In Graz gestarteter Stratosphärenballon scheiterte beinahe an Wolkendecke

Mission anlässlich der Entdeckung der kosmischen Strahlung

Graz - Regenwetter und Wolken drohten am Samstag die Mission eines vom Grazer Schloßberg aus gestarteten Stratosphärenballons zum Scheitern zu bringen. Der Ballon startete anlässlich der Entdeckung der kosmischen Strahlung vor 100 Jahren durch den Österreicher Victor Hess. Doch statt in 35 Kilometern Höhe Messungen vorzunehmen und Bilder vom Rande des Weltalls auf einen Public Screen zu senden, gondelte das Luftgefährt zunächst in einer Höhe von zwei bis vier Kilometer dahin - und stellte vorerst nur einen horizontalen Rekord auf.

Doch wie sich am Samstagabend herausstellte, ist der Stratosphärenballon knapp vor dem erwarteten "Touch Down" doch noch durchgestartet. "Nach dem Durchzug durch die Wolkenfront trocknete der Ballon ab und erreichte eine Scheitelhöhe von ca. 21.000 Meter. Nach einem fast siebenstündigen Flug landete er schließlich in der Tschechischen Republik westlich von Brünn", berichtete Thomas Bergauer vom Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Samstagabend.

Die an Bord befindlichen Instrumente und Kameras werden in den nächsten Tagen ausgewertet, sodass der Flug als Erfolg zu werten sei, so Bergauer: "Dass wir das trotz des schlechten Wetters geschafft haben, beeindruckte alle Beteiligten." (APA, 2.9.2012)

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18 Postings
Sondermüllabwurf

Täglich werden 7 Radiosonden, mehr oder weniger Sondermüll, auf die Felder geschmissen und bleiben dort liegen. Eigentlich ein Wahnsinn. Dass sich darüber die Grünen noch gar nicht echauffiert haben, wundert mich.

Setz ein Zeichen und schau keinen Wetterbericht mehr, wenn dir alle folgen brauchen wir auch keine Wetterballons mehr!

@ Redaktion

Ein Ballon fährt und fliegt nicht :)
Das Verb fliegen ist für Fluggeräte schwerer als Luft reserviert, Geräte leichter als Luft fahren.

Der Link im Posting zuvor zeigt die graphische Darstellung der APRS (Automatic Packet Reporting System) Daten.

Der Ballon ist ja auch schwerer als Luft, nur die heisse Luft im Ballon ist leichter als Luft und zieeht ihn hinauf.

Nein, heiße Luft ist nicht leichter als kalte Luft, sie nimmt ein größeres Volumen ein, ihr spezifisches Gewicht wird geringer. Ein Kilo kaltes Eisen ist auch nciht leichter als ein Kilo geschmolzenes Eisen. Durch den Dichteunterschied der kälteren Luft zur wäremeren Luft im Ballon, wird Auftrieb erzeugt. Ein Kilo heiße Luft ist aber genau so schwer wie ein Kilo kalte Luft, sie nimmt nur mehr Raum ein... testen sies! Stellen sie sich zu einer Strache-Veranstaltung, sie werden merken, Strache braucht den ganzen Raum auf der Bühne für seine heiße Luft, während seine ZuschauerInnen nur kalte Luft produzieren und dicht zusammengedrängt vor der Bühne stehen. Alle produzieren gleich viel Luft, aber die kalte kann enger zusammen stehen... ;-)

also kind meiner...

...mutter (und somit genitscher experte in luffahrtsangelegenheiten) kann ich ihnen versichern, dass menschen, welche einen ballon besteigen nicht leichter werden als luft.

also muss des rätsels lösung sein: menschen fliegen mit einem ballon, & der inhalt des ballons selbst fährt von a nach b. eng mit dieser frage verbunden ist natürlich auch die schwimmfähigkeit von körpern:

www.youtube.com/watch?v=Ji3hGdJTrVA

Wenn man den Link öffnet, kommt ein rotes Auto mit dem Wort "loading" im Schlepptau. "Fährt" das jetzt oder "fliegt" es? ^^

Naja. Heißluftballon wird im Gegensatz zum Gasballon nicht mit einem Gas betrieben, das leichter als Luft ist und somit dem Ballon Auftrieb verschafft.

Sondern bei einem Heißluftballon wird ein Luftvolumen erwärmt, die Dichte des Gases sinkt dabei. Nach dem Gesetz von Gay-Lussac entsteht aus dem Dichteunterschied der kälteren äüßeren Luft und der wärmeren inneren Luft eine Auftriebskraft.

Nichts in einem Heißluftballon ist also leichter als Luft (zwar sinkt das spezifische Gewicht der erhitzten Luft, aber sie ist in dem Sinne nicht "leichter" als die umgebende Luft - ebenso wie ein Kilo kaltes Eisen nicht schwerer ist als ein Kilo heißes, ausgedehntes Eisen).

Danach würde mit ihrer Definition ein Heißluftballon fliegen.

Stratosphärenballon wird aber wohl mit einen Gas funktionieren, das leichter als Luft ist - der "fährt" also.

Weitstreckenrekord

@StandardRedaktion: Der Ballon landete in Tschechien, nahe Brünn und schaffte ein Höhe von 26.000 m.
Erst über Niederösterreich hatten die Wolken aufgelockert und der Ballon stieg dann sofort in die Höhe, wo er wie geplant platze.

Für alle anderen, der Ballon wurde zu Ehren von Viktor-Franz Hess zum 100-jährigen Jubiläum der Entdeckung der Höhenstrahlung gestartet. Bei solchen Events, kann man sich das Wetter oft nicht aussuchen. Bei wissenschaftlichen Start wird viel stärker auf das Wetter geachtet und eher verschoben.

Vielen Dank für diesen klassischen "Wir liefern den Inhalt zu einem APA-Artikel"-Kommentar.

:-)

Also...

... hundert Jahre nachdem ein Forscher die kosmische Strahlung entdeckte, entdecken nun die Forscher des Instituts für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (HEPHY) und dem Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF) das man einen Stratosphärenballon nicht bei Regen aufsteigen lassen kann?

Wir folgern daraus ...

... im Bildungssektor wird zuviel gespart!

;-)

Stimmt genau!

"die Forscher des Instituts für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (HEPHY) und dem Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF) das man einen Stratosphärenballon nicht bei Regen aufsteigen lassen kann? "
Die Forscher.....dem ÖWF das man......
Zur Bildung gehören auch Rechtschreibung und Grammatik.

Bevor die Wogen bezüglich Geldverschwendung, etc. hoch gehen:
Die Veranstaltung war ein Fest zu Ehren des Österreichischen Nobelpreisträgers Victor Hess. Dieser hat bei einer Ballonfahrt vor 100 Jahren die kosmischen Strahlung entdeckt.
Der Ballonstart war ein Showevent und die größten Kosten waren die freiwillige Arbeitsleistung der Beteiligten!

"Wir wissen jetzt, dass es bei Regen nicht geht..."

Und diese bahnbrechende Entdeckung haben wir erst jetzt im Jahr 2012 gemacht? In all den Jahren, in denen es solche Ballone gibt, ist noch nie wer drauf gekommen, dass Regen ungünstig ist?

oh man, als ob Wetterballone eine neue Erfindung wären... Wahrscheinlich hätten die verehrten Hephy-Physiker nur ein paar Gebäude weiter gehen müssen um mal mit einem erfahrenen Meteorologen zu reden. Dann wären diese Peinlichkeiten erspart geblieben. Oder einfach nich davor groß rumposaunen sondern nach Erfolg publik machen...

wow

das klingt wieder mal nach oesterr. geldverschwendung im "namen der wissenschaft" - hauptsache publicity

Private Veranstaltung

Soweit mir bekannt ist war das eine private Veranstaltung! Also erst mal informieren vorm herummotzen.

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