Europas Leitbörsen schließen einheitlich im Plus

Konjunkturdaten im Fokus

Wien - Die großen europäischen Aktienmärkte sind am Montag einheitlich mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Profitieren konnten die Märkte Börsianern zufolge vor allem von überraschend guten Daten zum spanischen Einkaufsmanagerindex. An den meisten Märkten gestaltete sich das Geschäft auch angesichts eines US-Börsenfeiertags jedoch weitgehend ruhig.

Weiterhin im Blickpunkt stehen auch die Notenbanken, nachdem Fed-Chef Ben Bernanke am Freitag die Hoffnungen auf ein Eingreifen der US-Notenbank neu befeuert hatte. Zudem wurden am Montag schwache Stimmungsdaten aus China am Markt als Zeichen für Gegenmaßnahmen der dortigen Notenbank ausgelegt. Und viele Anleger warten bereits gespannt auf die Tagung der EZB am Donnerstag.

Über Chinas Konjunktur brauen sich immer düsterere Wolken zusammen. So ist die Stimmung in Chinas Industrie im August noch stärker gesunken als zunächst ermittelt, wie endgültigen Daten des Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe zeigen.

Im Euroraum hat sich die Stimmung in der Industrie im August weniger als zunächst ermittelt verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) sei von 44,0 Punkten im Vormonat auf 45,1 Punkte geklettert, teilte das Forschungsunternehmen Markit nach endgültigen Daten mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 45,3 Punkten ermittelt worden.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Kursgewinne auf breiter Front. Vor allem Chemiewerte und Aktien aus dem Nahrungs- und Genussmittelsektor erfreuten sich reger Nachfrage. Schwächer tendierte lediglich der Auto-Sektor.

Unter den Autowerten mussten VW ein Minus von 2,07 Prozent auf 137,50 Euro verbuchen. Laut Informationen der "Automobilwoche" bereitet Volkswagen seine Zulieferer auf mögliche Produktionskürzungen im Herbst vor. Es sei mündlich darauf hingewiesen worden, dass die Produktion des Konzerns im Herbst um etwa zehn Prozent sinken könnte, berichtet die Zeitschrift. Daimler sanken um 1,01 Prozent und BMW gaben 0,88 Prozent nach.

Zu den größten Gewinnern zählten hingegen Nokia mit einem Anstieg um 4,69 Prozent auf 2,388 Euro. Für den Euro-Stoxx-50 stehen vorerst keine Änderungen in der Zusammensetzung an. Wegen des drastischen Kursverfalls der Aktie hatten Experten zuvor noch lange Zeit mit einem Rauswurf des schwer angeschlagenen finnischen Mobiltelefonherstellers gerechnet.


Börse          Index          Schluss       Diff (%)

 Wien           ATX            2.023,16     +0,33
 Frankfurt      DAX            7.014,83     +0,63
 London         FT-SE-100      5.758,41     +0,82
 Paris          CAC-40         3.453,71     +1,19
 Zürich         SPI            5.948,48     +0,76
 Mailand        FTSE MIB      15.267,17     +1,10
 Madrid         IBEX-35        7.434,20     +0,18
 Amsterdam      AEX              331,89     +0,79
 Brüssel        BEL-20         2.366,47     +0,89
 Stockholm      SX Gesamt      1.049,52     +0,54
 Europa         Euro-Stoxx-50  2.463,17     +0,92 (APA, 3.9.2012)
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