Windows 8 RT-Tablets kosten "unter 500 Euro"

2. September 2012, 09:51
  • Satellite U920t von Toshiba
 
    foto: apa/dpa

    Satellite U920t von Toshiba

     

  • Xperia Tablet S von Sony
    foto: apa/dpa

    Xperia Tablet S von Sony

  • Samsung ATIV smart PC
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    Samsung ATIV smart PC

IFA zeigt Trend zum Allround-Gerät - Samsung und Co. wollen Apple fordern

Mehr als zwei Jahre nach dem iPad-Start ist der Tablet-Computer im Massenmarkt angekommen. Zahlreiche IFA-Aussteller unterm Berliner Funkturm zeigen neue Geräte, die das Weihnachtsgeschäft ankurbeln und den Marktführer Apple herausfordern sollen. Besonders interessant sind die ersten Tablet-Computer mit dem neuen Microsoft-System Windows 8, kleine Tablets in Notizbuchgröße und sogenannte Hybrid-Geräte, die sich einfach mit einer Tastatur verbinden lassen und sich so nicht nur für die Internet-Nutzung oder auf der Couch, sondern auch zum produktiven Arbeiten anbieten.

"Tablet-Revolution"

"Das ist die nächste Phase der Tablet-Revolution", sagt Sony-Manager Kunimasa Suzuki über das auf der IFA präsentierte Xperia Tablet S. Dieser flache Computer, mit 570 Gramm leichter als sein Vorgänger, läuft allerdings noch mit dem Google-System Android. Der eingebaute Vierkern-Prozessor, hier ein Tegra 3 von Nvidia, ist inzwischen schon zum Standard geworden - die Apps sollen möglichst schnell starten und ihre Inhalte flott aufs Display bringen.

Bruch mit der bisherigen Linie

Spannender aber sind gerade die ersten Tablet-Computer mit Windows 8 - das Microsoft-System erscheint am 27. Oktober. Und in einem schroffen Bruch mit seiner bisherigen Linie bringt der Software-Marktführer auch selbst ein Tablet heraus, mit der Modellbezeichnung Surface. Mit einer flachen Tastatur, die gleichzeitig als Schutzhülle dient, schlägt das Microsoft-Gerät die Brücke zum Laptop und liegt damit im Trend: Die neuen Windows-Tablets verschmelzen mit Ultrabooks, den besonders flachen und leichten Notebooks mit bestimmten Leistungsanforderungen, die von Intel aufgestellt wurden.

Es gibt zwei Surface-Typen: Das leistungsstärkere und dickere Gerät läuft mit dem für PC-Prozessoren entwickelten Betriebssystem Windows 8, der dünnere und leichtere Bruder mit dem für mobile ARM-Prozessoren optimierten Ableger Windows RT. Beide Geräte bekommen Microsofts Office-Bürosoftware.

"Wer sich ein Tablet kauft, legt sich wahrscheinlich nicht noch ein Ultrabook zu"

Die Hersteller von Ultrabooks ziehen so auch die Konsequenz aus der relativ schleppenden Nachfrage nach diesen Geräten - was nicht zuletzt an der Attraktivität der Tablet-Computer liegt. "Wer sich ein Tablet kauft, legt sich wahrscheinlich nicht noch ein Ultrabook zu", sagt Annette Zimmermann, Analystin bei Gartner. Das Marktforschungsunternehmen prognostiziert, dass die Ultrabooks in diesem Jahr gerade einmal 5 Prozent des Notebook-Marktes ausmachen - dabei ist das erfolgreiche Macbook Air von Apple eingerechnet. Erst mit sinkenden Preisen werde die Nachfrage anziehen.

Handumdrehen

Sony zeigt auf der IFA ein Kombi-Gerät: Das Vaio Duo 11 lässt sich "im Handumdrehen von einem leistungsfähigen Ultrabook in ein praktisches Tablet verwandeln". Der fliegende Wechsel zwischen Tastatur- und Tablet-Modus hat aber seinen Preis: Das 18 Millimeter dünne Gerät mit einem Gewicht von 1,3 Kilogramm und 11,6 Zoll großem Touch-Bildschirm gibt es ab 1200 Euro; die Markteinführung ist für Ende Oktober geplant, wenn auch Windows 8 da ist.

Der koreanische iPad-Herausforderer Samsung, der in Kalifornien gerade eine bittere juristische Niederlage im Patentstreit mit Apple hinnehmen musste, geht jetzt neue Wege mit Windows 8. Auf der IFA präsentierte der Hersteller ein klassisches Tablet, das Ativ Tab sowie ein Hybrid-Tablet, den Ativ Smart PC, mit abnehmbarer, magnetisch haftender Tastatur und zusätzlicher, drucksensitiver Stiftbedienung.


Samsung ATIV Smart PC Pro | Hands-on Video

Unter 500 Euro

Das Ativ Tab ist mit einem ARM-Prozessor und Windows RT ausgestattet. Es verfügt über ein 10-Zoll Display, wiegt 570 Gramm und ist 8,9 mm dünn. Der Preis liegt bei "unter 500 Euro", so ein Samsung-Mitarbeiter zum WebStandard. Auch die Surface-Tablets von Microsoft selbst, soll es ab diesen Preis geben.


Samsung ATIV Tablet mit Windows RT | Hands-on Video

Satellite U920t

Auch Toshiba stellte am Donnerstag einen tragbaren Computer mit Windows 8 vor, der sich über den Touchscreen wie auch über die herausschiebbare Tastatur bedienen lässt: Das Satellite U920t hat einen 12,5 Zoll großen Bildschirm und wiegt 1,45 Kilogramm; es soll rund 950 Euro kosten.

Der Hersteller Asus zeigt auf der IFA sein bereits auf der Computex im heimischen Taiwan vorgestelltes Tablet 810 mit Windows 8 und Intel-Prozessor sowie das Tablet 600 mit der speziellen RT-Version von Windows für Prozessoren der ARM-Plattform, hier für den Nvidia-Prozessor Tegra 3. Beide Geräte folgen dem Transformer-Konzept von Asus mit ansteckbarer Tastatur, mit dem das Unternehmen schon früh auf den Hybrid-Trend setzte. "Es gibt viele Anwender, die das Tablet nicht nur fürs Konsumieren von Inhalten, sondern auch fürs produktive Arbeiten nutzen wollen", erklärt dazu Asus-Produktmanager Jörg Wissing.

"Android ist doch sehr gut akzeptiert"

"Ob sich Windows 8 im nächsten Jahr bei Tablet-Computern an Android vorbeischieben kann, muss man abwarten, weil Android doch sehr gut akzeptiert ist", sagt Asus-Manager Wissing. Die Entwicklung wird wohl auch vom Preis der Windows-8-Tablets beeinflusst. Alle Tablet-Hersteller kalkulierten ihre Preise sehr knapp, erklärt Wissing. Das sei bei der Erschließung eines Zukunftsmarktes aber auch üblich, da alle Hersteller daran interessiert seien, sich frühzeitig eine gute Position zu sichern.

Allerdings sind die neuen Hybrid-Geräte deutlich teurer als klassische Tablet. "Das ist leider kein Massenmarkt-Preis, wodurch der Absatz sicher nicht ins Unendliche gehen wird", sagt Marktbeobachterin Zimmermann. Spannend dürfte die Preisgestaltung für das Surface von Microsoft werden: Sollten die Vermutungen eines Preisrahmens von 200 bis 300 Euro zutreffen, sagt Zimmermann, würden "diese Hybride sicher sehr guten Absatz finden".

Kleinere iPad-Variante

Wie schon im vergangenen Jahr schauen die Hersteller auf der IFA gebannt auf den nicht anwesenden Tablet-Marktführer Apple: Von den Kaliforniern wird im Herbst eine kleinere iPad-Variante erwartet. (sum/APA, 02.09. 2012)

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woher wollen sie das wissen? schon eines getestet?

Laptop bleibt Laptop ...

ob mit Touchscreen oder ohne ... die Geräte sind zwar mittlerweile klein und leicht geworden, die ARM Tablets sind trotzdem noch um ein Eck kleiner. Wenn man die Samsung Note´s mit den Surface RT´s vergleicht ... naja ... was wird man sich da zulegen? Jener mit Handschrifterkennung, Stifteingabe, Noté-Funktionen oder den bunten iOS Klon?

Windows hat seit 2005 eine Handschrifterkennung und Stifteingabe.

Nur lief es auf x86 und war dadurch schwer, dick und energiehungrig

Naturlich Ersteres. Wer will schon ein Samsung Tablet mit Android :D

vielleicht weiss microsoft, dass das ganze nicht mehr als 500 wert ist

wenn da z.b. noch alles ruckelt, wie bei den ersten android versionen

2 fehler:

1. bei diesen tablets ruckelts aber sowas von garnicht.

2. "wenn da z.b. noch alles ruckelt, wie bei allen android Versionen" muss es heissen.

Jaja ... schon gut ...

Die netten Herrn mit der "ich hab mich lieb Jacke" kommen gleich und helfen Sie dir anzuziehen ...

Beim Samsung ATIV könnte man auf den ersten Blick fast meinen es wäre ein Macbook Pro.

nein ist nicht kopiert

weil haben's nie gmacht, machen's nicht und werden's nie machen

ist das gut oder schlecht?

also ich finds chic

“ Die Hersteller von Ultrabooks ziehen so auch die Konsequenz aus der relativ schleppenden Nachfrage nach diesen Geräten - was nicht zuletzt an der Attraktivität der Tablet-Computer liegt.“

Ich glaube eher, es liegt hauptsächlich am Preis/Leistungsverhältnis.

Ist echt wirklich ein "Verbrechen" ..

... dass sich die ganzen Konsumenten nicht nach den Wünschen diverser CEOs und AktionärenInnen richten ;-)

"Wer sich ein Tablet kauft, legt sich wahrscheinlich nicht noch ein Ultrabook zu"

A) Niemand legt sich ein Ultrabook zu. Diese Dinger sind nur dünn. Mehr nicht. Und Akkus sind intern fix verbaut, was die Lebensdauer verkürzt. Also lieber ein normales Notebook.
B) Wie wollen die Leute auf den Tablets denn richtig arbeiten? Das sind reine Konsum-Geräte. Also jeder der ein Tablet hat, sollte sich ein richtiges Notebook zulegen.

"Wie wollen die Leute auf den Tablets denn richtig arbeiten?"

Mit einer Dockingstation. Also so einer wie bei Businessnotebooks, wo Display, Ethernet, USB und auch sonst alles durchgegeben werden.

Klingt ganz witzig,

nur leider wird Profi-Software nicht auf ARM-Tablets funktionieren, egal ob eine docking Station verwendet wird oder nicht, es sei denn, ein x86/x64 Prozessor wird in der Docking Station eingebaut.

Ich will aber unterwegs arbeiten.
Gibts da dann eine tragbare Docking Station? ;oP

:-)

Schön, sind Tablets für Leute, die nicht 2 kg Notebook schleppen wollen? Das Weichei-Notebook?

Darum sind so viele "Freiberufler" damit unterwegs, und weniger Techniker, Ingenieure und "kreative" Tätige ...

RT-Tablets, iPad, Ultrabooks, Macbook Air, Ativ Tab , Hybrid-Tablet, Ativ Smart PC ...und und und

Net schon a bissi krank ?? In der Firma 8 Std vor 5 Bildschirmen sitzen und dann soll ich mir noch so einen Scheixx kaufen für die Bahn und Cafehaus (bissl wichtig machen oder doch nur peinlich sein?)

Nein Danke, irgendwann ists genug

kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen - der markt muss doch leben. und von nix lebt er besser, als von technikverliebten xxxx, die jede suppa neuerung gleich haben müssen.
auch wenn sie morgen schon am schrottplatz der geschichte liegt.

MS hat so viel Geld herumliegen

Die können ihre Hardware lange subventioniert in den Markt drücken.
Macht aber nur Sinn, wenn sie ansonsten alles richtig machen.
Vielleicht können sie damit sogar Apple weh tun. Die OEM Partner werden dabei aber als Erstes unter die Räder kommen.

bei 200$ muss nicht nur die Hardware subventioniert ...

Sondern auch das Betriebssystem kostenlos mitgeliefert werden.

Danach bleibt nur noch die Frage offen, warum Microsoft sich die Mühe machen soll.

MS wird sich Windows wohl kaum selber verkaufen.

In der Kürze liegt die Würze

Mein Komentar wäre eigentlich als Antwort auf ein Posting gedacht gewesen und daher recht kurz ausgefallen. Aber um sie zu beruhigen ... Keine Angst: Das Schreiben ist kein Auftrag und ich benötige dazu keine externe Tastatur.
PS: Bin gespannt, ob der Beitrag nun richtig eingefügt wird, oder ob er wieder sinnlos alleine herumsteht und daher keiner etwas damit anfangen kann.

Ohje. Runde Ecken.

und die nächsten Milliarden für Apple.

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