Samsung-Chef Lee Kun-hee: Geschäftsgenie mit Kampfwillen

Kopf des Tages | Karin Tzschentke
4. September 2012, 07:31

Hat schon in vieler Hinsicht konfuzianische Beharrlichkeit und Standvermögen bewiesen

Nachdem Samsung-Chairman Lee Kun-hee sich nach der milliardenschweren Niederlage im US-Patentstreit mit Apple über die Details hatte briefen lassen, soll er Berichten zufolge ganz ruhig geworden sein und die Augen geschlossen haben. Seine ersten Worte danach sind nicht überliefert.

Was der dritte Sohn des Unternehmensgründers Lee Byung-chull zu den nun erhobenen - neuerlichen - Vorwürfen von Menschrechtsaktivisten sagte, dass in den chinesischen Fabriken des koreanischen Elektronikkonzerns schulpflichtige Kinder arbeiten sollen, ist ebenfalls nicht bekannt. Dass höchster Handlungsbedarf herrscht, hat der 70-jährige Konzernlenker aber offenbar rasch erkannt. Samsung kündigte postwendend an, die Vorwürfe aufzuklären. Nach Milliardenstrafe und US-Verkaufsverbot einiger Produkte kann sich der Apple-Konkurrent keinen Imageschaden mehr leisten.

Dabei hat der als außerordentlich ehrgeizig geltende Koreaner mit den dunklen, angriffslustigen Augen, der 1987 die Führung über den 1938 als Handelsfirma für getrocknetes Obst gegründeten Mischkonzern übernahm, schon in vieler Hinsicht konfuzianische Beharrlichkeit und Standvermögen bewiesen. Als legendär gilt der radikale Wandel Samsungs von einem hierarchisch-unflexiblen Betrieb zu einem auf Innovationen fixierten Unternehmen, den er 1993 mit den Worten einläutete: "Lasst uns alles verändern. Bis auf unsere Frauen und Kinder." Seine Macht gab er nicht aus der Hand.

Samsungs Aufstieg zum Weltkonzern war geebnet. Lee wurde in seinem Heimatland zum Genie der Businesswelt erklärt. Die Regierung stand und steht in Habtachtstellung vor dem reichsten Mann des Landes, dessen Vermögen von Forbes auf 8,3 Mrd. Dollar geschätzt wird.

Sein Ansehen erlitt vorübergehend einen herben Rückschlag, als 1996 Anklage wegen Bestechung gegen ihn erhoben wurde. 2008 wurde gegen ihn wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Beide Male wurde er verurteilt. Beide Male wurde das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees begnadigt. Der Mensch ist von Geburt an gut, aber die Geschäfte machen ihn schlecht, sagt Konfuzius.

Auch persönliche Schicksalsschläge haben den Kampfwillen des zurückgezogen lebenden Familienpatriarchs, der Pudel liebt und teure Autos sammelt, nicht geschwächt. Mit 60 Jahren bekämpfte er den Krebs. 2005 hat sich eine seiner drei Töchter das Leben genommen. (Karin Tzschentke, DER STANDARD, 4.9.2012)

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genial,

wie groß ist den eigentlich der Sponsoringvertrag?

denn .. ich vermisse irgendwie einen Artikel über:
-Samsung wehrt sich gegen Vorwürfe wegen Kinderarbeit
http://www.heise.de/newsticke... 98241.html

Anstelle dessen gibt es die Lobhuldigung an Samsung!

mhm. wenn ich sachen einfach kopiere bin ich auch erfolgreich

Der koreanische Copy Shop hat nicht einfach kopiert,

sondern hat vorher um viel Geld analysieren lassen, was sie einfach von Apple kopieren können und wo ein paar kleinere Modifikationen nötig sind, weil es sich nicht nur stumpf kopieren lässt.

Das ist schon irgendwie auch eine Leistung. Irgendwie.

apple fanboys fantasieren untereinander..

lustig zu verfolgen ;)

Hier können Sie lesen, dass genau dieses Vorgehen zur DNA dieses Schurkenunternehmens gehört.

http://www.manager-magazin.de/finanzen/... 37,00.html

Wenn es so einfach ist, wieso machst du es nicht?

Stinklangweilig. Eigene Ideen befriedigen viel mehr. Daher ein weiterer Beweis, dass es Samedung nur um die Macht und die Kohle geht.

und halten wir fest..

apple macht es aus liebe...

ich find freebird süß ;)

Wirklich? Große Konzerne wollen die Macht am Markt gewinnen? Wo gibt es sowas?

ich kreiere lieber neues

ich kann ihnen mit 98%iger sicherheit sagen dass mindestens einmal eine der kreationen genutzt haben.

verstehen sie mich nicht falsch. ich würde das ja so einfach dazu schreiben wenn ich wollte.

aber ich hab mir ja nicht umsonst ein solch dämliches pseudonym auf standard.at zugelegt um dann gefunden zu werden (womöglich vom Kunden) ;)

ah! du bist der, der den großmaulkorb erfunden hat?

"Dabei hat der als außerordentlich ehrgeizig geltende Koreaner mit den dunklen, angriffslustigen Augen"

Kindergarten-Journalismus wie im Bilderbuch.

Wie oft wollen Sie den Link heute eigentlich noch posten?^^

Apple -- Proprietär, tyrannisch, paranoid und gegen den Strom erfolgreich - "Wir haben Zellen wie eine Terror-Organisation"

Hier der Artikel dazu.

http://derstandard.at/3270761

So viel zu deinem Feindbild Samsung Freebirdybirdy

Dass Sie Vieles einfach kognitiv überfordert, müssen Sie doch nicht immer beweisen. Es ist gut, wir wissen es mittlerweile. Und dass Sie den wahren Terroristen unter den Unternehmen dieser Welt unterstützen, wissen Sie wohl, aber sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, erfordert ein hohes Maß an Aufrichtigkeit und Mut. Denn es kann weh tun. Sie können einem eigentlich nur leid tun.

leute wie freebird sind gut und wichtig...

um zu zeigen wie verblendet religion macht...

Aggressiv, rücksichtslos, korrupt.

http://www.manager-magazin.de/finanzen/... 37,00.html

Mir kommt garantiert kein Samsung Produkt ins Haus. Mit solchen dreckigen Methoden will ich nichts zu tun haben.

checkt einer was freebird in seiner apple-kindergarten-fanboy-manier eigentlich genau meint?

der artikel zeigt wohl ein erfolgreich geführtes unternehmen, das aggressiv versucht mittels innovationen marktführer zu werden..

"dreckige methoden"?

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