Islamisten in Mali nehmen Stadt im Süden ein

1. September 2012, 22:15

Örtliche Miliz in Douentza entwaffnet

Bamako - Bewaffnete Islamisten haben in Mali eine Stadt an der Grenze zwischen dem von Rebellen besetzten Norden und dem von der Regierung in Bamako kontrollierten Süden des Landes eingenommen. Wie Bewohner der Stadt Douentza berichteten, fuhren Mitglieder der Bewegung für die Einheit und den Jihad in Westafrika (MUJAO) am Samstag in der Früh mit Geländewagen in die Stadt und entwaffneten die Mitglieder der örtlichen Miliz Ganda Iso, welche die Stadt bisher kontrollierte.

"Sie haben alle Waffen weggenommen und sie dann vertrieben", sagte ein Lehrer aus der Stadt, Moussa Dicko. Der Bauer Almadhi Cisse, der ebenfalls in Douentza lebt, bestätigte die Schilderung. Seinen Angaben zufolge wurde bei der Einnahme der Stadt niemand getötet. Douentza ist eine strategisch wichtige Stadt auf der Straße nach Timbuktu.

Am 22. März hatte in dem westafrikanischen Land eine Gruppe von Soldaten den langjährigen Präsidenten Amadou Toumani Toure gestürzt. In dem Machtvakuum nach dem Putsch gelang es den Tuareg-Rebellen und den mit ihnen verbündeten Islamisten innerhalb weniger Tage, den gesamten Norden des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Später wurden die Tuareg-Rebellen jedoch von den Islamisten der MUJAO aus den wichtigsten Städten Timbuktu, Gao und Kidal vertrieben. Die Islamisten führten in Timbuktu das islamische Scharia-Recht ein und zerstörten eine Reihe von islamischen Heiligengräbern. (APA, 1.9.2012)

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9 Postings
da steht glatt "Bewaffnete Islamisten ..."

.... bewaffnet ?

kann ja gar nicht sein. Wobei Islam bekanntlich "Frieden" bedeutet.

islamisten kaempfen auch gegen den islam....wie alle extremisten.
aber darum ging es ihnen ja nicht.......lieber ein pauscahlisierendens bashing gegen den islam.....wie innovativ heee ;)

In Mali sind ca 80% der Menschen muslimisch, 18% animistisch und 2% Christen.

Bis vor kurzem war Mali noch eine gut funktionnierende Demokratie. Es ist einfach unfassbar, was da passiert. Es sind die Leute selber zum Größteil nur geschockt und planlos und beginnen sich erst jetzt langsam zu organisieren.
Die Tuareg haben den islamisten zum Putsch verholfen, weil sie sich so eine eigene Autonomie erhofft haben. Jetzt weinen sie bittere Tränen. Erstaunlicherweise sind nämlich die Tuareg den Islamisten herzlich wurscht.

Es ist unglaublich, wie eine relativ kleine Gruppe von Banditen in kürzester Zeit ein ganzes Land übernehmen kann.

Funktioniert ja für diese Leute wurde Libyen zerbombt und in

Syrien werden sie auch unterstützt. Von Marokko bis zur Straße von Hormus auf der Siegerseite.

Was muss eigentlich noch passieren, dass die AU und die UNO endlich einschreiten.

au wartet auf un-erlaubnis. in nig werden angeblich 3000 mann vorbereitet.
oder gibt's schon mehr dazu?

Um sich hinterher ebendieses Einschreiten vorwerfen zu lassen? Womöglich von denselben Trollen, die es vorher heftig gefordert hatten?

geb wieso denn

islam ist super
sharia ist toll
sei müssen nur dran glauben und alles wird gut.

Die sind ja bereits eingeschritten. Das ist das Ergebnis

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