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Wien - In drei Tagen ist es zu spät: Am Mittwoch (5. September) endet an den Universitäten die neue Inskriptionsfrist für Studienanfänger in Bachelor- bzw. Diplomstudien. Während etwa an der Universität Wien, der Uni Graz und der Technischen Universität (TU) Graz die Vorjahresmarke an Anmeldungen fast schon erreicht wurde, sieht es an anderen Hochschulen noch schlechter aus. An der TU Wien bildeten sich zwar im Gegensatz zur Vorwoche lange Schlangen, mit rund 2.500 Anmeldungen liegt man jedoch noch weit unter dem Vorjahreswert von 5.500.
Die Universität Wien verzeichnete bis vergangenen Freitag (31. August) 11.500 Anfänger in Bachelor- bzw. Diplomstudien - im vergangenen Wintersemester waren es rund 12.300, hieß es auf APA-Anfrage. Im Schnitt würden pro Tag mehrere hundert Studierende zugelassen.
An der Universität Graz waren Montagmittag bereits rund 3.840 Personen inskribiert. Dazu kommen noch voraussichtlich rund 300 Psychologie- bzw. Sportwissenschafts-Studenten, die allerdings erst in den kommenden Tagen ihre Eignungsprüfungen ablegen und daher eine andere Anmeldefrist haben, hieß es auf APA-Anfrage. Damit werde die Vorjahres-Anfängerzahl von rund 4.300 Personen mit ziemlicher Sicherheit erreicht und vielleicht sogar übertroffen. An den Inskriptionsschaltern werde eine "hohe Frequenz" an Studenten verzeichnet, aber kein Stau.
Keine vergleichbaren Probleme wie an der Schwesteruni in Wien gibt es offenbar an der TU Graz. Dort wurden mit heutigem Datum bereits 1.550 Matrikelnummern vergeben - im Vorjahr waren es am Ende der Frist ca. 200 mehr.
An der Universität für Bodenkultur (Boku) wurden bis heute rund 70 Prozent des Anmeldestands des Vorjahres erreicht. Insgesamt würden noch rund 500 Studenten auf das Niveau des Vorjahres "fehlen". Diese sollten aber noch erreicht werden - die Studenten seien "generell immer am letzten Drücker dran".
Ähnlich wie an der Technischen Universität (TU) Wien sieht es zwei Tage vor Ende der Inskriptionsfrist an der Uni Linz aus. Dort gab es am Montag 1.326 neuzugelassene Studierende, hieß es auf APA-Anfrage. Zum Vergleich: Im Wintersemester 2011/12 verzeichnete die Universität rund 2.900 Neo-Studenten.
An der Uni Klagenfurt haben bisher 471 Studienanfänger vollständig inskribiert, bei weiteren 174 läuft das Verfahren noch. Dazu kommen noch jene rund 200 Studenten, die bei den Psychologie- und Kommunikationswissenschaftsaufnahmetests in den kommenden Tagen aufgenommen werden. Zu diesen rund 850 Personen rechnet die Uni Klagenfurt noch mit rund 100 Inskriptionen bis Mittwoch. Im Vorjahr gab es insgesamt 1.107 Neuzulassungen. Diese Zahl sollte laut Uni mit Zulassungen in der Nachfrist auch heuer wieder erreicht werden.
In klar definierten Härtefällen kann auch weiterhin in der Nachfrist (30. November) inskribiert werden. Die Ausnahmeregelung gilt etwa für Studenten, die bei einem Aufnahmeverfahren gescheitert sind, für Zivil- und Präsenzdiener, "Nachmaturanten", bei einem Scheitern in der Studieneingangsphase, bei einer Verhinderung aufgrund von Praktika, Berufstätigkeit oder Auslandsaufenthalten sowie aufgrund eines "unvorhergesehenen oder unabwendbaren Ereignisses".
Die Neuregelung soll den Unis mehr Planungssicherheit bringen, damit Lehrende und Hörsäle besser eingeteilt werden können. Bereits inskribierte Studenten, die ihr Studium fortsetzen oder etwa vom Bachelor- ins Masterstudium wechseln, haben dagegen noch bis Ende November Zeit. Für Unis und Fächer mit Aufnahmeprüfung gelten ebenfalls weiter eigene Fristen. (APA, 3.9.2012)
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