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Alpbach - Investoren sind in der Krise sehr vorsichtig geworden, Banken zu finanzieren. Der massive Refinanzierungsbedarf der Banken in Euroland - 2012 sind insgesamt 680 Mrd. Euro aufzunehmen oder sonstwie verfügbar zu machen - ist laut Notenbankchef Ewald Nowotny aktuell eine ganz spezielle Herausforderung. Sind Anleger mangels Vertrauen nicht bereit, Bankaktiva zu finanzieren, Anleihen zu kaufen, müssten die Geldhäuser andere Wege suchen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.
"Wir werden einen Kampf um die Einlagen sehen", sagte Nowotny am Freitag in einem Vortrag in Alpbach. Peter Gassmann von Booz Allen Frankfurt sprach von einem "brutalen Wettbewerb um Kundeneinlagen".
Die Banken werden das Thema Finanzierung/Refinanzierung viel mehr in den Mittelpunkt ihrer Geschäfte stellen müssen, meint der Berater. Was teuer zu finanzieren sei, müsse zumindest "neu ausgerichtet" werden, wie Gassmann es ausdrückte.
Banken mit einlagenfinanzierten Geschäftsmodellen seien besser zu beurteilen als jene, die sich über die Kapital- und Geldmärkte refinanzieren müssten, befand Nowotny. In dem Zusammenhang wurde am Freitag in der Podiumsdiskussion in Alpbach auch wieder um den künftigen europäischen Sparerschutz (Einlagensicherung) debattiert.
Österreichs Banken seien vergleichsweise gut ausfinanziert, sagte Nowotny. Das beweise die geringe Inanspruchnahme der EZB-Tender - die Österreicher-Quote an den Liquiditätsspritzen liegt bei 1,3 Prozent. "Es zeigt, die österreichischen Banken haben keine Probleme, sich am Markt zu finanzieren".
Für die nächsten zwei Quartale 2012 liege der Refinanzierungsbedarf der Euroland-Banken bei immerhin noch 270 Mrd. Euro. Das ist nicht mehr so viel wie Anfang des Jahres: Vor allem im ersten Quartal 2012 waren 240 Mrd. Euro nötig. Das erklärt nach Worten des EZB-Ratsmitglieds Nowotny, warum die EZB im Dezember ihre massiven Liquiditätsstärkungen durchführte. Dank dieser Maßnahmen sei es gelungen, alles klaglos abzuwickeln.
Nowotny verwies auf die bekannten kritischen Phasen "nach Lehman und Northern Rock", als die Finanzierung des weltweiten Bankensystems auf der Kippe stand. "Ohne Einsatz der Notenbanken hätten wir da erhebliche Probleme gehabt."
Das neue Kapitalregime Basel III wird laut Nowotny heißen, dass Kreditvergaben tendenziell teurer werden. Vor allem im Unternehmensbereich. Hier sei die Funktion der Banken als Investmentbanken - indem sie Kapitalmarktfinanzierungen für die Wirtschaft arrangieren - unabdingbar, findet Nowotny. Für Österreich sei insofern das Universalbanksystem wichtig.
Zur Notenbankpolitik hielt Nowotny fest, dass "alle expansiven Maßnahmen in kürzester Zeit wieder zurückgenommen werden". Jede der Maßnahmen könne bei der nächsten Sitzung sofort zurückgenommen werden. "Wir sind im Augenblick aber genau in der Situation, wo wir das noch brauchen", fügte Nowotny gleich hinzu. "Doch wir können von heute auf morgen sofort den Mindestreservesatz erhöhen. Wir sind Herr des Verfahrens."
Zur Schuldenkrise in Europa sagte Nowotny am Freitag, dass in den Krisenstaaten der Strukturwandel laufe. Das brauche aber seine Zeit. Er fürchte, dass man da noch Geduld haben müsse. "Man braucht einen langen Atem." Werde den betroffenen Staaten die nötige Zeit verwehrt, könne dies noch krisenverstärkend wirken.(APA, 31.8.2012)
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Die Tatsachen sind nicht mehr zu verheimlichen, nur gänzlich unwissende Buerger vertrauen noch den Worten der Politiker!
http://www.godmode-trader.de/nachricht... 11620.html
Dem Gouverneur vertrauen heißt , auf Sand zu bauen....
Mich rüttelt und schüttelt es jeweils, wenn ich den Euro-Ewald sprechen höre? Meine Nackenhaare sträuben sich, meine Haut macht auf Gänse wenn ich ihn höre!
Mein Herz fängt an zu poperln, meistens von 60 auf 180 wenn der Einlagen-Novotny von gut und sicher aufgestellten Banken im Euroraum spricht.
Und ganz schlecht und übel wird mir erst recht, wenn er von neuen und notwendigen Massnahmen der Notenbanken und der EZB spricht!
Wozu den Bankstern das Geld noch lassen? Zum Spekulieren? Zinsen gibt es ohnhin keine mehr.
Wer mehr Cash hat, hat da natürlich ein Problem, denn so viele Scheine sind recht unhandlich zu verstauen und zu handeln. Bei der Bank wird man bei größeren Bargeldbeträgen ja schon als Geldwäscher betrachtet ??
Aber egal, die echten Betrüger sitzen in den Banken.
Selbsthilfe ist angesagt. Zusätzlcih ein wenig Gold kaufen. Das bringt dann die erforderliche ECHTE Rendite zum Inflationsausgleich!
So gesehen, haben Sie recht. Unter dem Kopfpolster oder im Schrank haben Sie zumindest nicht das Risiko eines Bankencrashes - die Einlagensicherung ist doch eigentlich ein Scherz, den wenn eine Bank wirklich pleite gehen sollte, hat der Staat auch nicht mehr das Geld für die Sicherung. Wie sich die Inflation wirklich entwickeln wird, da habe ich absolut keine Ahnung.
Sparbuch, täglich fällige, mindestens 10% Zinsen pa. Einlage runde 10kEUR. Wo zu bekommen?
Besser ist es in physisches Gold anzulegen. Da gibt der Goldkäfer auch das Geld beim Goldkauf aus. Das Geld bleibt somit in Umlauf und wird nicht gehortet. Und der Goldbug hat dafür inflationssicheres Gold im Tresor eingelagert.
Leider steigt der Goldpreis laufend, obwohl uns die bekannten "Experten" immer seit Jahren nur versprechen, dass die Goldblase bald platzen wird und Goldpreis sinkt. Ach, diese "Experten".
diese "experten" haben auch gesagt, dass der Immobilienmarkt in Südosteuropa überhitzt ist ... und 10 Jahre ist nichts passiert.
und dann hats BUMM gemacht.
Beim Gold ist es auch keine Frage OB, sondern WANN.
300% in 8 jahren ist nicht gerade "fundamental" begründet.
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