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Ieng Thirith, ehemalige Sozialministerin der Roten Khmer
Phnom Penh - Die wegen Völkermords angeklagte ehemalige Sozialministerin des Rote Khmer-Schreckensregimes in Kambodscha ist nach Expertenmeinung dement und nicht mehr prozessfähig. Ieng Thirith (80) könne dem Geschehen nicht mehr uneingeschränkt folgen, meinten Gutachter am Freitag, dem zweiten Tag der Anhörung zu ihrer geistigen Fitness. Die Staatsanwälte folgten der Argumentation und wollen nicht darauf bestehen, dass Ieng weiter in Haft bleibt. Die Richter behielten sich ein abschließendes Urteil vor. Mehr als 300 Kambodschaner verfolgten die Anhörung vor Gericht.
Die Experten schließen aus, dass Thirith die Demenz vortäuscht. "Es wäre schwierig, ein Desinteresse an persönlicher Hygiene nur zu simulieren", sagte der Arzt Seena Fazel am Freitag. "Vor allem im Bezug auf die Inkontinenz und ihre Gleichgültigkeit darüber." Das Verfahren gegen Ieng war wegen Anzeichen von Demenz vor einem Jahr ausgesetzt worden. Damals beschloss das Gericht, ihren Zustand nach medikamentöser Behandlung erneut zu prüfen.
Ieng Thirith ist mit drei weiteren ranghohen Vertretern des Schreckensregimes der Roten Khmer wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Alle vier werden für die Gräueltaten zwischen 1975 und 1979 verantwortlich gemacht. In der Zeit kamen durch Zwangsarbeit, Hungersnöte, Folter und Hinrichtungen mindestens 1,7 Millionen Menschen um. (APA, 31.8.2012)
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Man wird alt, dement und dann sagen alle "Mei so arm..."
Traurige Welt.
Ich kenne keine Details zu der Dame. Ich weiß nicht WAS genau sie verbrochen hat.
Aber wenn sie verantwortlich für Morde, Folter und Völkermord ist dann sollte sie auch als demente Person dafür verantwortlich gemacht werden.
Und warum passiert das alles erst Jahrzehnte später?
Ist Österreich überall?
Warum rennt der Strasser noch frei rum?
Der Karli?
Der Schüssler?
Alle einsperren!
Sachverhalt nicht mehr reflektieren, die Zusammenhänge, Schuld, Strafe nicht mehr verstehen.
Die könnte man jetzt natürlich noch ein bisschen quälen (wobei das in der Regel wohl kaum ins Gewicht fallen wird gegenüber dem, was ihnen ihr zerfallender Körper und Geist antut), aber das ist mE ähnlich sinnvoll wie ein kleines Kind oder ein Tier abzuurteilen.
Wichtig ist die Aufklärung und gesellschaftliche Bewusstwerdung, Verurteilung der Taten, wichtig ist eine Entschädigung für Opfer und Hinterbliebene.... Aber Prozesse und Urteile haben hier noch nur bedingten Sinn: es ist zu spät (durchaus Schuld der Gesellschaft). Wenn Strafe der Prävention dient oder der Wiedergutmachung, ist sie sinnvoll, hier aber hat sie kaum noch symbolischen Wert.
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