Saab-Verkauf ist perfekt

Der Markenname des in Konkurs gegangenen schwedischen Autoherstellers bleibt erhalten, das erste Elektroauto soll 2014 auf den Markt kommen

Stockholm - Die Übernahme des in Konkurs gegangenen schwedischen Autoherstellers Saab durch das chinesisch-japanische Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) ist fix. Nevs will das erste Elektroauto auf Basis des Saab 9-3 im Saab-Werk Trollhättan produzieren und Anfang 2014 auf den Markt bringen, teilte das Unternehmen mit. Saab bleibt als Markenname erhalten, das aktuelle Logo wird nicht genutzt. Die Kosten für die Übernahme wurden nicht mitgeteilt.

Schwedens Wirtschaftsministerin Anni Lööf zeigte sich erfreut über die Einigung zwischen Nevs und den Konkursverwaltern. Neue Elektroautos auf Basis von Saab-Modellen zu entwickeln, sei innovativ und zukunftsorientiert, so Lööf.

Konkurs im Dezember

Der Nevs-Vorsitzende Kai Johan Jiang sieht in China einen zukunftsträchtigen Markt für Elektroautos. "Immer mehr Chinesen können sich Autos leisten, aber das weltweite Angebot an Öl würde nicht ausreichen, wenn jeder ein mit Benzin betriebenes Autos kaufen würde. Chinesische Kunden erwarten ein hochwertiges Elektrofahrzeug, das wir durch die Übernahme von Saab in Trollhättan bieten können."

Saab hatte im Dezember Konkurs angemeldet. Der Verkauf an den chinesischen Autobauer Youngman war am Widerstand des früheren Saab-Eigentümers General Motors (GM) gescheitert. Mitte Juni hatte dann Nevs den Zuschlag bekommen. Noch letzte Woche war in Frage gestellt worden, ob Nevs die nötigen Finanzmittel für die Übernahme hätte. (APA, 3.9.2012)

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