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Villach - Die "Kleine Zeitung" hat am Sonntag die Vorwürfe der FPK-Spitze am Parteitag in Villach gegen ihr Medium kategorisch zurückgewiesen. Die designierte Chefredakteurin Eva Weissenberger erklärte, der Vorwurf, für das Interview mit Frank Stronach in der Sonntag-Ausgabe habe die Zeitung möglicherweise Geld vom Milliardär erhalten, sei "absurd".
Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler erklärte in seiner Ansprache, Stronach habe in der Zeitung vier Seiten für ein Interview erhalten, "das kriegt nicht einmal der Regierungschef". Da müsse man sich schon fragen, ob da "der Euro, den der Stronach nicht will, nachgeholfen hat". "Wir haben leider keine befreundeten oder gekauften Medien", beklagte der Landeshauptmann. In den Medien würden Dinge zum Skandal gemacht, die man den Freiheitlichen umhängen wolle.
Auch die von Kurt Scheuch erhobene Behauptung, die Zeitung habe mit den Oppositionsparteien vereinbart, diese würden die Presseförderung wieder einführen, wenn die Freiheitlichen "aus der Regierung geschrieben" seien, entbehre jeder Grundlage, betonte Weissenberger. Das sei mit einer unabhängigen Zeitung nicht vereinbar, "und wir sind zum Glück auch in schwierigen Zeiten wirtschaftlich erfolgreich."
Die Entscheidung, Stronach ein vier Seiten umfassendes Interview zu gewähren, sei inhaltlich begründbar, so Weissenberger. Es handle sich immerhin um einen der erfolgreichsten Steirer, der gerade seinen 80. Geburtstag feiere und beschlossen habe, in die österreichische Innenpolitik einzusteigen. Daher habe man entschieden, Stronach in seiner Wahlheimat Kanada aufzusuchen. Sämtliche Kosten für diesen Ausflug über den Atlantik habe die Zeitung selbst getragen.
Dass die "Kleine Zeitung" durchaus viel Platz für Interviews mit interessanten Persönlichkeiten freizumachen bereit ist, beweist ein Interview mit dem Kärntner Schriftsteller Peter Handke, das vor rund zwei Jahren erschienen ist. Damals war das Interview der Zeitung gleich acht Seiten wert. (APA, 2.9.2012)
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mal abgesehen von der juristerei, sollte sie sich fragen, ob das moralisch mit der unabhängigkeit vereinbar ist und ob das kaufmännisch für den verlag ok ist - wenn dafür nur spesen und keine werbegelder angefallen sind. jedes künftige stronach-inserat in der kleinen wird als dankeschön gesehen werden, auch wenn es nicht so gewesen sein sollte. der imageschaden für die kleine ist kaum zu stoppen.
auch wenn sich Herr Jungwirth Mühe gegeben hat, Stronach nicht allzu doof aussehen zu lassen, reichte es, die völlige Konzeptlosigkeit dieses "Bauernbuam", der zum Beten in den Wald geht und auf vier Seiten nicht einmal ansatzweise ein Statement zur Wehrpflicht oder anderen politischen Themen abzugeben hatte, vorzuführen.
ist meiner Meinung nach die beste Bundesländer-Zeitung in Österreich. Sie ist sehr konstant, innovativ und muss sich nicht ständig selbst neu erfinden – im Gegensatz zu vielen anderen. Was ich noch sehr schätze: Die haben es nicht nötig, ständig auf ihre Qualität hinzuweisen, wie es viele andere Chefredakteure ständig machen (müssen).
..würden von Springer mit einer Geschäftsschädigungsklage beantwortet werden. Die Anwälte hätte heute die Unterlassung zugestellt und würden im Laufe des Tages gegen die Partei zivilrechtlich vorgehen. Aber bei uns in Österreich, da darf jeder alles..
Gut, der Dörfler ist nicht die Krone, aber nach [1] sollte man es sich eventuell überlegen, ob man einfach mal so Falschaussagen über eine Zeitung in Umlauf bringt. Nachdem dann viele Medien darüber berichten, ist die Reichweit vermutlich ähnlich.
Fände ich auf jeden Fall mal gut, wenn deren Rechtsbewusstein mal wieder ein bisschen zurecht gerückt würde.
[1] http://derstandard.at/1345165868329/
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