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Berlin - Das Armutsrisiko von Pensionisten in Deutschland ist noch größer als gedacht: Millionen Durchschnittsverdienern droht nach neuen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums der Absturz in die Grundsicherung, wenn sie ab 2030 in den Ruhestand gehen. Alle, die heute weniger als 2500 Euro brutto verdienten und keine private Vorsorge betrieben, müssten dann "mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten", warnte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in einem Schreiben an ihre parteiinternen Kritiker.
Die Ministerin wirbt in dem Brief noch einmal für ihr Modell einer Zuschussrente, mit dem Minirenten von Geringverdienern bis auf 850 Euro aufgestockt werden sollen. Das große Problem ist die beschlossene Absenkung des Rentenniveaus bis 2030 von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns.
Deshalb bekämen vom Jahr 2030 an selbst Arbeitnehmer, die heute 2500 Euro brutto im Monat verdienten und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet hätten, nur eine gesetzliche Rente in Höhe der Grundsicherung von 688 Euro. "Es steht nicht mehr und nicht weniger als die Legitimität des Rentensystems für die junge Generation auf dem Spiel", heißt es in dem Schreiben an die Junge Gruppe in der Unionsfraktion.
Die jüngen Unionsabgeordneten lehnen die Pläne jedoch weiter ab - ebenso wie die FDP, die Sozialverbände, die Opposition und der DGB. CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn und Junge-Union-Chef Philipp Mißfelder verlangten am Sonntag, stattdessen über eine steuerfinanzierte Grundrente zu diskutieren. "Die Jüngeren erwarten trotz hoher Beiträge nicht mehr viel von der gesetzlichen Rente", sagte Spahn "Spiegel Online". FDP-Chef Philipp Rösler bekräftigte in der "Welt am Sonntag, dafür sei kein Geld in der Rentenkasse.
Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth warf von der Leyen vor, mit ihrem Modell einer Zuschussrente die Ursachen für Altersarmut nicht entschieden genug anzugehen. "Die Hürden sind sehr, sehr hoch. Es wird sehr viel vorausgesetzt an Arbeitszeit", sagte Roth im ARD-Sommerinterview. "Wir wollen eine Garantierente, denn tatsächlich ist Altersarmut ein Riesenproblem."
Der Deutsche Gewerkschaftsbund verlangte, auf die von den Bürgern ohnehin nicht gewollte Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten und die Überschüsse in der Rentenkasse zu einer Demografie-Reserve auszubauen. In einer Emnid-Erhebung für das Magazin "Focus" sprachen sich nur 29 Prozent dafür aus, die Rentenbeiträge zu senken. Der Sozialverband Deutschland plädierte für einen Rentenzuschuss und kritisierte, dass beim Modell von der Leyens die Hürden viel zu hoch seien.
Das sieht vor, die Renten jener Geringverdiener aufzustocken, die jahrzehntelang in die Rentenkasse eingezahlt und - nach 2019 - auch zusätzlich privat fürs Alter vorgesorgt haben. In ihrem Brief weist von der Leyen darauf hin, dass 40 Prozent der Geringverdiener - insgesamt 1,8 Millionen - keine private Altersvorsorge betreiben. "Viele realisieren nicht, dass auch sie von Altersarmut bedroht sind, und dass sie zwingend eine zusätzliche Altersvorsorge brauchen, um der Armutsfalle im Rentenalter zu entkommen."
Grund für das steigende Armutsrisiko sind die beschlossenen Rentenreformen. In der SPD werden bereits Forderungen laut, auf die Absenkung zu verzichten und das Rentenniveau auf dem aktuellen Stand einzufrieren.
Laut "Spiegel" haben sich der schleswig-holsteinische SPD-Chef Ralf Stegner und sein Bremer Kollege Andreas Bovenschulte hinter einen entsprechenden Vorstoß des Berliner SPD-Landesverbandes gestellt. Von der Leyen lehnt die Forderung strikt ab, weil sie eine Überlastung des Rentensystems fürchtet.
Eine Entscheidung über die Zuschussrente soll in der nächsten Sitzung des Koalitionsausschusses voraussichtlich Mitte Oktober fallen. Um ihre Kritiker zu überzeugen, hat von der Leyen die Junge Gruppe der Unionsfraktion nun für Mittwoch in ihr Ministerium eingeladen. (APA, 3.9.2012)
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und sich dann auf die Schulter klopft und meint: "Wir Deutschen sind so toll, wir wirtschaften so gut, wir sind so sparsam, wir sind das Vorbild fuer Europa."
Wenn man keine ordentlichen Loehne zahlt um die Exportwirtschaft zu subventionieren und die Rentenbeitrage reduziert, fehlt das Geld natuerlich in der Rente: http://www.jjahnke.net/index_fil... /13450.gif
Riester und Ruerup, die Obervolksverarsch...er.
Problem seit 2008 bekannt - Monitor deckte auf: http://www.youtube.com/watch?v=9u7lZHNVbEk
die jungen bekommen keine arbeit mehr.
die alten bekommen keine pension mehr.
super system, ich muss schon sagen.
der wechsel zum unkontrollierten kapitalismus, den unsere polit- und medieneliten uns täglich vorgebetet haben, hat es echt gebracht.
danke liebe politiker, danke liebe journalisten!
den Reichen und Superreichen dieser Welt!
Dass Politiker und Journalisten denen mehr oder weniger nachrennen, ist zwar auch nicht viel besser, aber nicht annähernd so verwerflich, insbesondere werden manche ja geradezu gezwungen - Geld ist eben Macht und die Mächtigen missbrauchen ihre Macht nur all zu oft.
ohne Verlierer gibt's eben keine Gewinner; das ist nicht nur im Sport so.
Die totale Ungerechtigkeit ist ja wohl, dass der Schnitt vom Nettolohn erhoben wird.
Zuerst schöpfen sie dir ~40% Steuern ab, und auf den Rest bekommst du dann die Pension berechnet,
bei welcher es dann auch wieder Brutto und Netto gibt.
Ist das in Österreich auch so?
Kein Auto, keine öffentl. Verkehrsmittel, sondern mit Rad oder zu Fuß unterwegs sein
Keine Wohnung, unter den Brücke lebt sich's vor allem im Winter eh viel schöner
Essen und trinken nur soviel, dass man/frau sich noch ausreichend ausbeuten lassen kann
Kleidung nur soviel und soweit es für die Arbeitsdienste nötig ist
keine Freizeit, die was kostet
Krankenbehandlung nur, wenn sie von der GKK bezahlt wird, Selbstbehalte bei Medis porblematisch, dann lieber verzichten und auf Spontanremission hoffen
Kleidung waschen, natürlich ohne Reinigungsmittel etc
dann bleibt auch was für die Vorsorge, die sie aber dann sicher nicht mehr erleben werden
aber die anderen Sachen werfen die Reichen ja auch weg, wenn sie sie nicht mehr brauchen!
Ich hab damals vor 10 Jahren eine private Zusatzversicherung abgeschlossen und mich neulich nach dem Stand der Dinge informiert. Das man von den Gebühren hergebudert wird, war mir irgendwie klar, aber nicht wie extrem.
Jedenfalls heute sagen sie es einem. Es waren einmal 16% der Gesamtsumme "Kommission" nur für die Versicherung(Generali). Irre. Da das ein Fonds-gebundes Produkt ist, kassiert der aber auch nochmal. 1% fix pro Jahr. Und 4% Ausgabeaufschlag. Da die aber 5x den Fonds wechseln, zahlt man insgesamt 5*4% - clever gemacht, oder? Zusätzlich gibt es nicht weiter definierte Kosten für die Kapitalgarantie. Will ich es auflösen, zahl ich obendrauf noch mal 11% V-Steuer. Hat sich echt auszahlt. Danke Generali.
Wer soviel Angst vor der Pension hat, kann ja selber auch vorsorgen. Aber ohne Banken und Versicherungen.
z.B. Zusatzpension in Form von physischen Goldbarren im Tresor ansparen. Da verdient keine Bank und Versicherung daran. Dann ist dieser Zauber der "Privaten Vorsorge" und dem Schlechtmachen des staatlichen Pensionssystem wie im Artikel sehr schnell vorbei. (=da keine Geschäftemacherei mehr mit der Angst um die Pension möglich ist)
Meine Güte, die Warnungen haben ich schon bei 800$ gelesen, mittlerweile sind wir bei 1685$.
Das Gold wieder einmal sinken wird, ist ja auch klar.
Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit der Zeitpunkt sein, an dem man Gold verkaufen und Aktien kaufen sollte.
Gold bringt keine Zinsen und arbeitet nicht; Sparbuch bringt auch keine Realzinsen, Aktienmärkte performen auch nicht wirklich seit 2000 - so gesehen war Gold keine schlechte Wahl.
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