Studienplatzfinanzierung: 6.300 bis 29.500 Euro pro Studierendem

3. September 2012, 13:41

Medienbericht: Ministerium hält Bericht unter Verschluss - Einführung ab 2016 angedacht

Anstatt der globalen Leistungsvereinbarungen zwischen dem Wissenschaftsministerium und den heimischen Universitäten soll in Zukunft eine Studienplatzfinanzierung das Budget der Unis bestimmen. Dabei soll den Universitäten für jeden Studierenden ein gewisser Betrag überwiesen werden.

Der Plan, eine Studienplatzfinanzierung einzuführen, ist schon länger bekannt. Das diesbezügliche Modell ist seit Dezember fertig, wird aber unter Verschluss gehalten. Eine Arbeitsgruppe aus Ministeriumsbeamten und Uni-Rektoren erarbeitete den Bericht, aus dem die "Presse" nun zitiert. Für die Aufteilung der Finanzmittel sollen die Studierenden - soviel war bisher schon bekannt - in sieben Gruppen eingeteilt werden:

1. Buchwissenschaften (also Fächer wie Jus und Geisteswissenschaften)
2. betreuungsintensivere Sozial- und Geisteswissenschaften (zum Beispiel Fremdsprachen) sowie naturwissenschaftliche Fächer mit geringerem Betreuungsbedarf
3. betreuungsintensive naturwissenschaftliche Fächer
4. Human- und Zahnmedizin
5. Veterinärmedizin
6. Bildende und gestaltende Künste
7. Musikunis

Bis zu 29.500 Euro pro Studierenden

Je nach Betreuungsintensivität werden die Kosten in drei Phasen angepasst. In der ersten Phase soll es 3.800 bis 27.000 Euro pro Studienplatz und Jahr geben. In der zweiten Phase sollen 4.800 bis 27.500 Euro eingeplant werden. Im Vollausbau sollen die Unis zwischen 6.300 und 29.500 Euro erhalten. Dazwischen gibt es freilich große Unterschiede: Für Humanmediziner werden 24.000 Euro veranschlagt, für Studierende der Musik-Unis 28.500, für betreuungsintensive Sozial- und Geisteswissenschaften hingegen nur 8.800 Euro pro Studienplatz.

Das angestrebte Modell hat jedoch einen Haken: Für die erste Ausbaustufe rechnet das Ministerium mit 330 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. Für die Umsetzung sind im Vollausbau rund 1,2 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr notwendig. 

Vollausbau bis 2022

Das Ministeriumspapier geht darüber hinaus von Zugangsregeln aus, die mit den Unis ausgemacht werden sollen. Derzeit gibt es nicht genügend Kapazitäten, um die angestrebte Betreuungsrelation zu erreichen. Deswegen soll es den Unis auch möglich sein, Beschränkungen einzuführen.

Das Papier beinhaltet auch konkrete Betreuungsrelationen der einzelnen Unis. An den Medizinunis sollen auf einen Habilitierten 15 Studenten kommen, in den Naturwissenschaften 25 und den Technikfächern 35 Studierenden. In der überwiegenden Zahl der Studienrichtungen sollen auf einen Professor 40 Studierende kommen. Im Bereich der Musik und der darstellenden Kunst soll das Betreuungsverhältnis eins zu zehn betragen. Laut dem letzten Universitätsbericht kommen auf 122 Studierende ein Professor.

Das Modell soll ab 2016 zur Anwendung kommen und schrittweise in der Leistungsvereinbarungsperiode 2022 bis 2024 den Vollausbaustatus erreichen. Elemente der Studienplatzfinanzierung sollen auch in die Verhandlungen zur Leistungsvereinbarungsperiode 2013 bis 2015 einfließen, die im Herbst stattfinden. (red, derStandard.at, 3.9.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 77
1 2 3
mehr für musikstudenten

die man ja so dringend braucht

als für humanmediziner oder MINT fächer

gehirnakrobaten bei der arbeit.

Was spricht eigentlich dagegen, die künstlerischen Fächer in Privatuniversitäten auszulagern? Warum werden sie, im Gegensatz zu allen anderen Studien, nicht der Regulationskraft der freien Märkte übergeben? Ich finde das verantwortungslos. Warum soll ich aus meinen Steuern und Abgaben japanischen Töchtern das Klavierstudium mitfinanzieren, während meine Nachbarin, psychisch schwer erkrankt, keine temporäre Invaidität erhält, um sich vom letzten psychotischen Schub zu erholen und sich (psychisch) aufs AMS und ihre nunmehrige endgültige Arbeitslosigkeit vorzubereiten?

Die Entwicklung der UniKosten!

1) Die Kosten im Verhältnis zum BIP:
Auch wenn das BIP ein ungeeigneter Parameter ist, so sind die Kosten auch zu diesen geschönten Zahlen überproportional gestiegen

Unikosten in % des BIP
2000: 0,95%
2001: 0,97%
2002: 0,99%
2003: 0,95%
2004: 1,06%
2005: 1,09%
2006: 1,08%
2007: 1,11%
2008: 1,10%
2009: 1,19%
2010: 1,26%

2) Unikostensteigerungen im Vergleich zur Teuerungsrate:

Unikosten:
2000: 1.974 Mio. Euro
2010: 3.608 Mio. Euro = +82%

VPI:
2000- 2010:....+21,1%

Die Steigerungen der inländischen Studierenden kann nicht die Ursache sein:
2000/01:...197.271
2010/11:...205.972 = +4,4%

3) Gestiegene Kosten der Unis in Relation zu den Realeinkommen der Menschen in Österreich müssen massiv sein.

Quelle ?

Könnten Sie vielleicht auch eine Quelle für Ihre Zahlen posten ... in Forschung un Lehre kommt jedenfalls viel weniger Geld an als noch vor einigen Jahren ...
... sollten die Zahlen tatsächlich stimmen, liegts vielleicht an dem in den letzten Jahren (durch das UOG 2002 ???) in unvorstellbarem Maße gestiegenen bürokratischen Aufwand. Bei uns ist mittlerweile jedenfalls aus dem Globalbudget mehr nicht-wissenschaftliches als wissenschaftliches Personal beschäftigt (teilweise wohl auch durch mehr Drittmittel bedingt).

Die Datenquellen!

Es wurden Daten der Statistik Austria verarbeitet.

Bildungsausgaben:
http://www.statistik.at/web_de/st... 30823.xlsx

Studierende:
http://www.statistik.at/web_de/st... 21631.xlsx

Preise VPI:
http://www.statistik.at/web_de/st... 22807.xlsx

Zu den Einkommen der Österreicher scheint auch die UBS Studie gut geeignet zu sein:
http://derstandard.at/134516458... esterreich

Eine Überprüfung mit den Daten der Statistik Austria, wöchentlicher Warenkorb, passt dazu!

Haben Sie die Auslagerung der Gebäude an die BIG mit vorher nicht existenten Mietzahlungen berücksichtigt?

Haben Sie die Dienstgeberanteile für die neuen Angestellten statt den früheren Beamten berücksichtigt?

Haben Sie die Steigerung der Studierendenzahlen berücksichtigt?

Wirklich unerklärlich das ganze.

Diese Punkte sind keine brauchbare Erklärung!

1) Mietkosten
Kostenänderungen 2000-2010 nach Posten:
Gesamtkosten:..+82%
Sachaufwand:...+55%
Personalkosten:.+80%
Der Sachaufwand ist einer der Kostenposten, welche am Geringsten gestiegen sind, also kostendämpfend gewirkt hat.

2) Studierendenzahlen:
Die Steigerungen der inländischen Studierenden kann auch nicht die Ursache sein!
2000/01:...197.271
2010/11:...205.972 = +4,4%

Gegen die Steigerungen bei den Gaststudierenden hätten sich Politiker und Rektoren, wenn diese der Verantwortung den Österreichern gegenüber auch nachgekommen wären, wehren müssen. So wurde es nur zu einem Totalversagen gegenüber der eigenen Bevölkerung.

3) Dienstgeberbeträge
900 Mio. Euro pro Jahr?

Es lebe die Statistik

Man kaus der kann man sich die Zahlen so herauspicken, wie sie einem am besten ins Konzept passen ...
http://oesterreich.orf.at/stories/2503408/

Nehmen wir zB den Anstieg der (wenn sie unbedingt wollen inländischen) Studierendenzahlen von 2001/2002 bis 2010/2011, so ergibt sich ein Plus von ca 30 % .... entspricht also in etwa dem von Ihnen kolportierten Anstieg der Unikosten am BIP ... dann nehmen wir noch die explodierten "Bürokratiekosten" der vergangenen Jahre (Angleichung an Privatwirtschaft ;-) )... und schon ist es gar nicht mehr verwunderlich, wieso unterm Strich weniger Geld für Forschung und Lehre verfügbar ist ...

Die 30% erklären es doch auch nur teilweise, die Bürkratiekosten sind doch selber gemacht!

Die Kosten für die Unis sind doch dem VPI in nur 10 Jahren um mehr als 60% davongelaufen. Auch wenn man das Versagen gegenüber den Österreichischen Bürgern mit dem heftigen Anstieg an Gaststudierenden toleriert, dann bleiben immer noch 30% an Kostenstieg, welche nicht erklärt werden.

Die Verantwortlichen an den Unis sollten sich doch um die Studierenden kümmern und nicht um Bürokratie. Wenn dieses Phänomen um sich gegriffen hat, dann sind doch auch nur ein Versagen der Verantwortlichen und hat mit den Bürgern Österreichs nur soweit zu tun als diese unbrauchbaren "Leistungen" bezahlen müssen.

Ausreden gibt es viele, Arbeit und Leistungen für Österreich aber kaum mehr. Wie bei der ÖBB, dem ORF, der OeNB, der Justiz, u.v.m.

das glaube ich eben nicht ...

Mir scheint der Anstieg der Bürokratie primär eine Folge der Vollrechtsfähigkeit und des Zwanges "ähnlich zu Arbeiten wie in der Privatwirtschaft" ohne damit Erfahrung zu haben ... wenn Sie es noch teurer wollen, können Sie die Unis ja auch noch "ISO zertifizieren". Es stellt sich auch die Frage, was das Herauslösen der MedUnis gekostet hat, die ja im Prinzip die ganze Verwaltung von Scratch nochmal aufbauen müssen ...

"glauben"... "scheint"....

Und wo bleiben die Argumente?

Argumente ?

Sie meinen wohl: Wo bleiben die Fakten ? (denn Argumente sind da, nur sind die vermutungs- und nicht faktenbasiert) ... da mir die Fakten fehlen (die wahrscheinlich niemand wirklich kennt), wäre ein Posting, das den Eindruck erweckt, auf Fakten zu basieren, unseriös.

Verwaltungskosten wie in der Privatwirtschaft?

Ich habe selber ein Unternehmen, welches auch eine triefe Wertschöpfung hat, weil es ein produzierendes Unternehmen ist und auch fast alles intern erledigt. Also auch Verwaltung, Verkauf, Controlling, Marketing, etc. Die gesamten Verwaltungskosten liegen, inkl. Buchhaltung, Personalverrechnung, weit unter 10% der Wertschöpfung!

Für die Unis könnte man als Wertschöpfung fast die gesamten Kosten ansetzen. Die Verwaltungskosten könnten also bei max. 360 Mio. Euro pro Jahr liegen. Ein Teil davon müsste auch im Ministerium sein, welches ja weitere 1.592 Mio. Euro (gesamtes Bildungssystem) verschlang.

Für mich sind die Verwaltungskosten auch keine brauchbare Erklärung. Es läuft wahrscheinlich Vieles falsch.

Ich glaube nicht, dass man eine Uni mit einem Privatunternehmen sinnvoll vergleichen kann. Bsp. Personal: Ich glaube nicht, dass Sie in Ihrem Unternehmen einen Mix aus Beamten, freien Dienstverträgen, Drittmittelfinanzierten, emeritierten Professoren etc. haben.
Da gibts ziemlich viel ziemlich mühsame Konstrukte, die entsprechend Zeit, Arbeit und damit Personal und Kosten brauchen.
Für normale Unternehmen gibt es Standardsoftware zur Verwaltung, die für 90% des Marktes ausreichen, Unis benötigen Spezialsoftware in vielen Dingen. Selbst die Unis untereinander sind in den seltensten Fällen kompatibel, eine Kunstuni ist mit einer technischen in den Abläufen (vom Studienplan bis zum Unterricht) fast nicht vergleichbar.

Weniger Arbeit in der Realwirtschaft?!

Ist es nicht doch so, dass ein Vielzahl verschiedener Aufgaben und damit sehr verschiedenen Personal braucht? Am Ende ist es eher so, dass jeder Mitarbeiter seinen eigenen Dienstvertrag hat. Im öff. Bereich ist doch mit dem Dienstrecht alles gesetzlich geregelt und muss daher viel einfacher in der Handhabung sein!

Ob die Unis untereinander kompatibel sind, das spielt doch wohl kleine Rolle bei den Gesamtkosten obwohl es besser gestaltet hätte werden können.

Wenn Sie die Abläufe einer Uni, welche weitgehend auf gesetzlichen Grundlagen und Plänen basieren, als schwieriger als in der Realwirtschaft, wo sich die Abläufe täglich ändern können, bezeichnen, dann haben Sie vermutlich Ihr ganzes Leben im geschützten Bereich verbracht.

Verwaltung

Es könnte Vieles effizienter laufen, das steht außer zweifel ... nur ein Vergleich der Prozentsätze über Branchen und Firmengrößen hinweg macht doch gar keinen Sinn ...

... Faktum ist: In meinem Umfeld (im MINT Bereich angesiedelt) nimmt das aus Universitätsmitteln finanzierte wissenschaftliche Personal in absoluten Zahlen ab und es werden immer mehr erfahrene (= teure) MitarbeiterInnen nach ihrer Pensionierung durch befristete (= ca. halb so teuer, denn die werden alle 6 Jahre gefeuert) MitarbeiterInnen ersetzt. Von den jährlichen Gehaltserhöhungen abgesehen (die in den vergangenen Jahren im öffentlichen Bereich immer deutlich unter den meisten anderen Branchen lagen) müssen die Kosten für das wiss. Personal also sinken !

Klar bezahlen auch die jungen öff. Bediensten einen hohen Preis für die vermeintlichen Rechte der Pragmatisierten!

Unsere Gesellschaft basiert doch nur noch auf Umverteilung. Bei genauerer Betrachtung ist es eine Umverteilung von Privat zum Staat und auch, ganz exzessiv, von Jung zu Alt.

Den Unternehmen, bestehend aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wird doch schon bis über deren Wertschöpfung mit den Zwangsabgaben abgenommen.

Die Umverteilung von Jung zu Alt zeigt die Statistik Austria auch ganz deutlich:

Unselbstständig Erwerbstätige:
20-29 Jahre: 18.388.-
30-39 Jahre: 27.671.-
40-49 Jahre: 33.599.-
50-59 Jahre: 38.410.-

Vertragsbedienstete:
20-29 Jahre: 21.627.-
30-39 Jahre: 28.759.-
40-49 Jahre: 33.414.-
50-59 Jahre: 35.818.-

Beamte:
20-29 Jahre: 33.641.-
30-39 Jahre: 39.397.-
40-49 Jahre: 47.001.-
50-59 Jahre: 57.617.-

mehr privat als Staat !

funktionier zB in den USA wunderbar (habe dort einige Jahre gelebt):
* die Infrastrukur steht vor dem Zusammenbruch (teilweise wurde zB in die Kanalsiation von Großstädten seit fast 100 Jahren kein Geld mehr investiert)
* große Teile insbesondere der südlichen Großstädte bestehen aus (nach unserer Diktion) Slums
* ein signifikanter Teil der Bevölkerung hat keine Krankenversicherung
* nur Kinder aus privilegierten Schichten können Schulen besuchen, die Ihnen den Weg auf Universitäten erst ermöglichen ... die können sich dann aber noch weniger Leute leisten
ABER:
* ich habe tatsächlich deutlich weniger Steuern bezahlt als in AT
* im Viertel in dem ich Wohnte waren die kleinen Wagen 5er BMW und E-Klasse Mercedes

Jetzt kann ich Ihnen nicht mehr folgen!

Ich habe in meinem Kommentar dargestellt, dass es in Ö eine kranke Umverteilung von Privat zum Staat und von Jung zu Alt gibt. Einen Vergleich mit anderen Ländern haben ich nicht gemacht.

Ich sehe Ihre Erfahrungen in den USA in keinem Zusammenhang von der kranken Umverteilung in Österreich, welche ich auch als menschenrechtswidrig einstufe.

Können Sie vielleicht zum Thema zurückkehren?

* der Prof. mit dem ich arbeite verdiente ca. 300.000 $ im Jahr (und das an einer staatlichen Universität, weshalb auch die Gehälter veröffentlicht wurden).
* auch ich könnte wohl an einer US Uni sehr viel mehr verdienen als in AT

.... wenn ich nun die verschiedenen Argumente abwäge .... dann bleibe ich hier !!!

Fortsetzung

im Vergleich zu den Personalkosten sind Investitionen in Geräte usw. marginal ... im niedrigen einstelligen Prozentbereich (Kollaps der Infrastruktur in ein paar Jahren) ...
.... wenn die Universitäten also mehr Geld bekommen, dann muss das irgendwo anders landen ... nämlich in der "Verwaltung" (was auch immer das nun genau heissen mag) ... ich denke, dass das genau so ist, wie von zauberlehrling85 abgedeutet: die Unis müssen als Folge der Vollrechtsfähigkeit sehr viel mehr Aufgaben erfüllen - die Mehrkosten wurden teilweise abgegolten (was die Budgetdaten der ÖStet erklärt) ... aber nur teilweise, weshalb bei Forschung und Lehre unterm Strich deutlich weniger ankommt ...

und das sind nicht nur Tätigkeiten, die vorher das Ministerium erfüllt hat,sondern vielfach auch Dinge, die vorher offensichtlich nicht nötig waren. Wie zB der exzessive Inventarisierungswahn, der an unserem Institut gewisse MitarbeiterInnen mehrere Arbeitstage/Jahr kostet ...

wir nähern uns einem interessanten Punkt. vor dem UG2002 hat das Ministerium viele Dinge erledigt, die die Unis jetzt selbst machen müssen.

Die Verwaltungsaufgaben und -ausgaben sind entsprechend gestiegen. Das Ministerium, das nicht sehr viel mehr macht als die Gelder zu verteilen und sich neue Gesetze ausdenkt, die eine Halbwertszeit von zwei Jahren haben (STEP, STEOP, verpflichtende Voranmeldung, vorgezogene Inskriptionsfrist, verpflichtende Beratung, ...) hat aber immer noch einen riesigen Beamtenapparat.

von 0.95 auf 1,26 ist jetzt nicht die Welt.

Vor allem aber lässt sich die Situation von 2000 nicht mit heute vergleichen.

2002 kam ein neues Unigesetz, dass die Unis in die viel gelobte Pseudoautonomie entlassen hat.

Zumal es interessant wäre, ob die FHs in diese Aufzählung auch dabei sind (wovon ich ausgehe), dann sind die Vergleiche sowieso sinnlos. (Mehere einzelne Verwaltungseinheiten kosten auch mehr Geld)

Wichtiger ist der Vergleich mit anderen Ländern. Und wenn sogar die superneoliberale OECD Bildungsausgaben im tertiären Bereich von 2% BIP Minimum ausgibt, dann wird das ganze Versagen erst so richtig deutlich.

Bemerkungen dazu!

0,31% vom BIP sind sehr wohl erheblich, weil es um satte 930 Mio. geht. Jedes Jahr aufs Neue, immer wieder und immer wieder. Bezahlt durch Zwangsabgaben der Menschen der Realwirtschaft, welche immer mehr in die Armutsgefährdung abrutschen. In Ö gelten offiziell auch schon mehr als 1 Mio. Menschen als Armutsgefährdet!
Ein Erfolg einer kranken Umverteilung!

Die Fachhochschulen sind bei den genannten Zahlen nicht dabei. Sie auch:
http://www.statistik.at/web_de/st... 30823.xlsx

Wahrscheinlich haben die Ö Unis auch weniger ein Kostenproblem als vielmehr ein Leistungsproblem. Da wird nur noch Verwirtschaftet!

Posting 1 bis 25 von 77
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.