Mindestsicherung für Hundstorfer eine "Erfolgsgeschichte"

Seit Einführung 29.157 Personen in Arbeit vermittelt

Wien - Die bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) habe sich seit der Einführung am 1. September 2010 zu einer "arbeitsmarktpolitischen Erfolgsgeschichte" entwickelt, das erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) am Samstag in einer Aussendung. In diesen zwei Jahren konnten vom Arbeitsmarktservice 29.157 Personen in Arbeit vermittelt werden, hieß es. Allein heuer wurden bisher 56,4 Mio. Euro für die Förderung vorgemerkter BMS-Bezieher aufgewendet.

Im Zeitraum seit der Einführung vor zwei Jahren wurden 92.100 Mindestsicherungsbezieher vom AMS betreut, rund 30.000 konnte ein Job vermittelt werden. Zusätzlich nutzten 60.528 Personen ein Schulungsangebot des AMS. Laut Angaben des Sozialministeriums sind 48 Prozent der BMS-Bezieher weiblich, mehr als zwei Drittel der vorgemerkten Bezieher verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss. "Wir stellen hohe Summen für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung", so der Minister. Von den 56,4 Mio. Euro in diesem Jahr wurden 56 Prozent für Qualifizierungen, 35 Prozent für Beschäftigungsförderungen und neun Prozent für Unterstützungsleistungen verwendet.

Aus Hundstorfers Sicht bewährt sich auch die Betreuung durch multidisziplinäre Teams aus Gesundheits-, Sozial- und Bildungsberufen: "Die Zahlen beweisen nun, dass dieser Weg erfolgversprechend ist." (APA, 1.9.2012)

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Als Erfolgsgeschichte haben AK und ÖGB die "Abfertigung neu" auch dargestellt - welche jedoch in Wirklichkeit ein Trauerspiel ist.

http://www.arbeiterkammer.at/bilder/d6... ungneu.pdf

Toller erfolg

Steht in einem Anderen Medium:
Mindestsicherung reicht nicht ...
http://oesterreich.orf.at/?page=2
Wenn man den Betrag ansieht dann die Frage, kann denn ein Einzelner noch eine 4-köpfige Familie erhalten, wieviele verdienen über 2000€ netto im Monat ? Somit sehen wir, wo wir jetzt stehen... früher ging es...

Nachhilfeunterricht für einen sozialdemokratischen Sozialminister im Rechnen:

Laut dem VCÖ machen in Österreich die Steuerbegünstigungen von Firmenwagen bis zu 1,6 Milliarden Euro pro Jahr aus (Studie von "Copenhagen Economics"). Dieses Steuerprivileg ist laut VCÖ sozial ungerecht und hat ökologisch negative Auswirkungen.

http://vcoe.duncrow.com/de/presse... abe2012-18

Und nun die Rechnung, Herr Hundstorfer:
Mit 1,6 Mrd. könnten Sie doppelt so vielen Menschen wie die von Ihnen zu Hundsarbeit Verpflichteten 90.000 die Mindestsicherung von rund 750 € pro Monat zahlen.
Ganz ohne AMS und unter Wahrung der Würde für alle Betroffenen, die durch den Rost der neoliberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik gefallen sind.

Aber welcher Sozi stellt heute noch solche Überlegungen an?

ein Neoliberaler Hundstorfer,

rechnet sich die Welt schön. Putzig. Am Wahltag ist Zahltag.

Zahltag...

Die Tragödie ist, dass, egal für welche der Parteien man sich entscheidet – vorsichtigerweise lasse ich die österreichischen Grünen einmal außen vor – man schlussendlich von allen keine Politik, die diese Bezeichnung sinngemäß verdienen würde, erwarten kann.
Die Politik hat da wie dort abgedankt. Wahlen dienen nur mehr dazu dem Wahlvolk Demokratie vorzugaukeln. Die Politik ist von Doppelagenten und deren sesselklebenden Mitläufern durchsetzt – quer durch alle politischen Lager.

vorgegaukelte demokratie

dem kann ich nur voll zustimmen und der Huntsdorfer macht auch neoliberale Politik

Ein Sack Stroh ..

freut sich auf diese Vorbereitung. Bei den AMIS ist nach wenigen Monaten Unterstützung aus. 0-Geld.
Bei uns neu: Wer die Mindestsicherung will MUSS zuerst seinen Privatbesitz auf ca. 3500€ Gesamtvermögen reduzieren. Bei Sozial/Notstand war dies nicht der Fall.
Hier haben wir eine Art versteckte Enteignung.
Da.h. auch wer mal sich etwas beiseite gelegt hat und mal über die ALG ausfällt hat Pech... nie wieder zurück, zuerst verarmen!
Die 1€ Zwangsarbeit mit Bezugsstreichung gabs schon immer !

Legalisierte Zwangsarbeit – eine Erfolgsgeschichte!

Ein herzliches Dankeschön an den dauerpragmatisierten ehemaligen Bürokaufmann-Lehrling beim Magistrat Wien und jetzigen Sozialminister von all jenen, die das System der heutigen sozialen Marktwirtschaft in die Restarbeitskräfte-Verwertung gekippt hat und jetzt über das Erfolgsmodell "Mindestsicherung" zu jeder Drecksarbeit zu Hungerlöhnen zwangsverpflichtet werden.
Das ist sozialdemokratische Sozialpolitik anno 2012. Finanziert mit Millionen an AMS-Geldern, die so gut wie vom Fenster hinaus geschmissen sind und dem Billiglohnsektor zusätzlich zu der Leiharbeit weiteren Vorschub leistet. Ganz nach dem Sozi-Motto "Die Arbeit hoch", koste es was es wolle und sei sie in einem der reichsten Länder der Welt auch noch so menschenunwürdig. BRAVO!

Der Sozialstaat hat keine Antworten

auf die Gegenwart und schon gar nicht für die allzu nahe Zukunft.

2 Drittel der Bezieher haben nur einen Pflichtschulabschluss, dh können kaum irgendeinen sinnvollen Beitrag leisten.

Diese Art von sinnloser Beschäftigung ist aber stark rückläufig durch Automatisierungen etc.

Wir laufen auf eine Situation zu wo ein grosser Teil der Bevölkerung davon betroffen sein wird, keinen Beitrag zur Produktivität mehr leisten zu können, die niedrig Qualifizierten zu allererst.

Das Ziel Vollbeschäftigung ist im 21. Jahrhundert an sich idiotisch. Die Frage ist, wie man mit der neuen Situation sinnvoll umgeht in Zukunft. Da fehlen massiv Antworten, aber Lehrlinge haben normalerweise auch nur Visionen nach Pilzkonsum.

ERFOLGSGESCHICHTE

Herr Hundstorfer, auch einer jener „Spezialdemokraten“, die ihr Berufsleben stets im geschützten Bereich verbracht haben. Auch einer, der längst vergessen hat, welcher einstmaligen (?) Gesinnung sein eigenes Fortkommen geschuldet ist. Eine Erfolgsgeschichte allemal, und zwar die persönliche Erfolgsgeschichte eines bestens abgesicherten Funktionärs, der einmal „nicht wusste, was er da unterschrieb“.

Wenn ich mir überlege,

daß inzwischen 50% der in der SVA Versicherten die größten Probleme haben, aus Ihrem Einkommen die Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie die neuen Jobs für die vorher Arbeitslosen aussehen.

Und wenn ich wohlbestallte Arbeitsmarkt-"Experten" verschiedener Institute, Politiker und Wirtschaftsjournalisten (z.B. Herrn Frey) davon faseln höre, daß wir - bei 6,7% Arbeitslosigkeit -"fast Vollbeschäftigung" hätten, geht mir das Geimpfte auf.

Da hat der Sozialminister was falsch verstanden.

Die Mindestsicherung ist eigentlich keine Arbeitswelteingliederungshilfe, sondern sie soll (fast) jedem Menschen in Ö das nackte Überleben sichern.
Ein Erfolg wäre, wenn jetzt weniger Menschen als früher auf der Straße erfrieren oder weniger als früher schlecht ernährt sind oder einfach nur weniger Menschen Existenzängste haben müssten. Aber das ist alles nicht der Fall.
In einem zivilisierten Land gibt es für jeden bedingungslos ein Dach über dem Kopf, was Gscheites zum Essen und genug zum Anziehen. Solange das nicht erreicht ist, gibt es keinen "Erfolg". Da sind sie auf der arabischen Halbinsel schon weiter, auch wenn man sonst nicht viel Nettes aus der Ecke hört.

Mindestsicherung gekürzt- um 25%, für die nächsten zwei Monate um 50% gekürzt

Ein Wort von irgendeinem Hansl Kursanbieter zur "Wiedereingliederung" und die Mindestsicherung - ohne Anhörung - gekürzt. Ist das eine ERfolgsgeschichte, Herr Sozialminister? Alleinerziehende Mütter und minderjährige Kinder dem Hunger und Obdachlosigkeit auszusetzen, nur weil irgendein Hansl von irgendeiner (privaten) Stiftung dem AMS Schlechtes über mich sagt? Sofort gekürzt, ohne mich anzuhören.

ähm

wo erfrieren bei uns menschen ?

ich bin absolut ihrer Meinung, bis auf das, was unseren Sozialminister betrifft, der wusste ganz genau was er tut.

Sklaverei, Entrechtung, ersatzlose Abschaffung der Sozialhilfe -

sind anscheinend für den spö-sozialminister hundstorfer (s)eine erfolgsgeschichte!
Die sozialdemokratie ist geschichte...!

das immer nur der sozial schmäh der genossen für das werte stimmvieh.

die genossen sind vetreter des internationalen kapitals, aber damit gewinnt man keine wahlen.

"30.000 konnte ein Job vermittelt werden"

Was für ein Job ?

In Deutschland zählen 1-Euro-Jobber NICHT mehr als arbeitlos

sie haben ja einen Job, har har

Bei uns dasselbe mit Übergabe des oft hoffnungslosen Falles an Outplacement-Stiftungen

Das ist Viehhandel, keine Arbeitsmarktpolitik des 21.Jhdt

nur BILDUNG hilft weiter! und die Qualifikationsmöglichkeiten für Arbeitslose sind faktisch NULL, weil der Grasser den Fonds geplündert hat!!!

Im Übrigen kostet ein 1-Euro-Jobber dem deutschen Staat mehr als ein Arbeitsloser, da Unternehmen, die 1-Euro-Jobber einstellen auch noch Geld vom Staat kassieren....dafür verdient der 1-Euro-Jobber für die gleiche Arbeit ungefähr die Hälfte von dem, was er verdienen würde, wenn er "normal" angestellt wäre.

Ein 1-Euro-Jobber verdient die Hälfte, zahlt keine Steuern und kostet dem Staat mehr....

...inzwischen gibt es Unternehmen in Deutschland, die ausschließlich 1-Euro-Jobber beschäftigen...

...dafür sind die Arbeitslosenstatistiken schöner....

...eine deutsche Erfolgsgeschichte...

Propagandaminister Hundstofer

29.157 Personen in SÖB, diesen vorgeschalteten Betrieben, und sonstigen Ausbeutern ausgelagert.

92.100 Mindestsicherungsbezieher vom AMS bedroht, genötigt, und um das wenige gebracht, was die Leute haben.

Zusätzlich wurden 60.528 Personen in Schulungen gezwungen, mit dem Angebot, bei Nichtannahme die Bezüge zu verlieren.

Wir stellen hohe Summen für unsere befreundeten Schulungsinstitue zur Verfügung, damit Trainer einen guten und sicheren Job haben.

gez. der Asozial & Propagandaminister

Mobbing Schickane AMS

wie es in Zwangs "Schulungen" zugeht, kann man auf soned.at lesen.

Heißer Tipp:

Wenn man so ein Brieferl kriegt, wo man über die Einstellung des Bezuges informiert wird, einfach einen Bescheid verlangen, wie es auch in einem Absatz weiter unten steht. (Eigentlich steht da nur, dass man das Recht hat, einen zu verlangen, aber nicht, auch einen zu kriegen. Aber das hat noch keiner gemerkt.) Dann winden sie sich zuerst wie ein Haufen Regenwürmer beim Gruppensex, dann kann man sie anschreien und in den Schwitzkasten nehmen, und am End kriegt man ohne Widerstand jeden Kurs, den man haben will. Und das mit der Bezugseinstellung war nur ein Mistverständnis.
Es schaut vieles bedrohlicher aus als es ist. Und was die einzelnen Berater sagen, war auch auf einmal nur mehr ein Mistverständnis, wenn man sie zum youtube-Star macht.

Ja, humor ist kein mist-verständnis aber nötig beim schwitzkastenkurs der regenwürmer!

Mindestsicherung ist nicht die Bezeichnung, welche ich dafür gewählt hätte.

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