Über 90 Millionen für Hulk und Witsel

  • Von den Blau-Weißen aus Porto zu den Blau-Weißen von Zenit: Hulk.
    foto: dapd

    Von den Blau-Weißen aus Porto zu den Blau-Weißen von Zenit: Hulk.

  • Witsel verlässt Portugals Rekordmeister Benfica.
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    Witsel verlässt Portugals Rekordmeister Benfica.

Brasilianischer Sturmbulle kommt vom FC Porto, belgischer Jungstar von Benfica zu Russlands Meister - Wechsel von Van der Wiel zu PSG unter Dach und Fach

St. Petersburg/Paris/Mainz - Innerhalb weniger Stunden hat Zenit St. Petersburg am Montagabend zwei der teuersten Transfers des Sommers getätigt: Der russische Meister verpflichtet erst den brasilianischen Stürmer Hulk um angelblich mehr als 50 Millionen Euro vom FC Porto, wenig später folgte auch noch der belgische Jungstar Axel Witsel von Benfica Lissabon. Für den 23-Jährigen sollen 40 Millionen geflossen sein.

Beide Spieler unterzeichneten Verträge über fünf Jahre und können somit von Zenit auch in der Champions League eingesetzt werden, wo in Gruppe C Milan, Anderlecht und Malaga die Gegner sein werden. Zenit, das nach sieben Saisonspielen bereits wieder die Tabelle der russischen Liga anführt, wird vom staatlichen Energiekonzern Gazprom gesponsert.

Der 26-jährige Hulk gewann mit Porto unter anderem 2011 die Europa League und drei portugiesische Meisterschaften. 2008 war der bullige Offensivmann , der eigentlich Givanildo Vieira de Souza heißt, vom japanischen Zweitligisten Tokio Verdy für 5,5 Millionen Euro nach Portugal gekommen. Hulk weilt derzeit mit der brasilianischen Nationalmannschaft in Sao Paulo, er ist ein Wunschspieler von Zenit-Trainer Luciano Spalletti.

Auch an Nani Interesse

Witsel, ein eleganter Mittelfeldspieler, war nach zwei belgischen Meisterschaften mit Standard Lüttich erst 2011 zu Benfica gekommen und hatte dort grandios eingeschlagen. An Interessenten für den Belgier bestand kein Mangel, allein der hohe Preis wirkte abschreckend.

Laut Medienberichten soll Zenit auch noch an einer Verpflichtung des portugiesischen Manchester-United-Stürmers Nani interessiert sein, in Russland endet die Transferperiode erst am 6. September.

Zenits Präsident verteidigte am Dienstag die Vorgehensweise. "Die Neuverpflichtungen entsprechen unseren Ambitionen. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir modernen Fußball gezeigt - jetzt stecken wir uns auch international höhere Ziele", sagte Alexander Djukow. Weniger Verständnis für die Transfers hat der Chef des russischen Rechnungshofs, Sergej Stepaschin. "Unser Fußball steuert auf eine Zweiklassen-Gesellschaft hin und braucht vielleicht eine finanzielle Obergrenze für Spielerwechsel", sagte Stepaschin nach Angaben der Agentur Interfax.

Van der Wiel nach Paris

Ebenfalls noch einmal aktiv wurde der französische Krösus PSG. Die Pariser verpflichteten den niederländischen Teamspieler Gregory Van der Wiel von Ajax. Nach Angaben von PSG erhält der 24-jährige Rechtsverteidiger einen Vierjahresvertrag bei der Startruppe von Trainer Carlo Ancelotti. Laut Medienberichten soll Paris für den 35-fachen Internationalen sechs Millionen Euro bezahlt haben.

PSG hat sich in diesem Sommer mit Hilfe von Ölscheichs aus Katar für schätzungsweise 140 Millionen Euro bereits zahlreiche Stars geholt, darunter den schwedischen Torjäger Zlatan Ibrahimovic. (sid/APA/red, derStandard.at, 3.9.2012)

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