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Anna Diamantopoulou: "Die Leute sind so verzweifelt, dass sie die Wahrheit nicht mehr ertragen, sie wollen Illusionen."
Standard: Sie haben in Alpbach beklagt, dass die EU-Partner mit Gerüchten und Drohungen zu Griechenland die Lage verschlimmern. Sind das alles Missverständnisse?
Diamantopoulou: Die politischen Spitzen verstehen die Lage sehr gut. Aber sie handeln in europäischen Zusammenhängen, denken dabei vor allem an ihr nationales Publikum. Sie treffen Entscheidungen für andere Länder, sind dabei aber ständig auf die Stimmung im eigenen Land fixiert.
Standard: Sie müssen Milliardenhilfen auch zu Hause rechtfertigen.
Diamantopoulou: Das sehe ich schon. Wenn Ihr Außenminister etwa sich kritisch äußert ...
Standard: ... er sprach vom Rausschmeißen, wenn Euroländer Verpflichtungen nicht einhalten ...
Diamantopoulou: ... dann hat er sicherlich die Wahrnehmung in Österreich vor sich, wo die Leute sagen: "Wir arbeiten hart, haben eine gesunde Wirtschaft, und jetzt geben wir unser Geld diesen verdammten Griechen, die keine Steuern zahlen, die unser Geld verprassen." Den Leuten muss man richtige Antworten geben.
Standard: Überrascht Sie das?
Diamantopoulou: Nein. Wenn ich in Griechenland mit Bürgern rede, ist es umgekehrt. Leute schimpfen und sagen, "Ihr kürzt ständig unsere Löhne, unsere Pensionen, trotzdem werden die Zustände immer schlechter. Die Europäer müssen uns wohl hassen." Es gibt eine Kluft zwischen Bürgern und Politikern, zwischen den Ländern, die größer und größer wird.
Standard: Die Regierung in Athen hat ihre Vereinbarungen nie ganz eingehalten.
Diamantopoulou: Es gab auf griechischer Seite gewaltige Fehler, Missmanagement nicht erst seit zwei, drei Jahren, sondern seit Jahrzehnten. Man muss jetzt aber auch die Frage stellen, ob wir die gesamte griechische Bevölkerung dafür bestrafen sollen, indem wir eine ganze Generation von jungen Leuten fallen lassen.
Standard: Ihr Land muss saniert werden.
Diamantopoulou: Man kann ein Land nicht sanieren wie eine Firma, wo man einen Dreijahresplan macht, tausende Leute entlässt. Die Dinge sind anders, wenn es um eine Gesellschaft geht. Das Problem war, dass die Opposition unter dem Konservativen Samaras alles blockierte, was Premier Papandreou wollte. Samaras ist jetzt Premier, er hat verstanden, dass das die letzte Chance für Griechenland und Europa ist.
Standard: Was ist von Parteien zu erwarten?
Diamantopoulou: Sie haben alle Versprechungen gemacht, dass es keine weiteren Kürzungen geben wird. Auch in meiner Partei, der Pasok, ist es leider so. Im Wahlkampf habe ich bei einer großen Parteiveranstaltung vor 1500 Leuten gesagt: Seien wir doch ehrlich, es wird neue Maßnahmen geben, Reformen müssen weitergehen. Da meldete sich jemand, schrie: "Das Einzige, was Du verdienst, Anna, ist dass man dich niederschießt."
Standard: Klingt unglaublich.
Diamantopoulou: Ich werde das in meinem Leben nie mehr vergessen. Es hat mir gezeigt, die Menschen sind schon so verzweifelt, dass sie die Wahrheit nicht mehr ertragen können. Sie wollen lieber Illusionen hören.
Standard: Halten Sie es für möglich, dass man Griechenland aus dem Euroraum drängt?
Diamantopoulou: Noch vor einem Jahr hätte ich so etwas für absolut unmöglich gehalten. Es ist nicht zu leugnen, dass das erwogen wird, im deutschen wie im österreichischen Establishment. Das ist furchterregend. Sie sollten verstehen, dass das nicht die Zeit ist für Drohungen. Mir macht das Angst. Für Griechenland wäre das Ende des Euro eine absolute Katastrophe. Es würde zu Unruhen kommen.
Standard: Wie schnell?
Diamantopoulou: Die Umbrüche würden sehr schnell gehen, und auch das Ausbrechen von Gewalt. Wir stehen vor dem entscheidenden Moment unserer Geschichte seit dem Krieg.
Standard: Was bedeutet das alles sicherheitspolitisch?
Diamantopoulou: Die gesamte Nachbarschaft von Griechenland, insbesondere die Türkei, hat derzeit große Probleme. Das Kurdenproblem rückt in den Vordergrund. Die Geschichte zeigt, wenn die Türkei Probleme hat, breitet sich das über die gesamte Ägäis aus. Griechenland ist mitten im Feuer. Das sollte man bedenken. (Thomas Mayer, DER STANDARD; 1./2.9.2012)
Fast 160 Milliarden Euro landeten bei Geldhäusern und Kapitalanlegern
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Zu optimistische Annahmen und Koordinationsprobleme in der Troika hätten zu "bedeutenden Misserfolgen" geführt
2,3 Milliarden Dollar Hilfsgelder
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Aristoteles Onassis liebte die Insel. Dort heiratete er Jackie Kennedy. Nun soll Skorpios an eine Russin gehen, die Behörden prüfen
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Die Gewerkschaft hatte angekündigt, gegen geplante Entlassungen, Personalmangel und Lohnkürzungen zu streiken
Seit Jahren taumelt Griechenland am Abgrund, als erstes Euroland erhielt der Krisenstaat ein Rettungspaket - ein Rückblick
Zwar gibt es immer mehr Hoffnungszeichen, dass Griechenland langsam aus der Krise kommt, doch die wahre Bewährungsprobe steht noch aus
Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen schnellt auf 64 Prozent hoch. Anreize, Junge anzustellen, bleiben erfolglos
Die Sanierung der Staatsfinanzen ist teuer erkauft, die Wirtschaft schrumpft das sechste Jahr in Folge
in GR hat der moderne verwaltungsstaat mit seinen vielfältigen funktionen wenig bis keine tradition, man vertraut ihm nicht und ist auch nicht bereit ihn zu finanzieren. gleichzeitig nähern sich die sozialen probleme aber immer mehr jenen mittel- und nordeuropas (immigration, "überalterung", ökologische probleme etc.) kein wunder, dass dieser unterfinanzierte, gleichzeitig überbürokratisierte und zur korruption neigende staat irgendwann zusammenbrechen muss.
diese systemschwäche hat die finanzwirtschaft nun ausgenutzt und den zusammenbruch noch beschleunigt.
erst wenn die menschen beginnen können, vertrauen in ihren staat aufzubauen wird sich etwas ändern. die derzeitige rosskur trägt nicht unbedingt dazu bei...
In Spanien werden bereits seit Juni Bauernhöfe und Supermärkte gplündert!
Siehe:
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 48969.html
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 41183.html
Brauchen wir mehr um die Augen zu öffnen?
- Immer mehr junge Menschen haben Schulden bis über beide Ohren
- Die Jugendarbeitslosigkeit steigt rasant an; im Juli lag die Jugendarbeitslosenquote EU-weit bei 22,5 Prozent, im Euroraum bei 22,6 Prozent
- 25 Millionen Menschen in der EU sind ohne Job; bis 2015 wird die Arbeitslosenquote steigen, 2015 zurückgehen und dann wieder steigen
- Viele künftige Rentner steuern in die Altersarmut und können, auch wenn sie ihr Leben lang gearbeitet haben, von ihrem Rentenanspruch allein nicht mehr leben
Die derzeitigen Systeme können nicht mehr aufrechterhalten werden und werden von selbst ein Problem, weitere Forderungen oder gar die Ankündigungen von Unruhen und kriegsähnlichen Zuständen bei Fallenlassen Griechenlands sind völlig fehl am Platz.
der in der heutigen Presse (warum auch nicht mal zum Nachbarn schauen) abgedruckt ist, sollte allen Träumern und Handlangern der Wirtschaftskriminellen ans Herz gelegt werden. Bin in der Regel kein Fan dieses alten konservativen "Sackes", aber hier ist ihm 100-prozentig zuzustimmen.
Jeder Tag länger, wo wir diese Südländer mitschleppen, ist ein Verbrechen an die Bürger unseres Landes und hilft den so genannten kleinen Leuten in diesen Südländern überhaupt nicht - im Gegenteil.
warum sollen alle EU-Staaten dafür zahlen, dass Griechenland seine Reederei-Milliardäre steuerbefreit und ehemaligen Olympiateilnehmern Beamtenjobs schenkt, bei welchen diese mit einem aus Steuergeldern finanzierten Motorboot über die Meere düsen, während wieer andere überhaupt nur kassieren fürs Nichtstun und deshalb nebenbei selbständig arbeiten und Steuern hinterziehen?
warum die Eu dafür zahlen soll das sag ich ihnen weil wir bürger nicht nur für die Griechischen Milliardäre zahlen sondern auch für die milliardäre die bei uns sind,und wenn jetzt die Eu diese Griechischen Milliardäre zum Zahlen verdonnern würde wäre der nächste schritt der das die Bevölkerung österreichs und Deutschland sagebn würden momentmal unsere staatschulden sind ja genauso Hoch wir wollen das jetzt unsere milliardäre anfangen zu zahlen und diesen Dominoeffekt möchte man verhindern weil man die Eliten ja schützen will,und deshalb ist es nur eine frage der Zeit bis alles zusammenbricht !
das mit solch einer finanzpolitik weder griechenland,italien,spanien,slowenien und egal welches land nicht zu retten sind! Bei einem zins und zinseszins geht das einfach nicht!Das nüsste auch jeder politiker erkennen! Ich glaube die wissen das auch und fahren den karren bewust an die wand! Die wissen was kommt und halten die informationen zurück so lange es noch geht! Es wird sich zeigen ob wir europäer zusammenhelfen werden oder ob wir bein großen crash gegeseitig auf uns losgehen! Nur eines ist klar-auf europa kommen dunkle zeiten zu!!!!!!
dass z.B. Deutschland und Österreich in ca. 10-15 Jahren nur noch Pensionen in maximaler Höhe der Mindestsicherung bezahlen können werden, somit ein Run auf die Sozialämter stattfinden wird, weil alles andere Geld zur Erhaltung der PIGS-Staaten aufgebraucht wird; ESM ein Dank!
... also sollen sie es auch selbst lösen.
ich verstehe nur nicht, warum sie aus der EU raus sollen. irgendeine währung werden sie ja brauchen. einfach keine kredite und keine hilfsgelder mehr schicken. staatsbankrott abwarten ... und dann zuschauen wie sie das regeln. vielleicht fangens dort an wo sie sollten ... nämlich die korrupten politiker einzufangen und ins meer zu werfen.
denn ohne staatspleite werden die griechen nie und nimmer die korrupten politiker und beamten los. das aufgeblähte beamtenheer muß radikal zusammengestutzt werden. wenn einmal alle korrupten beamten fristlos entlassen werden, bleiben wahrscheinlich sowieso nicht mehr allzu viele beamten übrig. ohne eine effiziente und funktionierende bürokratie sieht kein grieche ein, warum er steuern in dieses schwarze loch werfen soll.
stimmt schon.
was halt auch stimmt: in griechenland sind die loehne die letzten 10 jahre um ueber 30% gestiegen, bei uns um 0%.
und die steuerhinterziehung in griechenland fangt bei den kleinen hotels an, nicht bei den grossen reeedereien. es gibt da schon einen breiten gesellschaftlichen konsens.
und: egal wo jetzt die sympathien liegen, man sollte in der naehe der wahrheit bleiben. das ist zwar in der politik unerwuenscht -
der dialog zwischen jesus und pontius pilatus im johannesevangelium:
- ich bin in die welt gekommen um die wahrheit zu bezeugen.
- was ist das, wahrheit? (joh18.37,38)
aber wir sind keine politiker.
Lustig, wie griechische Politiker zZ immer wieder mit treuherzigem Dackelblick zugeben, dass "die Politik" in Griechenland die Sache seit Jahrzehnten verbockt hat. Sie selbst haben damit natürlich rein gar nichts zu tun, nein, nie und nimmer, böse, böse Politik...
an was soll sich dann der ATS orientieren?
Seine alte Leitwährung, die DM gibt's schon lange nicht mehr und sogar inklusive eines EU-Austrittes bliebe die EU mit WEITEM Abstand unser wichtigster Handelspartner. Also müßten wir den neuen ATS nollens vollens an den € koppeln. Dann aber mit ALLEN Nachteilen (Wechselspesen, ungünstige Wechselkurse etc.)
Also vergiss es lieber!
wird das ein blutiges Ende.
5 Jahre noch, maximal, dann endets wie in Jugoslawien.
Und im Jahr davor werden mit mit EUR Scheinen heizen können, dann gibts eine Inflation wie in den 20er Jahren.
Schlimm, aber danach ists wenigstens vorbei mit der Banken- und Glühlampendiktatur EU.
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