Amazon drückt Tablet-Preis mit Werbeeinblendung

1. September 2012, 10:33

Kindle mit Werbeeinblendung gibt es bereits um 30 Dollar günstiger

Die Preise für Tablet-Computer könnten demnächst weiter sinken. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag berichtete, plant Amazon von seinem kommenden Kindle Fire eine Version mit Werbeeinspielung herauszubringen. Dieses Modell würde dann günstiger angeboten, führte die Zeitung unter Berufung auf Personen aus, die in die Gespräche über das Gerät eingebunden seien. Amazon selbst schwieg zunächst. 

Rabatt mit Werbeeinblendung

Das Unternehmen würde mit dem Schritt nicht einmal Neuland betreten. Bereits seit dem vergangenen Jahr bietet der weltgrößte Online-Händler sein E-Book-Lesegerät Kindle mit einem Rabatt an, wenn der Kunde eine Werbeeinblendung duldet. Das Gerät gibt es in den USA ab 79 Dollar (63 Euro) anstatt 109 Dollar (87 Euro) für das werbefreie Pendant. In Europa kostet die günstigste Kindle-Variante 99 Euro. 

Neues Kindle Fire erwartet

Nach den Informationen der Zeitung würde bei dem verbilligten neuen Tablet-Computer beim Start eine Werbeanzeige erscheinen. Genaue Preise seien allerdings unklar. Der bisherige Kindle Fire von Amazon kostete 199 Dollar plus Steuern und hatte damit für Furore gesorgt. Ein Apple iPad ist je nach Modell doppelt bis dreifach so teuer. Seit Donnerstag ist der Kindle Fire aber ausverkauft. Wie gut sich Amazons Tablet bis dato verkauft hat ist unklar, denn Zahlen lässt das Unternehmen aus Seattle nicht an die Öffentlichkeit. Der Marktanteil des Kindle Fires beträgt laut Analysten 4,2 Prozent. Apples Marktanteil in der Tablet-Sparte betragt rund 70 Prozent. Es wird allgemein erwartet, dass Amazon auf einer für den 6. September anberaumten Pressekonferenz einen Nachfolger vorstellt. 

Smartphone geplant

Neben einem neuen Tablet will Amazon künftig auch im Smartphone-Business mitspielen. So soll laut "Wall Street Journal" Amazon bis Ende des Jahres noch mit einem eigenen Smartphone auf den Markt gehen. Dies jedenfalls haben im Juli hochrangige Mitarbeiter jener Unternehmen gesagt, die Amazon mit der dazugehörigen Hardware versorgen werden. (red/APA, 1.9.2012)

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16 Postings
mich interessiert wenig die werbung, eher der CyanogenMod :D

Das gibt's übrigens auch bei Büchern.

Ich staunte nicht schlecht, als plötzlich mitten in meinem Sartre eine Seite mit Werbung für "Pfandbrief und Kommunalobligation" auftauchte.

Ja, kann ich mich auch noch erinnern. Das waren die rororo-Taschenbücher. Die Werbeeinschaltungen waren sogar passend zum Buch gestaltet (bei mir war's z.B. in einem Schachlehrbuch)

In "Geschlossene Gesellschaft" steht z. B. plötzlich mitten im Stück:

"Der Wunsch nach Selbstverwirklichung gehört zu unseren wichtigsten Lebenszielen: Pfandbrief und Kommunalobligation."
Schräg und sicher im Sinne Sartres!

Hab grad nachgeschaut, nach einem längeren Absatz zum Abschluss:
"Ohne Geld ist man schnell schachmatt.
Pfandbrief und Kommunalobligation"

Eine hübsche Illustration war auch noch dabei!

da flasht man doch einfach eine ROM von CM drüber und dann ist die Werbung weg.

tz. Ich würds mir kaufen. Gibt doch sicher nach einer Woche spätestens das erste ROM ohne Werbung.

Wegen 20 Euro wär mir das zuwider, und so toll ist das Kindle auch wiederum nicht...

Wer sich softwaremäßig mit Flickwerk von Hobbyprogrammierern auseinandersetzen will, bitte!
Ist wahrscheinlich für viele eine Art von Herausforderung...

Keinen Plan hast du, was diese "Hobby" Entwickler alles drauf haben. Dank diesen "Hobby" Entwicklern läuft mein Note zum erstenmal beinahe 100% ruckelfrei und super schnell auf Android 4.1.1. mit umfassenden Einstellungsmöglichkeiten. Das haben die ganzen Software Experten bei Samsung mit Touchwiz (noch) nicht zusammengebracht.

absolut legitim, aber das tun halt genau maximal 5% der Kindle Kunden, insofern ist das denen wohl denkbar egal.

na legitim ist das bestimmt nicht.

Irgendwie glaub ich, dass da der Bootloader gesperrt sein wird :D

leider find ich das interview von jeff bezos nicht mehr. aber er sagte mal, dass er nicht viel von gesperrten bootloadern weil er früher oder später sowieso geknackt wird. und amazon lieber mit den hackern lebt, als andern das leben unnötig schwer zu machen. so oder so ähnlich...

was jetzt nicht sooo ein Hindernis darstellt ...

Pff fürs erste Milestone gibts meines wissens immer noch keine Custom-kernels..

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