Amazon drückt Tablet-Preis mit Werbeeinblendung

Kindle mit Werbeeinblendung gibt es bereits um 30 Dollar günstiger

Die Preise für Tablet-Computer könnten demnächst weiter sinken. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag berichtete, plant Amazon von seinem kommenden Kindle Fire eine Version mit Werbeeinspielung herauszubringen. Dieses Modell würde dann günstiger angeboten, führte die Zeitung unter Berufung auf Personen aus, die in die Gespräche über das Gerät eingebunden seien. Amazon selbst schwieg zunächst. 

Rabatt mit Werbeeinblendung

Das Unternehmen würde mit dem Schritt nicht einmal Neuland betreten. Bereits seit dem vergangenen Jahr bietet der weltgrößte Online-Händler sein E-Book-Lesegerät Kindle mit einem Rabatt an, wenn der Kunde eine Werbeeinblendung duldet. Das Gerät gibt es in den USA ab 79 Dollar (63 Euro) anstatt 109 Dollar (87 Euro) für das werbefreie Pendant. In Europa kostet die günstigste Kindle-Variante 99 Euro. 

Neues Kindle Fire erwartet

Nach den Informationen der Zeitung würde bei dem verbilligten neuen Tablet-Computer beim Start eine Werbeanzeige erscheinen. Genaue Preise seien allerdings unklar. Der bisherige Kindle Fire von Amazon kostete 199 Dollar plus Steuern und hatte damit für Furore gesorgt. Ein Apple iPad ist je nach Modell doppelt bis dreifach so teuer. Seit Donnerstag ist der Kindle Fire aber ausverkauft. Wie gut sich Amazons Tablet bis dato verkauft hat ist unklar, denn Zahlen lässt das Unternehmen aus Seattle nicht an die Öffentlichkeit. Der Marktanteil des Kindle Fires beträgt laut Analysten 4,2 Prozent. Apples Marktanteil in der Tablet-Sparte betragt rund 70 Prozent. Es wird allgemein erwartet, dass Amazon auf einer für den 6. September anberaumten Pressekonferenz einen Nachfolger vorstellt. 

Smartphone geplant

Neben einem neuen Tablet will Amazon künftig auch im Smartphone-Business mitspielen. So soll laut "Wall Street Journal" Amazon bis Ende des Jahres noch mit einem eigenen Smartphone auf den Markt gehen. Dies jedenfalls haben im Juli hochrangige Mitarbeiter jener Unternehmen gesagt, die Amazon mit der dazugehörigen Hardware versorgen werden. (red/APA, 1.9.2012)

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