicht unmittelbar darauf gesagt, sondern erst später (nach der charisma-sache).

nona was soll er denn sagen
"ja, ich gebe zu ich hab null charisma..."? das sagt ein politiker wohl nur einmal.

naja, er könnte es hinnehmen oder ignorieren

schließlich geht es hier um eine eigenschaft, die man nicht wirklich für sich reklamieren kann.

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