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Seit Ausbruch der Eurokrise hat die Frage, was die Probleme der Schuldnerstaaten die Österreicher kosten werden, zwar bei den rechten Oppositionsparteien und im Boulevard eine große Rolle gespielt, wurde aber unter Finanzfachleuten kaum diskutiert. Das ist plötzlich vorbei: Haftungen für Griechenland und Zahlungen an den Eurorettungsschirm wurden dort problemlos hingenommen, aber die Aussicht auf eine europaweite Einlagensicherung lässt bei den Banken die Alarmglocken läuten. Ein Szenario, in dem österreichische Spareinlagen nach Irland oder Spanien fließen könnten, um dortige Löcher in den Bankbilanzen zu stopfen, könnte das Vertrauen der Sparer zerstören und heimische Geldinstitute in den Krisenstrudel hineinziehen, hieß es beim Forum Alpbach.
Diese Sorge ist berechtigt. Aber sie ist nicht Grund genug, eine gemeinsame europäische Einlagensicherung abzulehnen. Denn die Tatsache, dass jedes Euroland für seine Banken haften muss, hat in Irland, Spanien und auf Zypern Banken- in Staatsschuldenkrisen verwandelt, die dann die anderen Eurostaaten genauso treffen.
Dieser Teufelskreis muss unterbrochen werden, und das geht nur über eine europäische Bankenaufsicht und Einlagensicherung. Sie könnten uns im Katastrophenfall zwar teuer kommen, aber ohne sie wird es noch teurer werden. Dies den Bürgern klarzumachen ist nicht einfach, aber unvermeidlich - für Politiker und für führende Banker. (Eric Frey, DER STANDARD, 1./2.9.2012)
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Den Bürgern wird man gar nichts klarmachen, die werden sich wehren, das steht kein Politiker durch. Eine gemeinsame Einlagensicherung dividiert die Völker Europas noch weiter auseinander, wie es schon durch den ESFS und den ESM passiert. Der Hass zwischen Nord- und Südeuropäern wird, unterstützt durch radikale Demagogen, eskalieren.
Nur weil es die Finanzmärkte diktieren, kann man nicht die letzten Schritte vorziehen, die zuerst eine gemeinsame Basis haben müssen. Zuerst brauchen wir ein vereintes Europa mit einer gemeinsamen Verfassung, dann die gleichen Sozialstandards und einheitliche Gesetze und erst dann ist eine solidarische Haftung möglich. Die Eliten werden auf der Guillotine landen, wenn sie gegen die Bürger handeln.
dann ist der Staat für diese Bank zu klein. Oder seine Gesetze unzureichend.
Oder beides.
Wenn z.B. Meinl implizit damit wirbt, daß eine Veranlagung auf Jersey alleine schon deshalb höhere Gewinne bringe, dann sollte ein Blick auf die Karte genügen, um zu wissen, daß da notfalls auch nur die Sicherheit von Jersey dahintersteckt.
Die österreichische Einlagensicherung ist völlig ausreichend, kaum jemand aus der arbeitenden Bevölkerung bringts soweit, pro Familienmitglied den Sicherungsbetrag auf der hohen Kante zu haben.
Und ab einer gewissen Höhe sollte man Geld nicht einfach liegenlassen. Wenn man sich aber stattdessen z.B. Aktien kauft, dann endet die Sicherungszusage plötzlich?
Paßt so, wie es ist.
"Dies den Bürgern klarzumachen ist nicht einfach, aber unvermeidlich - für Politiker und für führende Banker."
Ah, sind wir schon wieder bei unvermeidlich. Alternativlos sozusagen. Da braucht man gleich gar nichts mehr argumentieren. Toll. Ist ja gerade groß in Mode, im Gegensatz zu Demokratie z.B..
Ich sag' Ihnen was bei mir unvermeidlich ist, Herr Frey. Wenn das kommt werde ich mein mein ganzes Geld, das ich langfristig angelegt habe, von EU Banken abziehen und in die Schweiz verfrachten. Hätte nie gedacht, dass das mal notwendig werden würde.
Verstehen Sie nicht, dass es Krisen gibt, vor denen man ganz einfach nicht davon laufen kann?
Sehen Sie Sich mal die KapitalFlussStatistiken, auf die der Link meines letzten Postings verweist, an. Extrapolieren Sie die Situation mal. Wenn die gesamte Eurozone die Position Spaniens einnehmen würde (KapitalFluch in großen Umfang).
Und nun stellen wir uns vor, das Kapital flieht in die Schweiz. Was würde mit dem Kurs Schweizer Franken geschehen? Die SNB hält ihn bei 1,2 Euro indem sie Geld "druckt". Was ist das gedruckte Geld dann wert? Garantiert das Ihre Spareinlagen besser?
Oder eben auch nicht "Gedldrucken" - der Kurs des SFr steigt recht rasch ins Unermessliche. Nach wenigen Monaten geht die Schweizer Wirtschaft in die Knie. Besser so?
Grund: http://www.querschuesse.de/spanien-5... alabfluss/
Mir widerstrebt es auch, MITzuhaften für Berlusconi uns seine Nachahmer (in .gr, .es, ...). Man muss vermutlich auch nicht alles machen, was gerade verlangt bzw. diskutiert wird.
Aber an der gemeinsamen EinlagenSicherung führt kein Weg vorbei. Die muss sogar sehr schnell kommen, wenn's nicht schon zu spät ist.
... ist so oder so nicht ernst zu nehmen.
Wieviel Geld ist wirklich gesichert verfügbar? Ziemlich einfach: maximal die verfügbare Menge an Bargeld (und das ist auch nur theoretisch). Das sind (in der Eurozone) derzeit etwa 900 Milliarden Euro. https://stats.ecb.europa.eu/stats/dow... es_val.pdf
Alles, was darüber hinausgeht, ist ... nichts, d. h. eine Zahl auf einem Konto, ein Anspruch auf Geld. Und ein Anspruch, der nicht einlösbar ist, ist wiederum ... nichts.
http://www.banken-in-die-schranken.eu
So wie Sie's beschreiben, ist's aber schon seit dem Ende des Goldstandards. Also seit Jahrzehnten. Und wieviel man vom Gold in einer veritablen Krise hat, konnten die Menschen 1929 und in den folgenden Jahren erleben. Das waren die Jahre indem die Menschen die Eheringe gegen BrotLaibe tauschten.
Das Banken besser reguliert werden müssen, ist auch meine Meinung. Zerschlagen in kleine Teile, die in Konkurs gehen können, z. B. Am besten schon morgen mit der Planung anfangen. Rückzahlung vom Bonus bist der Schaden gedeckt ist (das wäre quasi eine Enteignung für so manche).
... das Teilreservensystem nicht so das Gelbe vom Ei ist:
http://banken-in-die-schranken.at/banken/15... cago-plans
Die Politiker mögen sich nach wie vor auf die EU einschwören - die europäische Bevölkerung tut das längst nicht mehr. Europa ist gescheitert, dieses Werk kann angesichts der vielfältigen nationalen und persönlichen Interessen der Akteure nicht funktionieren. Eine europäische Gemeinschaft ist eine verträumte, naive Utopie. Letztendlich ist jeder sich selbst der nächste.
... im Falle eines Falles zahlt es eh immer der Otto Normalverbraucher, ob über zusätzliche Kontoführungsgebühren für die Versicherung oder über seine Steuergelder. Banken läßt man NICHT pleite gehen und wenn doch, so trifft es mit Sicherheit nicht die, die die Suppe eingebrockt und ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben.
die Banker erfinden ein Bankensystem wo einzlene Banken pleite gehen können ohne dass sie gerettet werden müssen weil es sonst einen Domino-Effekt nach sich ziehen würde.
Aber das interessiert keinen. Die wollen einfach nur wie bisher ihre Gewinne scheffeln und nichts davon für irgendwelche Versicherungen abgeben. Darum sollen sich andere kümmern. Und es soll nicht die Gewinne schmälern.
Eh einfache Kriterien. Die Politik versagt halt, die EU, wie immer, weil sie diese einfachen Wünsche nicht erfüllt. Der Markt hätte das sicher viel besser gekonnt.
ich hoffe frey arbeitet bereits fuer 50cent pro geschriebenen artikel. natuerlich nur damit die wettbewerbsfaehigkeit des standards erhoeht wird. noch besser waere er wuerde fuer 10cent arbeiten, dann koennte der standard auch noch verstaerkt ins ausland expandieren, und auch dort versuchen zur meist gelesenen zeitung im bereich essay (der wichigsten leser/werbegruppe personen zwischen 34,5 und 47,2 jahren aus der sektion der bestverdiener) werden...
zum beispiel koennte sich dann der standard als nummer eins im dt. sprachraum etablieren, inkludierend dt. randgebiete wie afrika oder zentralamerika...
geh frey, fang endlich an fuer 50cent pro geschriebenen artikel zu hackeln...
das wuerde den standard unglaublich wettbewerbsfaehiger machen. und die kosten welche man sich bei dir und deinesgleichen erspart, hilft dann dem standard auch in den osten zu expandieren, und dort alle oertlichen zeitungen preislich zu unterbieten...
das wachstumspotential vom standard waera dann enorm...
am besten du schreibst deine tollen artikeln sogar nur noch fuer 10cents/stueck und deine kinder helfen gratis in der druckerei mit, als praktikum natuerlich...
da waere der standard bald die nummer eins in europa, und wer weiss in der zukunft...
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