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Clint Eastwoods Auftritt mit dem leeren Stuhl hat Barack Obamas Wertschätzung für den Filmstar angeblich nichts anhaben können. Nun, da alles verdaut und kommentiert ist - der skurrile Monolog mit dem abwesenden Präsidenten, anzügliche Bemerkungen, und dass die Hollywood-Legende dem entzauberten Hoffnungsträger einen Jobwechsel ans Herz gelegt hatte - gab Obama zu Protokoll, er sei nach wie vor ein glühender Fan Eastwoods, eines "großen Schauspielers, der ein noch besserer Regisseur ist". Im Übrigen: Wer sich als Politiker leicht beleidigen lasse, sollte lieber den Beruf wechseln.
Nun rückt George Clooney in den Mittelpunkt - so etwas wie der Anti-Eastwood unter den politisch Engagierten des Kinobetriebs. Angeblich hat man ihn bereits beim Joggen in Charlotte, North Carolina, gesehen, der Stadt, in der am Dienstag der Parteikongress der Demokraten beginnt, die Antwort auf Mitt Romneys dreitägige Show in Tampa, Florida.
Fast zwangsläufig verdichteten sich so die Gerüchte, wonach Hollywoods schönster Mann die Antwort auf "Dirty Harry" sein wird, Obamas Überraschungsgast.
Clooney zählt zu Obamas fleißigsten, erfolgreichsten Wahlhelfern. Addiert man die Spenden, die er für seinen "Freund" gesammelt hat, dürfte unterm Strich eine dreistellige Millionensumme stehen. Allein bei einem Gala diner in Los Angeles kamen 15 Millionen Dollar zusammen. Das Menü, zusammengestellt vom gebürtigen Österreicher Wolfgang Puck, soll pro Person 40.000 Dollar gekostet haben.
In einem Satz: In L. A. ist Clooney Obamas treuester Fan, ein Symbol für die zwar erkaltete, aber nicht gänzlich erloschene Liebe der Traumfabrik zum großen Erzähler des Jahres 2008.
Damals war nicht nur Amerika, damals war auch Hollywood voller Leidenschaft auf der Suche nach einem Neubeginn. Dabei ist es Usus, dass auch Prominente die Werbetrommel rühren. Schon 1920 rekrutierte der dann siegreiche Kandidat Warren Harding die Stummfilmstars Douglas Fairbanks und Lillian Russell. Später trugen Frank Sinatra, Marlene Dietrich und Marilyn Monroe dazu bei, John F. Kennedy zu einem modernen Märchenprinzen zu verklären. In den 1980er-Jahren waren Zsa Zsa Gabor, Dean Martin und James Cagney zur Stelle, um ihrem Schauspielerkollegen Ronald Reagan zu helfen.
Selten schien ein Kandidat besser zum Zeitgeist zu passen als Obama: Der 20. Februar 2007 war ein Schlüsseltag, auch wenn die Romanze vielleicht schon früher begann. An jenem Tag organisierten die Filmmogule David Geffen, Steven Spielberg und Jeffrey Katzenberg in Beverly Hills einen Fundraiser für den Jungsenator Obama, den krassen Außenseiter im parteiinternen Duell mit Hillary Clinton. Nur Stunden später verkündete Geffen seinen Bruch mit der Favoritin, die polarisiere, statt die Amerikaner zusammenzubringen: "Obama inspiriert, und er stammt weder aus der Königsfamilie der Bushs noch aus der Königsfamilie der Clintons."
Die Liste derer, die es ähnlich sahen, war ein "Who's Who" Hollywoods: Eddie Murphy und Will Smith, Sidney Poitier und Cindy Crawford, Tyra Banks, Halle Barry und Scarlett Johansson.
Heute ist die Euphorie vielleicht verflogen, die Sympathien aber nicht. Auf der Rednerliste in Charlotte - dies steht bis dato zweifelsfrei fest, abgesehen vom George-Clooney-Hype - ist Hollywood nur einmal vertreten: Eva Longoria, bekannt aus der TV-Serie Desperate Housewives, wird sich speziell an die Latinos wenden - an jene Einwanderer mit hispanischen Wurzeln, von denen im November der Ausgang des Votums entscheidend abhängen könnte. (Frank Hermann, DER STANDARD, 4.9.2012)
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Die meisten Hollywood-Schauspieler haben in den letzten Jahrzehnten fast immer den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten unterstützt (die einzige Ausnahme dürfte Ronald Reagan 1984 gewesen sein), insofern ist das nichts besonderes. Aber das wird Herrn Obama auch nicht retten können.
Aha. Besser als durch diese überkorrekte Anrede könnte man seine Verachtung nicht kundtun. Nun, mein Lieber, da Sie, wie ich vermute, ein glühender Romney-Anhänger und Sozialdarwinist sind und ich Sie nicht mag, hoffe ich, daß Sie in die Lage kommen werden, in Salt Lake City ein Clorchard sein zu müssen. Sie würden einfach vom Kehrdienst entfernt werden. Wohl bekomm´s.
na da werd ma schauen,wenn die reps die wahlen gewinnen...mitm dirty und chuckie könnens nämlich die komplette armee entwaffnen,denn wer hat schon was vergleichbares?
Und die nasa auch gleich,da fliegt da steven jeden morgen hin,nachm meditieren...
Ich war ein Fan von Ronald Reagan (für die 80er Jahre ein Glücksfall und bei weitem nicht so rechtskonservativ, wie das oft schien).
Ich mochte sogar Papa Bush (ein hochintelligenter Mann und in der Zeit des kommunistischen Untergangs ein Segen für Mitteleuropa).
Man kann also durchaus sagen, dass ich viele Jahre meines Lebens eher den Reps. anhing, als den Demokraten.
Aber seit Bush jun., Palin, Bachman, Romney, Gingrich & Co. die geistige & handwerkliche Führung dieser Partei übernommen haben, drücke ich Tag um Tag den Demokraten die Daumen, sie mögen diese Wahl haushoch gewinnen.
Und noch ein Satz zu Reagan:
Der würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass ihn die Tea Party zu ihrem Schutzheiligen auserkoren hat.
aber irgendwo in der Bibel steht was vom geläuterten Sünder, also gibts Grün, auch wenn ich nicht verstehe, dass es eine Sarah Palin braucht um sich von den Reps abzuwenden, für mich waren Reagan und Bush sen. schon die reinste Katastrophe!
Ich stimme ihnen zu ... ich war auch ein Fan von Regan und Bush senior. Es waren halt andere Zeiten. Im Nachhinein würde ich sagen, dass auch die beiden schwere Fehler gemacht haben, aber damals war ich noch zu jung um es zu erkennen bzw. war die Sicht auf die volkswirtschaft noch eine andere.
Romney ist ein gemaessigter Konservativer, sonst waere er niemals Gouverneur von Massachusetts geworden. Er hat es geschafft, mit einem Kongress zusammenzuarbeiten, der mehrheitlich mit Demokraten besetzt war.
Er hat dort ja auch das Krankenversicherungsgesetz eingefuehrt, das schliesslich Vorbild von Obamacare wurde.
Selbst Kennedy musste Raumfahrt- und Ruestungsprogramme finanzieren, und dennoch ist die Staatsschuldenquote in seiner Amtszeit gesunken.
Reagan hatte zwar Amerika aus der Krise geholt, aber bei dem immensen "Deficit Spending" das er betrieben hat, relativiert das auch wieder seine Leistungen. In den weiter Jahrzehnten hat die Politik der Reaganomics (Bush II) dazu gefuehrt, dass die Schulden auf dem hohen Niveau verharrt sind.
http://the-wawg-blog.org/wp-conten... bt-GDP.gif
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