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London - Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu fordert einen internationalen Strafprozess gegen Ex-US-Präsident George W. Bush und den früheren britischen Premierminister Tony Blair wegen des Angriffs der Streitkräfte beider Länder auf den Irak. Die Politiker hätten die Invasion im März 2003 mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen begründet, was "eine Lüge" gewesen sei, sagte der Erzbischof der britischen Tageszeitung "The Observer" vom Sonntag. Sie sollten daher in Den Haag vor Gericht kommen.
Mit dem Interview begründete Tutu, warum er zuletzt nicht an einer Konferenz in Johannesburg teilgenommen hatte, bei der auch Blair anwesend war. Dieser habe ebenso wie Bush lediglich den damaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein "loswerden" wollen. Mit dem Einmarsch in den Irak hätten sie jedoch "die Welt in einem bis dahin in keinem Konflikt der Geschichte gekannten Ausmaß destabilisiert und polarisiert", sagte Tutu. Die Massenvernichtungswaffen, mit denen die Invasion gerechtfertigt wurde, wurden nie gefunden. (APA, 2.9.2012)
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In Südafrika ist der Konflikt zwischen streikenden Bergleuten einer Platin-Mine und der Polizei eskaliert. Nachdem 34 Kumpel im Kugelhagel der Polizei starben, steht das Land unter Schock.
Wieso steht hier eigentlich Lüge unter """"?? Ist doch gut dokumentiert daß das ganze nur eine Propaganda-Show war. So wie die Kinder im Brutkasten als Begründung für den 1. Irakkrieg. Die lügen andauernd. Warum sollten sie jetzt die Wahrheit sagen?
Das habe ich auch gefragt. Angeblich weil es ein Zitat ist.
http://derstandard.at/plink/134... id27778848
"die radikalisierung der muslime" ist hier wohl auch weniger das Hauptproblem des Irakkrieges von 2003; der offene Bruch mit dem Völkerrecht, das ein Verbot eines Angriffskrieges enthält, eingeleitet unter nur noch als dreist (oder wahlweise lächerlich, man denke an C. Powells Power-Point Bilder) zu bezeichnender Beweismittelfälschung und das willfährige und "Krieg als Entertainment"-führende (freiwillige!) dumme Medienspektakel in den USA ist schon eine Dimension in der Rückkehr zum Faustrecht, die man sich von westlichen, rechtsstaatlichen Demokratien im 21sten Jahrhundert nicht hätte erwarten wollen...
Die Quintessenz davon, für alle lesbar: Militärische Macht macht unverwundbar und schlägt das Völkerrecht. Super Zukunftsaussichten...
Für die gegenteilige Ansicht gibt es allerdings einen prominenten Kronzeugen: den früheren irakischen Außenminister Tarek Aziz:
"Von dem 2006 hingerichteten Saddam Hussein wollte sich Tarek Aziz in dem Interview nicht distanzieren. "Wenn ich jetzt über Bedenken reden würde, würden mich die Leute einen Opportunisten nennen", wurde er zitiert. Saddam Hussein habe es vorgezogen gehabt, die Welt im Glauben darüber zu lassen, er verfüge über Massenvernichtungswaffen. Damit habe er aber keinen Konflikt mit den USA und Großbritannien herausfordern wollen, sondern sich in der Region gegen den Iran zu behaupten versucht."
http://derstandard.at/128098415... ug?seite=2
Die Deutschen machten den Amerikanern klar das diese Informationsquelle unsicher sei. das war den USA aber egal. Der irakische Taxifahrer klagt zur Zeit gegen den deutschen Staat weil man ihn das versprochene Geld für seine Arbeit nicht mehr zahlen will.
Und die 30 Geheimdienste der USA, die Aufrtragsarbeit erledigten, welche Powell präsentierte, und Blair, der wußte, dass in 45 Minuten London vom Saddam in Schutt und Asche gelegt würde, waren alles grundehrliche Burschen, gelt?
Von Blair kam, auf US und GB bezogen, mehrfach die öffentliche Aussage "Wir haben sichere Beweise dafür, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hat." Entsprechende Aussagen gab es damals wiederholt auch von Bush, Cheney & Co.
Für derartige Behauptungen trifft klarerweise Blair bzw. Bush, Cheney etc. die Beweislast, nicht die Gegenseite. Sollten sie diesen Beweis nicht erbringen können, müssen diese Behauptungen als Lügen gegenüber der jeweiligen Öffentlichkeit bewertet werden, ihr darauf aufbauendes Handeln als Verbrechen.
Es ist vielleicht moeglich, dass Saddam sich nie voellig verteidigt hat. Er hatte gesagt "wir haben keine MVW", haette aber sagen sollen "wir haben sie am ... in .... zerstoert".
Es gab keinen einzigen Beweis fuer die MVW und keinen einzigen Beweis, dass Saddam Al Kaida unterstuetzte.
Alle Soldaten und die Presse wurden systematisc angelogen. Alle US-Soldaten sagten damals "wir sind hier im Irak als Rache fuer 9/11"
Wieder einmal der alte Quiz: wieviele der 9/11 Attentaeter waren aus dem Irak?
a) Ein sehr grosser Teil
b) Ein geringer Teil
c) mindestens einer
d) niemand
Die Antwort ist natuerlich d) Kein einziger Iraker war bei der Planung oder Durchfuehrung dabei. Saddam mochte Al Kaida nicht. Wie blind waren wir damals?
Und das war im Falle der Aufblähung von fragwürdigen, nie kritisch überprüften Geheimdienstberichten klar der Fall. Denn das entscheidende "nach unüberprüften* Berichten" o.ä. fehlte, es wurde daraus eine Darstellung von angeblichen Fakten.
* bzw. wohl auch ein Wegfallenlassen von Erkenntnissen, die nicht in das gewünschte Bild paßten
Warum kommt so etwas nicht von einem europäischen Bischof (römisch-katholisch, protestantisch, egal)?
Eine solche Wortmeldung von einem der amtsinhabenden Politiker unseres Kontinents wäre noch viel wichtiger...
Ein - fairer - Prozess in Den Haag für Bush und Blair.
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