Galaxy Note 2: Samsungs Android-"Phablet" ausprobiert

Birgit Riegler aus Berlin
27. September 2012, 10:25
  • Samsung hat auf der IFA das Galaxy Note 2 vorgestellt.
    foto: derstandard.at/riegler

    Samsung hat auf der IFA das Galaxy Note 2 vorgestellt.

  • Die S-Pen-Funktion hat Samsung gegenüber dem ersten Note nochmals verbessert. Schreiben mit dem Stift funktioniert relativ natürlich, allerdings kommt es durch die leichte Verzögerung noch immer nicht an Stift und Papier heran.
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    Die S-Pen-Funktion hat Samsung gegenüber dem ersten Note nochmals verbessert. Schreiben mit dem Stift funktioniert relativ natürlich, allerdings kommt es durch die leichte Verzögerung noch immer nicht an Stift und Papier heran.

  •  Das neue Smartphone misst 151,1 x 80,5 x 9,4 mm bei 180 Gramm
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    Das neue Smartphone misst 151,1 x 80,5 x 9,4 mm bei 180 Gramm

  • Die Verarbeitung wirkt hochwertig.
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    Die Verarbeitung wirkt hochwertig.

Sehr gutes Display und schneller Prozessor im neuen Jelly-Bean-Smartphone

Wenige Tage nach dem Verkaufsstart des iPhone 5 von Apple bringt Samsung sein Galaxy Note II an den Start. Das Smartphone wird seit Mittwoch in manchen Ländern verkauft. Nachdem sich das erste Galaxy Note als Verkaufsschlager entpuppte, hat Samsung auf der IFA den Nachfolger präsentiert. Das Display des Galaxy Note 2 ist eine Spur größer ausgefallen, der Prozessor schneller geworden, der S-Pen zum Schreiben und Zeichnen am Display hat neue Funktionen erhalten. Der WebStandard konnte auf der IFA einen ersten Blick auf den Smartphone-Riesen werfen.

Display

Das Super-AMOLED-Display ist im Vergleich zum ersten Note von 5,3 auf 5,55 Zoll angewachsen. Die Auflösung wurde allerdings von 1.280 x 800 Pixel auf 1.280 x 720 eine Spur reduziert. Samsung setzt beim zweiten Note aber nicht mehr auf die Pentile-Technologie, sondern auf ein RGB-Display mit drei Farben pro Pixel (Rot, Grün, Blau). Pentiles verwenden nur zwei Subpixel. Dadurch ist die effektive Auflösung bei Pentile-Displays geringer. Das RGB-Display des Galaxy Note 2 bietet 100 Prozent HD-Auflösung. Subjektiv macht es einen sehr guten Eindruck, mit leuchtenden Farben und gutem Kontrast.

S-Pen

Wie bei allen Note-Modellen erweitert Samsung auch das Note 2 mit einem Stift, dem S-Pen. Nutzer können damit handschriftliche Notizen und Skizzen auf dem Smartphone festhalten und bestimmte Aufgaben mit auf das Display gezeichneten Gesten durchführen (siehe auch das eingebettete Hands-on-Video).

Vorschau

So kann man beispielsweise eine kleine Vorschau von Videos ansehen, indem man die Stiftspitze in geringem Abstand über dem Display hält. Auch von Mails und Kalendereinträgen können solche Vorschaufenster angezeigt werden. Allerdings kann diese Funktion rasch anfangen zu nerven, wenn die Vorschau auch dann immer geöffnet wird, wenn man es nicht will, bevor man mit dem Stift auf das Display tippt.

Überladen

Das Schreiben am Display funktioniert gut, Samsung hat die S-Pen-Sensibilität nochmals verbessert. Dennoch fühlt es sich aufgrund der leichten Verzögerung noch immer nicht wie Stift und Papier an. Die S-Pen-Features wirken insgesamt etwas unübersichtlich und teilweise wenig intuitiv. Um herauszufinden, welche Funktionen es gibt, ist wohl für viele User eine Konsultation des Handbuchs nötig.

Android mit TouchWiz

Dem Betriebssystem Android 4.1 Jelly Bean hat Samsung seine eigene Benutzeroberfläche TouchWiz aufgesetzt. Dazu gehören etwa die von anderen Samsung-Modellen bekannten Hubs, über die unter anderem Apps, Spiele und Musik zusammengefasst werden. Mit der AllShare-Funktion kann der Display-Inhalt per WLAN auf einem größeren Monitor angezeigt werden. 

Zukünftige Updates

Ob TouchWiz gefällt, ist Geschmackssache. Bisher gerieten die Hersteller durch ihre eigenen Interfaces in die Kritik, da sie wegen der tiefgehenden Anpassungen Android-Updates erst spät bis gar nicht zur Verfügung stellen konnten. Samsung scheint das Problem nun jedoch in den Griff bekommen zu haben. So soll für das Galaxy S3 in Kürze offiziell das Update auf Jelly Bean erfolgen, das erst im Juni vorgestellt wurde. Das lässt darauf hoffen, dass das Note 2 in Zukunft eine rasche Aktualisierung erhält, sobald die nächste Android-Version veröffentlicht wird.

Design

Die Größe des Geräts hat sich im Vergleich zum Vorgänger durch das größere Display und das neue Design leicht verändert. Misst das erste Modell 146, 85 x 82,95 x 9,65 mm bei 178 Gramm, sind es beim neuen Note 151,1 x 80,5 x 9,4 mm bei 180 Gramm. Mit einer Hand lässt sich auch das Note 2 wie sein Vorgänger nur schlecht bedienen. Dafür eignet sich das Display gut für Games, Videos und um darauf zu lesen. Die Verarbeitung wirkt solide und hochwertig.

Weitere Ausstattung

Das Smartphone besitzt einen 1,6 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 16, 32 oder 64 GB Speicher (erweiterbar durch MicroSD-Karten). Neben HSPA- werden auch LTE-Netze unterstützt. Zur Datenübertragung stehen Bluetooth 4.0, USB 2.0, WLAN a/b/g/n (2,4 GHz und 5 GHz) sowie NFC zur Verfügung. Ausgiebige Performance-Tests waren auf der Messe nicht möglich, das Gerät fühlt sich jedoch sehr schnell, die Bedienung flüssig an.


Hands-on-Video des Galaxy Note 2 auf der IFA

Die Hauptkamera bietet wie beim ersten Note 8 Megapixel mit Autofokus und LED-Blitz, die Frontkamera löst mit 1,9 Megapixel aus. Der Akku ist 3.100 mAh stark, welche Laufzeiten sich daraus ergeben, konnte im Kurztest nicht ausprobiert werden.

Fazit

Der Erfolg des ersten Note hat gezeigt, dass es einen Markt für Smartphones dieser Größe gibt. Samsung nennt die Kategorie in Anlehnung an den Formfaktor zwischen Phone und Tablet "Phablet". Das gute Display und ein schneller Prozessor lassen das Note 2 bei den aktuell besten High-End-Geräten in der obersten Liga mitspielen. Etwas Zurückhaltung würde dem Gerät in puncto Benutzerfreundlichkeit bei den S-Pen-Funktionen guttun. Das Galaxy Note 2 ist in den Farben Marble White und Titanium Grey erhältlich und kostet etwa 640 Euro. (Birgit Riegler, derStandard.at, 27.9.2012)

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Riesig

Meiner Meinunng nach ist die "Perfekte Mischung zwischen Smartphone und Tablet" wohl eher zu groß für ein Smartphone und zu klein für ein Tablet.

Ja die kleinen Asiaten …

haben auch mal gerne etwas großes in der Hand ;)

Menü aufrufen per Geste, wenn der Knopf gleich daneben ist. Purer Schwachsinn. Das Teil ist Gimmicky über beide Ohren.

ich habs am wochenende kurz getestet.

fazit: bis auf die sehr gute stifteingabe (kaum bis gar keine verzögerung bei skizzen oder notizen...) hat mich der plastikbomber nicht überzeugt. punkto haptik und menüstruktur ist das samsunghandy für mich (!!!) nicht erste wahl.

jetzt wart ich noch auf das neue flagschiff aus finnland. kann mir vorstellen, dass das 920er für viele apple-jünger eine willkommene gelegenheit ist, mal in einem anderen tümpel zu schwimmen, zumindest ist es eine überlegung wert wenn man nicht immer nur im eigenen saft schmoren möchte.

so wie ich - bis vor kurzem ein sehr zufriedener 3gs-besitzer (wer den wasserschaden hat, braucht für den spott nicht zu sorgen).

wer

braucht so ein riesending? das man mit einem stift bedienen kann (haha) und das ist nichtmal ausgereift...

samsung verbaut ja jeden scheiß in ihre sphones... hauptsache es hört sich nach was an. aber wenn ich dann mit diesem dings dasitz, den stift in der hand und es eh nicht funktioniert... da red ich doch lieber noch mit siri, obwohl die auf mundoat auch nicht so steht, während sich beim nachbar die displaybeleutung ausschaltet weil er mal kurz wegsieht und mir siri sagt dass ich ihr die geschichte mit dem sms nochmal erzählen soll... alles super sachen aber wenns mich nicht nützlich im alltag unterstützt, was soll ich dann damit? und was stellt sich samsung vor was ich mit diesem stift schreibe? sms? diplomarbeit? e-mails? kommentare?

es gibt nicht nur schreiber sondern auch zeichner auf dieser welt. für diejenigen kann (!!!) das note durchaus praktikabel sein.

sie gehören anscheinend nicht zu dieser zielgruppe. ist ja auch ok. ich würds mir aus anderen gründen nicht kaufen, der stift wäre aber für mich eindeutig ein plus.

herrlich wie wir alle verschieden sind. leider fehlts manchen an toleranz. 'was ich denke und brauche gilt für die allgemeinheit'... so etwas ähnliches erleben wir gerade in der innenpolitik.

versteifen sie sich nicht so darauf ob ich mit dem stift schreibe oder male :-)

auf was ich hinaus will, steht oben wohl zu sehr zwischen den zeilen, somit unsichtbar für sie, solang es nicht perfekt ausgereift ist, ist es der reinste schwachsinn... aber eine nette, zwar sehr langweilige, spielerei!

verstehen sie mich nicht falsch, ich freue mich für sie wenn sie schöne häuser mit bäumen und einen garten malen können, aber da schau ich dann doch lieber barbara salesch...

also ich zb. kenn das Galaxy Note der ersten Generation von einem Freund und das Gerät ist spitze. Ich selber war noch nie im Besitz eines Smartphones, aber dieses Ding, ist genau das, was ich grad noch brauchen würde.
Ich nutze ein simples kleines altes Handy zum telefonieren und smsn. Mehr kann das auch nicht. Und ich besitze einen alten Laptop, der schwer und plump ist, aber gute Leistung hat.
So, jetzt hätt ich aber gerne ein leichtes Gerät für unterwegs, damit ich mir nicht einen neuen Laptop kaufen muss, obwohl der alte noch immer seine Dienste leistet.
Da wär etwas in dieser Größe perfekt. Ein Tablet ist ja schon fast wieder ein Laptop. Und unterwegs will ich nur lesen, surfen usw.
Können Sie das nun besser verstehen?

es ist z.B. beim Internetsurfen VIEL angenehmer, mit einem Stift zu arbeiten, als mit den Fingern kleine links treffen zu müssen. Außerdem wird das Display nicht so verschmiert. Und außerdem ist es cool.

Bei aller Liebe für mein Note 1, mein nächstes Smartphone wird wieder ca. einen 4,5 Zoll Bildschirm haben und dazu kommt ein Tablet. Es ist einfach im Alltag eine Spur zu groß.

du meine güte....

1. Zeile, 7. Wort: iPhone. Da brauchst den Rest gleich gar nimmer lesen...

Jo, da neigt die Fr. Riegler leider dazu. Scheinbar fällt es ihr schwer privates und berufliches auseinander zu halten (nutzt ja das iPhone laut einem älteren Bericht).

tja

derstandard tests eben;-)

was bleibt?

im vergleich zum note1 (das ich mit großem vergnügen benutze): 0,25 inches mehr (hier matters size nicht) , vier statt zweikern, LTE (wann gibts das bei uns??), ein s-pen der nervt (der vom einser tut das nicht) und ein gefühlt-besseres display (das alte ist auch nicht übel). und 180 kröten mehr.
ich freu mich schon auf das note3!

Was offensichtlich noch in letzter Sekunde dazugekommen ist: Multiscreen - find ich sehr cool

http://www.youtube.com/watch?fea... OX3HYDwTCY

interessanterweise scheint das Note vor allem junge Frauen anzusprechen - habs bis jetzt auf jeden Fall vor allem / nur bei diesen gesehen ...

die haben die handtaschen dazu...

Also ich bin ein kein "junger" Mann, Besitzer des ersten Modells und auch das Zweite spricht mich sehr an. Sorry!

brauche Rat

Im Oktober werde ich mir ein neues Smartphone leisten und eigentlich war das Galaxy S3 oder One X geplant, außer es kommt kurzfristig ein neues Nexus - leider noch nicht in Sicht! Das Note 1 hat ein Kumpel und ich kann mit dieser Größe gut leben, also wird es jetzt wohl ein hübsches "kleines" Note 2 werden :)

Ich möchte ca. 64 GB Speicher haben und frage mich jetzt, ob es mehr Sinn macht die 16 GB Version zu kaufen + 64er SD oder doch die 64 GB Version? In Bezug sowohl auf anfallende Kosten und eventuellen Tücken bei der Nutzung mit einer eigenen SD. Was macht mehr Sinn?

Hab diesbezüglich leider absolut keine Erfahrung, da ich vom iphone 4 umsteige!

Bis jetzt sind die Nexus Modelle von Samsung immer gegen Ende des Jahres der Öffentlichkeit gezeigt worden letztes Mal war es am 18.10. Falls nicht wirklich schon dringend notwendig würd ich eventuell noch eher Richtung Ende des Jahres warten da sicher bis vor Weihnachten der erste kleinere Preisfall beim Note2 sein wird bzw. dann auch schon eventuell die Nexusreihe da ist/angekündigt wurde.

Hab inzwischen gesehen dass microSD Karten von diversen Marken pro 10 GB ungefähr 10 Euro kosten. Also für 64 waren die Preise so um 50 Euro herum. Beim Note 2 fallen beim 64er Modell ungefähr 200 Euro mehr an. Preislich macht dann schonmal die 16 GB Variante das Rennen.

Welche Nachteile hätte ich damit? Wird von der microSD langsamer geladen? Wird der Speicher vom Android OS genau so wie der interne verwaltet oder gibt's da irgendwelche Tücken?

Sie müssen darauf achten wieviel Speicher mit der SD Karte maximal ergänzt werden kann. Wenn es zu viel ist, dann wird das Gerät langsamer.
Als ich meine SD Karte das erste mal eingelegt habe hat er mich beim fotografieren gefragt ob ich die Fotos in Zukunft auf der Karte gespeichert haben möchte. Ansonsten gilt: bei Android kann man die meisten Sachen einstellen, die Apple beim iPhone aufzwingt.
Am besten Sie stellen ihre Fragen einem Verkäufer im Geschäft.

"Am besten Sie stellen ihre Fragen einem Verkäufer im Geschäft."

Ich mag Menschen mit Humor.

"joooo...äääh..."

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