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Hollywood gilt, was die politische Einstellung der Mehrheit der dort Beschäftigten anbelangt, als Terrain der Demokraten. Entsprechend schwer fällt es Republikanern, für ihren Wahlkampf Prominente aus dem Showbusiness zu gewinnen, die man publikumsfreundlich vor den Wagen spannen kann. Mit dem 82-jährigen Clint Eastwood hat man beim Parteikongress nun auf einen Veteranen zurückgegriffen, der aus seinem Faible für die Konservativen nie ein Hehl gemacht hat, ja selbst in den 1980er-Jahren als Bürgermeister seiner Gemeinde Carmel aktiv gewesen ist.
Ob der knorrige Western-Star und Regisseur Mitt Romney mit seinem, freundlich formuliert, bizarren Auftritt einen guten Dienst erwiesen hat, ist jedoch fraglich. Die meisten Kommentatoren reagierten verwundert bis verstört auf Eastwoods Dialog mit einem leeren Stuhl, mit dem er Präsident Obama für seine nicht eingehaltenen Versprechen rügen wollte. Vor allem dem Stil der weitgehend improvisiert wirkenden Rede mangelte es an Subtilität: Der unsichtbare Obama durfte immer nur mit einem kruden "Shut up" kontern. Am Ende schloss er mit dem berühmten Oneliner aus Dirty Harry: "Make my day" - ein Satz, den übrigens schon Ronald Reagan gerne ausgeborgt hatte, um gegen Steuererhöhungen einzutreten. Wer seinen Job nicht erledigt, so Eastwood, den müsse man hinauswerfen.
Dabei ist der 1930 in San Francisco geborene Hollywood-Star ein durchaus gemäßigter Konservativer, der als Gegner von Bush und des Irak-Kriegs galt. Eastwood wuchs während der Depressionszeit auf, sein Vater musste auf der Suche nach Arbeit immer wieder den Wohnort wechseln. Das mag der Grund dafür sein, dass er nun in seiner Rede die hohe Arbeitslosigkeit als Schande für die Vereinigten Staaten bezeichnete.
Auch in seinen Filmen verkörpert Eastwood gern republikanische Tugenden. Zuletzt etwa eindrucksvoll in Gran Torino, in dem er einen alten Grantscherben spielt, der sein Grundstück mit der Flinte verteidigt, sich dann aber auch für das Wohlergehen seiner Community zu interessieren beginnt. Die Differenziertheit, die er in seinem Werk erreicht hat, sollte er nun nicht mit plakativen Auftritten sabotieren. Obama hat übrigens cool auf Dirty Harry reagiert: mit einem Bild, auf dem er von hinten auf seinem Präsidentenstuhl zu sehen ist. Darunter steht: "This seat is taken." (Dominik Kamalzadeh/ DER STANDARD, 1.9.2012)
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Ist eben eine populistische Wahlkampfrede, wenig Inhalt, einiges zum Mitjubeln (für Republikaner) und die üblichen Wahlkampf-Untergriffe gegenüber dem politschen Gegner.
Abgesehen davon war der Auftritt witzig, charmant und professionell. Wer Clintwood als senilen Idioten hinstellt betreibt auch nichts anderes als Wahlkampfrhetorik, soll so sein.
Ah ja ich bin eher Grünwähler, also ganz klar ein Sympathisant der Republikaner....
eastwooding wird sich clint anders vorgestellt haben - http://www.focus.de/panorama/... 33089.html …
clint eastwood ist für mich einer der besten regisseur die es gibt und jetzt dieser bizzare und unötige auftritt bei dem eastwood eher senil wirkte aber die republikaner freuts und ausserdm haben die amerikaner den republikanern die wirtschafts,finanzkrise guantanamo afghanistan und dem krieg im irak die übrigens beide im chaos endenten und sie blockieren obama im kongress aber das war in tampa natürlich kein thema
Der Auftritt mit dem leeren Stuhl ist ein Klassiker auf der Bühne, nicht nur des absurden Theaters eines Ionesco, und somit ein legitimes Mittel für einen Schauspieler, wenn er schon einen fiktiven Dialog aufbauen will.
Was macht denn Eastwood deutlich? - Dass er eben keine Antwort vom fiktiven Obama bekommt! Und genau das wird ihm ja vorgeworfen, keine Antworten zu haben für die Spaltung der Gesellschaft, für Iran und für Nordkorea, für Arbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung ...
Esatwood hat genau genommen all den Hollywood-Modelinken gezeigt, was ein Schauspieler leisten kann ... Nämlich mehr, als nur 20.000 Dollar für ein Spenden-Dinner mit Obama zu zahlen
das erledigen schon die userInnen für ihn - http://www.focus.de/panorama/... 33089.html …
das kam schon öfters vor ^^
In Brechts "Leben des Gelilei" gibt es auch so eine Szene. Römischer Karneval und das Volk verlacht Galilei: Huch, die Erde ist rund und dreht sich, gleich fallen wir runter! Hahahahahahaha
Ungefähr auf diesem Niveau bewegt sich die Eastwood-Kritik.
Wirklich zu belächeln ist allerdings der kultivierte Europäer, der sich den kulturlosen Amis so hoffnungslos überlegen fühlt und dabei doch nicht mal ansatzweise eine Ahnung vom Theater hat.
die szene ist nicht deshalb lächerlich, weil eastwood ein schlechter schauspieler ist, sondern weil dieses absurde theater auf einem parteikongress stattfindet + er sich damit zum hofnarren von romney macht. und dafür haben die menschen sehr wohl ein gespür. dieselbe szene könnte er doch mit romney spielen. welcher typ auf dem stuhl sitzt, ist völlig bedeutungslos - niemand hat so einfach antworten.
passt aber zu den republikanern - http://www.facebook.com/photo.php... =1&theater
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