Des Schülers kleine Helfer: Psychopharmaka

Martin Schriebl-Rümmele, 3. September 2012, 10:41
  • Bei schweren Schulproblemen wird häufig chemisch Abhilfe geschaffen.
    foto: apa/rohrhofer

    Bei schweren Schulproblemen wird häufig chemisch Abhilfe geschaffen.

Dass bei Kindern mit schulischen Problemen schnell die Rede von ADHS ist und Psychopharmaka verschrieben werden, stößt zunehmend auf Kritik

Die Nachricht ging durch die Medien: Noch bis Ende dieser Woche läuft in Oberösterreich ein Prozess gegen einen Arzt, der angeklagt ist, 67 Patienten suchtgifthaltige beziehungsweise psychotrope Medikamente verschrieben zu haben. "Ohne plausiblen Grund", meint die Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte muss sich daher wegen Drogenhandels, schwerer Körperverletzung und schweren Betruges verantworten. Bei den problematischen Medikamenten handelt es sich vorwiegend um die Suchtgifte Substitol (wird in der Drogensubstitution verwendet) und Ritalin (wirkt beim Erwachsenen wie Amphetamin und aufputschend).

Häufiger verschrieben als Antibiotika

Letzteres wird in Österreich immer öfter verordnet. Der Wirkstoff Methylphenidat ist eine chemische Substanz, die wie Amphetamine oder Kokain wirkt. Allein in Wien hat sich die Zahl der Verordnungen seit 2003 laut Gebietskrankenkasse auf nahezu 7800 verdreifacht - vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen. Die Bundeshauptstadt liegt damit international im Trend: Im Jahr 1993 haben deutsche Ärzte noch 34 Kilogramm Methylphenidat verschrieben, 2011 waren es 1,8 Tonnen. In den USA ist es bereits das am häufigsten verabreichte Medikament bei Kindern noch vor Antibiotika. Der Grund: Die Produkte werden Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verschrieben. Und die scheint zuzunehmen.

Korrektur des Dopamin-Spiegels

Die wissenschaftliche Erklärung ist, dass die Kinder darunter leiden, dass ihre Gehirnzellen schlecht kommunizieren. Was sie sehen, hören oder lesen, alle äußeren Reize werden nicht normal gefiltert, gewichtet und verarbeitet. Zuständig dafür wäre der Botenstoff Dopamin, er steuert das Lernvermögen, die Aufmerksamkeit und das Schlafbedürfnis.

Ritalin (Hersteller Novartis) und andere Produkte wie Concerta (Janssen), Medikinet (Medice) und Strattera (Eli Lilly) korrigieren diesen Dopamin-Spiegel bei ADHS-Kindern: Es macht Trödler aktiver, Träumer konzentrierter und Zappler ruhiger. Eine Art Wunderpille für besorgte oder stressgeplagte Eltern und Lehrer.

Im Schnellverfahren

Gar nicht begeistert ist Reinhold Kerbl, Primar der Abteilung für Kinder- und Jugendliche am LKH Leoben/Eisenerz und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ): "ADHS wird heute oft viel zu schnell diagnostiziert und schnell medikamentös behandelt. Ich bin überzeugt, dass ich als Jugendlicher unter heutigen Voraussetzungen auch Ritalin bekommen hätte", erzählt er am Rande der Alpbacher Gesundheitsgespräche.

Ihm sei in der Schule einfach oft langweilig gewesen, und deswegen war er entsprechend unruhig, meint er. Andere würden vielleicht sagen: hochintelligent und chronisch unaufmerksam. Oder schlicht unterfordert. Krebls Rezept: "Ein geschickter Pädagoge weiß damit umzugehen und etwas mit der Energie solcher Kinder anzufangen. Vielleicht mit Zusatzaufgaben oder neuen Herausforderungen." Es sei aber oft einfacher, Tabletten zu verordnen, damit die Jugendlichen Ruhe geben.

Problem im System

Ganz verteufeln will Kerbl die Produkte auch nicht, helfen sie doch bei scheinbar lernschwachen Kindern, Schulerfolge zu verbessern, weil die Konzentrationsfähigkeit erhöht wird. Das habe aber eine Kehrseite - jene des wachsenden Leistungsdrucks in der heutigen Gesellschaft. "Dieser Leistungsdruck ist für viele Kinder nicht förderlich", sagt der Kinderarzt. Er beobachte oft, dass Eltern von ihren Kindern mehr verlangen würden, als möglich sei. "Viele erkennen einfach die Kapazitätsgrenze der Kinder nicht." Das Problem im System: Verschreibt ein Arzt nicht das gewünschte Ritalin, wird ein anderer gesucht.

Dabei gibt es nicht nur Kritik an der Menge der Verordnungen: Methylphenidat findet auch Anwendung bei der Narkolepsie und zur Steigerung der Wirksamkeit von Antidepressiva bei therapieresistenten Depressionen. Die Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt bei der Behandlung von ADHS Methylphenidat, obwohl ihr Ausschuss für Humanarzneimittel herausgefunden hat, dass die Substanz auch "schwerwiegende psychiatrische Störungen" verursachen kann. Am häufigsten meldeten Ärzte und Patienten: Verhaltensauffälligkeiten, Wut, Aggression, Agitation, Tick, Reizbarkeit, Angststörung, Weinen, Depression, Schlaflosigkeit, Nervosität, psychotische Störung, Stimmungsschwankungen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Halluzinationen, Lethargie, Paranoia und Suizidverhalten.

Übeltäter: einseitige Ernährung

Für den Ernährungsspezialisten, Pharmazeuten und Chef des Instituts für Nährstofftherapie Lungau, Norbert Fuchs, sind hyperaktive Kinder mit Lern- und Konzentrationsstörungen weder schlimm noch faul, sondern leiden an Nährstoffmangel. "Schuld trägt das einseitige Ess- und Trinkverhalten. Snacks und Burger aus Weißmehlprodukten, ergänzt durch Pommes frites und allzu süße Naschereien, hinuntergespült mit zuckerhaltigen Limonaden - ein idealer Mix, der auf Dauer den im Kindesalter nicht allzu üppig vorhandenen Reserven an Mikronährstoffen zusetzt", analysiert er. Dadurch gerate der Energiestoffwechsel ebenso durcheinander wie das Zusammenspiel der Nervenbotenstoffe.

Kinder würden nicht nur für das körperliche Wachstum, sondern auch für die Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit sowie zum Aufbau eines starken Immunsystems eine möglichst ausgewogene Ernährung benötigen, die dem Organismus die lebenswichtigen Nährstoffe liefert. Fuchs: "Es sollten häufig Obst, Gemüse und Salate auf dem Speiseplan stehen, ergänzt durch Vollkornprodukte und hochwertige Pflanzenöle."

Immer öfter verordnen Ärzte neben Nährstofftherapien auch Omega-3-Produkte. "Viele Eltern fragen auch danach", sagt Kerbl. "Gerade bei schlechten Schulerfolgen." Er sehe selbst wenig positive Wirkungen, bestätigt aber, dass es positive Studien gibt. Der Vorteil, den der Kinderarzt in jedem Fall sieht: "Es schadet nicht." (Martin Schriebl-Rümmele, STANDARD, 3.9.2012)

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Hätte ich als Kind diese Mittel bekommen, hätte ich die Schule mit besserem Erfolg abgeschlossen. Möglicherweise würde mein Gehirn aber dann nicht so wie jetzt, 30 Gedankengänge gleichzeitig verfolgen ohne sich auf das wichtigste zu konzentrieren.

wundert mich nicht.. viele werfen lieber eine pille ein bevor sie mal schauen was der eigentliche grund ist.. wie so meistens liegt er in der ernährung wenn ich mein kind mit zucker mäste brauch ich mich nicht wundern wenn es hypernervös und unaufmerksam wird.. letzten in der ubahn: kind im kinderwagen mit red bull und leberkässemmerl.. mahlzeit!

ahds die 2

mit ritainl und und stratera im bereich eines spitzenschülers sodass sie auch eine sichere zukunft haben werden im berufsleben. stressfaktor inder famile gleich null . nur mit einerernährungsumstellung dürfte der grosse heute 16 keinehöhereschule besuchen können ..nur weil man merkt das es geld koste sind schon wieder andere faktoren schuld (mag sein).am besten sind diese in der familie zu suchen..... kostet am wenigsten

adhs mal3

das diese störung von irgendwo her kommen muss ist klar. das es auch studien gibt wo man versucht adhs auf die eltern ernährung herunterzudiagnostizieren ist klar . kostet den krankenkassen und mengen geld und bringt der pharma geld. selbst 3 kinder mit diagnostizierten adhs zu hause mit 50 % behinderung.das adhs zu schnell diagnostiziert wird kann ich nicht behaupten hat 2 jahregedauert bis es anerkannt wurde. ich kann nur aus erfahrung sagen das die ernaährungsumstellung nichtoder nur wenig geholfen hat . die hyperaktiven spitzen sind dann nicht so extrem stimmt wohl .vor ritalin waren die die schulischen leistungen trotzt hoher inteegenz (127/144/143 IQ)mehrmals getestet im bereich einesmittelmässigen bis schlechte schlechten schülers

lnachdem ich mir ihre 2 postings durchgelesen habe, habe ich bei mir selbst auch ADHS diagnostiziert!

glück gehabt des noch erkannt zu haben die meisten merken es net.

die geschickten Pädagogen...

abgesehen von allen Punkten die bereits diskutiert wurden...
Kinder genießen oft im Elternhaus eine dermaßen hohe Aufmerksamkeit, dass sie im Schulbetrieb nur schwer mit einer kollektiven Betreuung klar kommen. (Bei einer Klassengröße von >30 wird der/die geschickte Pädagoge/Pädagogin vielleicht an seine/ihre Grenzen stoßen).
Das Problem ist hausgemacht, aber man muss es auch sehen wollen, dass Schule nicht mehr wie vor 50 Jahren funktioniert. Wieso soll man heute noch Lehrer werden (abgesehen von denen, die es als Berufung sehen)?

"ADHS ist eine fabrizierte Erkrankung" .. sagte der Erfinder derselben

Lesehinweis:
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=690

P.S.:...und "burn-out" ist imo die nächste solche.

Das ist Blech

Das ist der der Unsinn des sogenannten "Journalisten" Jörg Blech vom Spiegel, dem Leon Eisenberg angeblich ein paar Monate vor seinem Tod verraten hat, dass ADHS seine Erfindung gewesen sei, er aber nicht mehr daran glaube. Gehört hat das außer Blech keiner. Das ist komisch, den renommierte Wissenschaftler kündigen Meinungswechsel meist an.

Eisenberg war tatsächlich anerkannter Autismus-Experte und als solcher ein Mitglied der DSM-Komission (eines von vielen). Er hat viele Arbeiten zu Autismus veröffentlich aber kaum etwas zu ADHS.

Dennoch hat der Biologe Blech das Märchen verbreitet, Eisenberg sei der Erfinder von ADHS. Klar, ein Journalist verkauf durch Zuspitzung sein Zeug. Auch wenn gelogen ist und Betroffenen schadet - egal.

waren das noch zeiten als wir zugedröhnt und voll auf sanostol in der volkschule saßen

und nicht zu vergessen die "zahnzuckerln" ;-)

In meinem Bekanntenkreis...

...gibt es mittlerweile 3 Personen denen Ritalin verschrieben wurde. Alle 3 haben das Medikament nach ihrem ERSTEN Besuch beim Psychiater erhalten.

Nachdem ich das jetzt seit ein paar Monaten beobachte, kommt mir vor, dass sich ihr Zustand eher verschlechtert als verbessert. Sie sind fahriger/nervöser als davor, schmeißen die Nerven schon beim kleinsten Problem weg und reden ziemlich viel wirres Zeug. Außerdem verbinden sie Leistungsfähigkeit nur mehr mit der Substanz. Ohne ritalin geht gar nix, denn sie haben ja ADHS.

Alle sind um die 30 - kann also zum thema Kinder wenig sagen. So wie das Zeug bei Erwachsenen wirkt, will ich gar nicht wissen was man bei Kindern damit anrichtet. Warum nicht gleich eine Nase Kokain zum Frühstück?

Waren die beim gleichen Psychiater?

Dann: Kurpfuscher. Arzt wechseln.

Mein Tipp: Alle überdosiert, das klingt danach (so viel zum Thema "ruhigstellen"). Erwachsene brauchen viel kleiner Dosen als Kinder. Weniger als die Hälfte.

So geht es:

http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?... .3163.3169

Aber was die Story zeigt: es braucht Ausbildung und Aufklärung, nicht Stigmatisierung und dummes Gerede.

Nein.

3 Ärzte, ein Ansatz.

Die Dosierung wurde (zumindest in einem Fall) mehrere Male angepasst. Ist auch etwas besser geworden...

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich will niemandem seine/ihre Krankheit absprechen oder verharmlosen und schon gar nicht jemanden aufgrund einer Krankheit "abstempeln".

Ich denke nur, dass systematisches "Zudröhnen" von "anders" funktionierenden Menschen – vor allem Kindern – nicht die Lösung sein kann... das Wort ADHS fällt zur Zeit schneller als man schauen kann, sobald mal was nicht "stimmt".

Dummes Gerede ist sicher nicht förderlich, aber ein bisschen mehr miteinander reden würde nicht schaden...

Schön wäre es "miteinander"

Leider sind diese Diskussionsforen nicht förderlich.

Ich weiss nicht wie das in Österreich ist, aus Deutschland weiss ich, dass die meisten Ärzte deutlich verantwortungsvoller mit ADHS und Methylphenidat umgehen als es der Stammtisch wahrhaben will. Ich gehe mal davon aus dass es auf der Donauseite Europas ähnlich ist. Klar, schwarze Schafe gibt es ... aber die sind wirklich sehr selten. Seltener als Scharlatane und Wunderheiler die vermutlich noch mehr Schaden anrichten.

Hier wird wie meist das Kind mit dem Bad ausgeschüttet, absolut sachkenntnisfrei behauptet ADHS gäbe es nicht, Ritalin stelle ruhig, alles Gift, eine Watschen oder Diät langen (je nach Weltanschauung), Eltern sind Schuld ... diese Blödheit kotzt mich inzwischen an.

Wie bei jedem Medikament gibt es auch hier Missbrauch! (siehe Schmerzmittelabusus im Hobysport!)

Es gibt sicher Ärzte die das schnell verschreiben und Eltern die so lange Ärzte wechseln bis ihr Kind Ritalin bekommt. Andererseits darf auch nicht vergessen werden, dass es wirklich einige Patienten gibt, die darauf ernsthaft angewiesen sind! Das zu unterscheiden ist ein Problem. Steigende Verschreibungen sind allerdings nicht alleine aussagekräftig. Jedes Medikament wird nach seiner Entwicklung eine Steigerung aufweisen wenn es wirkt...

Psychopharma werden immer einen schlechten Beigeschmack haben und sollten vorsichtig verwendet werden. Aber bashing ist auch nicht die Lösung :)

Kleine Helfer

Früher gab's halt noch das Rohrstaberl für den Zappelphilipp, heute wird er per Droge ruhiggestellt. Die Frage drängt sich auf: Was ist g'scheiter?
Beides schlecht, wissma eh. Bringt einen aber nicht weiter. Dafür müsste man schon Ursachenforschung betreiben und die Probleme im (wenn überhaupt existierenden) Elternhaus durchleuchten. Da das aber eine äussert unangenehme G'schicht ist, beschränkt man sich lieber auf Symptombekämpfung.

Beifall!

Hach, ich liebe diese Meinung. Die Eltern sind schuld weil sie die Erziehung nicht im Griff haben und ein bisschen Prügeln tut den wilden Kindern nur gut. Jaaaa so ist es wohl ....

Geht's eigentlich noch?

Nochmals, für die die keine Ahnung haben:

http://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/... e/1003.pdf

Zum verniedlichenden Rhorstaberl, also der Körperstrafe bzw. systematischen Körperverletzung: ADHS-Kinder sind extrem schnell traumatisierbar. Ach was schreib ich da ... sie verstehen das ja eh nicht. Zu viele Kopfnüsse vom Meister.

Ich finde es furchtbar... II

finanziell, beziehungstechnisch, wegen Krankheit eines Familienmitglieds etc. und die waren dann in der Schule unkonzentriert, ihre Leistungen verschlechterten sich usw. und was hat man gemacht? - Der Arzt verschreibt dem Kind Ritalin! ... Das kann's doch auch nicht sein, oder?

Ich glaub das ist Standard

Kein vernünftiger Arzt sagt. Ritalin nehmen und alles ist Paletti. Methylphenidat ist ein Hilfsmittel wenn Psychotherapien anders nicht greifen. Einfach mal die Richtlinien lesen die unten gepostet wurden. Die sind zwar aus Deutschland, gelten aber Sinngemäss auch in Österreich.

Was ärgerlich ist ist dass bei dem Thema immer auf Eltern eingedroschen wird, die Krankheit ADHS schlicht geleugnet wird und alle wissen dass es mit einer Watschn getan ist weil das früher auch schon gut war.

Am ärgerlichsten ist dass Wiener "Qualitätsjournalisten" da mitmachen.

Medikamente,

die wirken, sind wunderbar, wenn man sie braucht. Aber "Mein Kind kann sich in der Schule nicht konzentrieren" kann nicht die Basis einer Verschreibung darstellen. Und zweitens - und das gilt auch für Antidepressiva - sind die meisten Psychopharmaka kein Wundermittel. Bei mich waren sie ein Lebensretter und haben die totale Wurschtigkeit und suizidale Tendenzen weggewischt - aber ZUSÄTZLICH braucht es auch sehr viel (dauerhafte) Eigenarbeit, um das Leben wieder genießen zu können: inklusive (minimaler, aber doch) Umgebungswechsel, Änderungen im sozialen Umfeld, in der Ernährung, mehr Bewegung... Ärzte verschreiben Psychopharmaka oft so, als seien es Wunderzuckerl, mit deren Hilfe alles gut wird schwuppdiwupp. Das halte ich für einen Fehler.

Und gerade bei Kindern, finde ich, sollte AUCH großes Augenmerk auf ihre Umgebung, ihr familiäres und schulisches Umfeld, gelegt werden. Wenn tatsächlich ADHS vorliegt und Medikamente Abhilfe verschaffen - warum nicht? Wenn es dem Kind dann damit besser geht, ist das doch ein großer Vorteil. Aber bitte vergessen Sie auch nicht, dass Kinder nicht in einem Vakuum leben, sondern in einem sozialen Umfeld aufwachsen, welches unter anderem auch Auswirkungen auf ihre Psyche, ihre Leistungen, ihre Erfolge hat. Das zu ignorieren ist in jedem Fall fahrlässig.

Ich finde es furchtbar... I

dass Psychopharmaka so leichtfertig verschrieben werden! - Und nein, ich bin nicht keine Esoterikerin, Scientologin oder-was-weiß-ich und habe nicht prinzipiell etwas gegen Medikamentierung bei psychischen Erkrankungen. Vor einigen Jahren litt ich selbst an Depressionen und musste eine Zeit lang Antidepressiva nehmen - die haben mich wirklich aus einem schwarzen Loch gerissen! Darüber bin ich heute sehr froh, obwohl ich mir zu der Zeit auch oft gedacht habe, wozu eigentlich? (symptomatisch bei Depression) ABER ich muss auch eines sagen: Psychopharmaka werden sehr oft sehr schnell verschrieben, ohne dass eine unbedingte Notwendigkeit bestünde. Ich habe Kinder gesehen, in deren Familien gerade schwerwiegende Probleme herrschten...

Amphetamin

ich hab für die Matura Antapentan genommen-bei mir hats gewirkt! Mit gutem Erfolg!

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