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Wir sind nicht die einzige Spezies, die beim Klima mitmischt: Feuchtigkeit kondensiert über dem Regenwald um winzige Partikel herum, die von Pflanzen und Pilzen freigesetzt wurden.
Mainz - Nebel und Wolken bilden sich, wenn die Luft feine Partikel enthält, an denen Feuchtigkeit kondensiert. Auch im Regenwald sind solche Aerosolpartikel als "Wettermacher" aktiv. Bisher nahm man an, dass die Partikel dort in den meisten Fällen aus rein organischem Material bestehen und durch chemische Reaktionen von Gasmolekülen in der Atmosphäre gebildet werden. Wie das Max-Planck-Institut für Chemie berichtet, werden von den Pflanzen und Pilzen des Regenwalds aber auch feinste Kaliumsalzpartikel abgesondert, die als Kondensationskerne fungieren, an denen sich dann organische Moleküle anlagern können. Das Ökosystem sorgt also bis zu einem gewissen Grad für seine eigenen Umweltbedingungen.
Die Entdeckung gelang Christopher Pöhlker am Max-Planck-Graduate Center mit Hilfe einer neuen Aerosol-Analysenmethode mit rekordverdächtig langer Bezeichnung, der sogenannten Raster-Transmissionsröntgenmikroskopie mit Nahkanten-Feinstruktur-Röntgenabsorptionsspektroskopie (STXM-NEXAFS). In Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen konnte Pöhlker mit Röntgenmikroskopen kleinste Mengen von Kalium in organischen Aerosolpartikeln feststellen, die im brasilianischen Regenwald nördlich von Manaus auf Luftfiltern und hauchdünnen Plättchen gesammelt worden waren.
"Wir haben drei Arten organischer Aerosolpartikel gefunden, und in allen waren Kaliumsalze enthalten", berichtet Pöhlker. "Anfänglich hatten wir uns auf den Kohlenstoff-, Sauerstoff- und Stickstoffgehalt des organischen Materials konzentriert. Aber dann fanden wir zu unserer Überraschung auch sehr hohe Kaliumgehalte von bis zu 20 Prozent." Innere Strukturen in den nanometer- bis mikrometergroßen Partikeln weisen darauf hin, dass bei der Oxidation und Kondensation der organischen Gasmoleküle auch sogenannte Multiphasen-Prozesse eine wichtige Rolle spielen, bei denen unterschiedliche chemische Phasen wie Nebel- bzw. Wolkenwasser und gelartige organische Substanzen beteiligt sind.
Die Ergebnisse helfen, die Quellen organischer Aerosolpartikel zu identifizieren und das Ausmaß dieser Prozesse besser einzuschätzen. Das wiederum ist wichtig, um die Wechselwirkungen mit Wolken und Niederschlag im natürlichen Klimasystem zu verstehen - und damit letztlich auch den Einfluss menschlicher Aktivitäten besser abschätzen zu können. (red, derStandard.at, 2. 9. 2012)
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...sollte die Theorie des 'global warming' wirklich stimmen, wird es durch den Temperaturanstieg zur vermehrten Verdunstung, dadurch dann in Folge zu vermehrter Wolkenbildung und in weiterer Folge zu mehr Regen kommen - die Sahara wird sich verkleinern, es wird zur vermehrtem Waldwachstum kommen und generell wird die Vegetation profitieren. Eigentlich ein ziemlich positives Szenario, jegliche Panik ist fehl am Platz.
Eine höhere Konzentration an Wolken führt zu höherer Albedo, was eine lokale Abkühlung bewirkt. Steigende Bodentemperaturen wiederum, reduzieren die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodes, was zu Erosion und zur Wüstenbildung führt.
Die Erwärmung der Ozeane reduziert ihre CO2-Aufnahmefähigkeit, was den Treibhauseffekt verstärkt.
In der Natur sind gegenläufige Kräften am werken, die zum Punkt des Gleichgewichts streben. Das Gleichgewicht unserer Erde heißt schwefelige Ozeane, riesige Wüsten und sauerer Regen.
Ihre Vermutung ignoriert die unangenehme Hälfte der Klimaerwärmung. Optimismus nützt nur mehr den Konzernen. Die Menschheit arbeitet mit Hochdruck an ihrem Verschwinden. Leider ist das so.
es ist nicht klar, ob es zu mehr wolken kommt. die wasserhalte-kapazität steigt mit der temperatur, und zwar exponentiell. soll heißen: wo nicht genug wasser vorhanden ist/verdunstet, wird sättigung (kondensation) später oder gar nicht erreicht. die niederschläge über der sahara sind vorwiegend eine frage des vordringens der monsune. die wiederum hängen vom land/meer-temperatur-konstrast ab und wesentlich von der temperatur-differenz zwischen atlantik und indischem ozean.
Regen kann es nur geben, wenn genug Luft in den richtigen höhenlagen auch genügend Feuchtigkeit enthält, die kondensieren kann. Und auch dann ist es nicht ganz so einfach, denn auch der Boden und die darin enthaltene Feuchtigkeit spielen eine Rolle, etc...
sie sollten ihr Prognosen also etwas vorsichtiger formulieren, scheint mir.
30 mio. km2 (ca. 5% der gesamten Erdoberfläche) sind Wüsten bzw. nicht begrünbares Ödland. Das ist mehr als die bewässerte Agrarfläche der Erde.
Um die Wüsten zurückzudrängen, müssten wir kostenlos Ressourcen bereitstellen, die wir gar nicht haben. Es geht schon seit Jahren das Nutzwasser zur Neige. Eine Begrünung bedarf darüber hinaus der Arbeit mehrerer Generationen. Und das alles ohne jeden kurzfristigen Profit? In einem Wirtschaftssystem, das Mangel und Krise braucht um zu überleben?
Unser Wirtschaftssystem begrünt keine Wüsten. Es produziert Wüsten, applaudiert dazu und streift die Gewinne ein. Wer Wüsten begrünen will, braucht dazu Außerirdische.
Das ist viel zu einfach gedacht. Beispiel: Der tropische Regenwald in Südamerika wird durch fein zerriebenes organisches Material am Leben erhalten, das in der Sahara vom Wind aufgewirbelt wird und mit Wolken über der Atlantik zieht. Wenn das aufhört, wird ein großer Teil des Regenwalds sterben oder sich jedenfalls radikal ändern.
Weil z.b. sich durch änderung der Meeresttrömung die Hauptwindrichtung leicht ändert oder durch zunehmende vegetation weniger Sand aufgewirbelt wird, oder durch änderung der Windgeschwindigkeiten bzw der Höhen der Luftstöme der Sand weiter oder weniger weit transportiert wird,...
Klarerweise sorgt die Vegetation für ihre eigene Bewässerung. Man erkennt diesen Umstand daran, dass sie immer dort ist, wo Niederschlag stattfindet. Man denkt, dass Ursache und Wirkung in Sequenz liegen, aber nie daran, dass beide ein und dasselbe sein können. Diese geistige Fehlleistung offenbart sich in der Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war. Vegetation macht Regen. Regen macht Vegetation. Kompliziert, was? Aber so ist es nun mal. Die Natur ist keine Linie, sondern ein Zirkelschluss - ohne Anfang und ohne Ende.
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