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Addis Abeba/Johannesburg - Der Betreiber der südafrikanischen Platinmine und einige der streikenden Bergarbeiter haben eine Friedenspflicht ausgehandelt, teilte das britisch-südafrikanische Unternehmen Lonmin am Donnerstag mit. Der Vertrag sieht unter anderem vor, dass die Mine wieder normal funktionieren muss, bevor Gehaltsverhandlungen aufgenommen werden. Allerdings wollen sich einige militante Bergarbeiter der Vereinbarung nicht anschließen. Die Produktion liegt wegen des Streiks seit Wochen still.
„Ziel des Deals ist es, dass in Marikana wieder Normalität einkehrt", sagte Lesiba Seshoka, ein Sprecher der nationalen Bergarbeitergewerkschaft NUM, der Nachrichtenagentur dpa. In der Mine waren im vergangenen Monat bei schweren Ausschreitungen insgesamt 44 Menschen ums Leben gekommen.
"Wir ermutigen die Bergleute dazu, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren", fügte Seshoka hinzu und betonte, Gewalt und Einschüchterungen in dem Bergwerk müssten endlich aufhören. Zahlreiche militante Kumpel, die eine drastische Lohnerhöhung fordern, drohten jedoch weiterhin, ihre Kollegen notfalls mit Gewalt von der Arbeit abzuhalten. „Wenn die Mine offen bleibt, wird es Blutvergießen geben", zitierten lokale Medien mehrere Bergarbeiter.
Lösungen finden
„Der Konzern verpflichtet sich weiterhin dazu, nachhaltige Lösungen für die Probleme in Marikana zu finden", sagte Finanzchef Simon Scott. „Lonmin wird hart dafür arbeiten, dass es eine schnelle und faire Lösung gibt und in der Region wieder Frieden und Stabilität herrschen." Lonmin fördert rund zehn Prozent des weltweiten Platinbedarfs. In Südafrika befinden sich etwa 80 Prozent der weltweit bekannten Reserven des Edelmetalls.
Zahlreiche Minen-Arbeiter waren am 10. August in einen wilden Streik getreten. In den folgenden Tagen kamen bei Ausschreitungen zehn Menschen ums Leben, darunter auch zwei Polizisten. Am 16. August eskalierte die Situation: Die Polizei eröffnete das Feuer auf eine mit illegalen Waffen ausgerüstete Menge. 34 Kumpel starben.
Die Zusammenstöße gelten als die schlimmste Gewaltwelle dieser Art seit dem Ende des Apartheid-Regimes 1994. Die Unruhen haben sich mittlerweile auch auf andere Minen ausgeweitet, darunter auch Goldbergwerke. Die Angestellten fordern dort ebenfalls höhere Löhne. (APA/dpa, 6.9.2012)
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In Südafrika ist der Konflikt zwischen streikenden Bergleuten einer Platin-Mine und der Polizei eskaliert. Nachdem 34 Kumpel im Kugelhagel der Polizei starben, steht das Land unter Schock.
war vor kurzen in der region limpopo, viele kohle-minen, kraftwerks-neubauten...gespannte stimmung überall...vor einem jahr hats ordentlich gekracht...medupi...autos und bürobebäude brannten...weißbrote rannten um ihr leben...die gewerkschaften sind sehr stark...die arbeiter leicht zu mobilisieren...kein wunder bei der dürftigen bezahlung
warum sollten gefeuerte arbeiter ihre kollegen angreifen? mir scheint eher, dass der staat und vor allem die unternehmen in südafrika ein schweres problem mit sozialem protest und ungehorsam haben. natürlich wollen staat und kapital den aufbau von solidarität unter den arbeitern verhindern, daher werden solche gerüchte gestreut, um nach der devise "teile und herrsche" die arbeiter zu spalten. und der standard übernimmt es unüberprüft von der APA. tage später werden dann die unabhängigen südafrikanischen medien herausfinden, dass eigentlich die polizei und/oder firmenpersonal die arbeiter angegriffen haben - aber ich wette, darüber wird der standard dann nichts mehr schreiben.
Die Nachrichten sind schwer zu verifizieren. Libcom berichtet, "that four striking miners have been shot by security guards using rubber bullets at the Aurora goldmine in South Africa. It is alleged that shots were fired to break up clashes between strikers and scabs." Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und Scabs scheint mir jetzt auch nicht so unwahrscheinlich zu sein...
Auch nicht unspannend: "The goldmine is said to be owned by the nephew of the President, Jacob Zuma, and also the grandson of Nelson Mandela. It is being reported that the miners have not been paid for two years." (letzteres berichten verschiedenste Quellen)
Mal schauen, ob http://zabalaza.net/ noch News dazu bringt...
das lohnzahlungen manchmal nicht oder nur sehr zögerlich erfolgen. ein paar mitarbeiter in meinen team auf einer power-station in der nördlichen region haben mir das bestätigt. das ist auch einer der gründe warum immer wieder streikdrohungen im raume stehen und auch teilweise durchgeführt werden..solange bis das die ausstehenden gehälter bezahlt sind
das lohnzahlungen manchmal nicht oder nur sehr zögerlich erfolgen. ein paar mitarbeiter in meinen team auf einer power-station in der nördlichen region haben mir das bestätigt. das ist auch einer der gründe warum immer wieder streikdrohungen im raume stehen und auch teilweise durchgeführt werden..solange bis das die ausstehenden gehälter bezahlt sind
so wie Sie von den ermordeten minenarbeiter in der platinmine (marikana) von letztem monat, sondern von den aktuellen ereignissen in der goldmine, um die es im artikel geht. erst lesen, dann vielleicht verstehen, und erst danach obergscheit posten, wenn möglich.
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