An Bord der Raumstation muss Strom gespart werden

Am Mittwoch sollen die technischen Probleme bei einem Außeneinsatz behoben werden - erste Entlassung in Russland

Moskau - Nach einem missglückten Außeneinsatz muss die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS Strom sparen. Weil zwei Astronauten einen kaputten Stromverteiler nicht reparieren konnten, produzieren derzeit nur fünf der insgesamt acht Solarmodule Strom. Daher seien einige wissenschaftliche Instrumente und auch andere Systeme heruntergefahren worden, meldete die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf Raumfahrtkreise. Eine Gefahr für den Betrieb und die sechsköpfige Besatzung bestehe nicht.

Eine Gefahr für die Besatzung bestand zunächst nicht. An diesem Mittwoch sollen die US-Astronautin Sunita Williams und der Japaner Akihiko Hoshide bei einem erneuten Weltraumausstieg, der etwa sechseinhalb Stunden dauern soll, den Fehler beheben. Der Ausstieg wird auch diesmal von der US-Weltraumbehörde NASA als Live-Stream übertragen: Der Ausstieg ist für 13:15 Uhr MESZ geplant, NASA-TV beginnt bereits um 12 Uhr mit der Berichterstattung.

Erste Entlassung

Wegen zahlreicher Pannen entließ Kremlchef Wladimir Putin unterdessen Wladimir Nesterow, den Chef des Raketenherstellers Chrunitschew. Wie die Zeitung "Iswestija" am Montag berichtete, wackelt zudem der Stuhl des Chefs der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Wladimir Popowkin.

In den vergangenen Monaten hatte die Raumfahrtnation Russland wegen mehrerer Fehlstarts millionenteurer Satelliten schwere Rückschläge hinnehmen müssen. Am 16. Oktober soll erstmals seit dem Pannenstart vom 7. August eine Trägerrakete vom Typ Progress mit der Oberstufe Bris-M vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben und Satelliten ins All schießen. (APA/red, derStandard.at, 3.9.2012)


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NASA-TV

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12 Postings

Wladimir entlässt Wladimir und Wladimir

stimmt nicht!

Wladimir wird von Wladimir entlassen, nachdem Wladimir von Wladimir entlassen wurde. so schauts aus!

schickt's ihnen energiesparlampen...

aber bitte keinen dieselgenerator, die abluft wär ned so gesund für die astronauten...

ja, wenn eine Energisparlampe im Betrieb zu Bruch geht ist die ISS nur mehr Sondermüll

Quecksilberdampf ist geil!

Was denkst denn du, was für eine Art von Beleuchtung sie in der ISS haben? Glühbirnen?

Ich gehe davon aus, dass es zum Großteil Leuchtstoffröhren sind (ebenfalls "Quecksilberlampen").

Lüften im üblichen Sinn können sie dort zwar nicht, dafür wird die Luft permanent gefiltert.

Vermutlich wäre die Belastung im Fall einer zerbrochenen Röhre auch nicht viel anders als auf der Erde, d.h. sehr gering.

Ich denke, Astronauten, die pro Aufenthalt -zig Millisievert radioaktive Strahlung abbekommen, sehen die Risiken etwas realistischer als viele "Erdlinge".

ja, sind leuchtstoffröhren

wobei man schon eins bedenken muss: die meisten LSRs brechen weil sie beim wechsel runterfallen (bzw eigentlich, wenn sie unten ankommen)

da ist die ISS im vorteil

Stimmt :-)

Und im Falle, dass trotzdem eine zerbricht, ist das Hg möglicherweise das geringere Übel.
In der Luft schwebende Glassplitter sind auch nicht das wahre.

Aber ich gehe mal davon aus, dass es auch keine 0815-Leuchtstoffröhren aus dem Bauhaus sind.
Möglich wäre z.B. eine Silikonhülle als Splitterschutz oder spezielles Glas.

"An Bord der Raumstation muss Strom gespart werden"

eigentlich nicht nur dort.

die beiden astronauten

wurden gefeuert und mussten augenblicklich das betriebsgelände verlassen

nein, scottie hat ihnen einen einlauf verpasst

weil normal hätten sie energie von den waffen und den schilden auf die strukturelle integrität umleiten müssen und die hilfsenergie zuschalten sollen.

das betreffende bauteil wird natürlich überbrückt, indem man die energie über sekundäre leitungen schickt. schlimmstenfalls muss halt ein astronaut (möglichst in roter uniform, fähnrich und das erste mal in einer folge) in einer jeffriesröhre rumkrabbeln...

Wladimire unter sich..

Alle heißen Wladimir, bis auf die Sergejs, die heißen Dimitrij ... ;-)

(frei nach Otto)

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