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vergrößern 650x588Seit einem guten halben Jahr ist Ali Abdullah Saleh nicht mehr Präsident des Jemen. Am 21. Februar diesen Jahres wurde sein bisheriger Vizepräsident, Abd-Rabbu Mansur Hadi, zu seinem Nachfolger gewählt. Er war der einzige Kandidat und erhielt bei der Wahl 99,8 Prozent. Nun übt er das Amt des Übergangspräsidenten aus. In zwei Jahren soll wieder gewählt werden, bis dorthin soll Hadi Reformen vorantreiben. Er steht einer Einheitsregierung vor, der die großen Oppositionsparteien ebenso angehören wie Salehs Partei, der "Allgemeine Volkskongress".
Eine der größten Herausforderungen der Übergangsregierung ist es, die Al-Kaida, die Teile des Südens beherrscht, zurückzudrängen. Ende März hatte der Verteidigungsminister noch gemeint, dass der Jemen die Al-Kaida im Land unmöglich alleine besiegen könne. Bekannt ist, dass Saudi-Arabien und die USA dem Land militärisch zur Seite stehen. Unter Ägide Saudi-Arabiens wurde im Mai ein zusätzliches Hilfspaket im Wert von 3,25 Milliarden US-Dollar geschnürt. Ende Juli wurde dann bekannt, dass die USA die Bemühungen des Jemen mit Militärhilfen im Wert von 112 Millionen US-Dollar unterstützen.
Der Kampf gegen die Al-Kaida ist wie erwartet hart. Dutzende, über das ganze Land verteilte Anschläge sorgten in den letzten Monaten für unzählige Tote. Die Offensive der letzten Monate im Süden zeigte aber kleine Erfolge: Zinjibar, Shaqra und Jaar konnten von der Regierung zurückerobert werden.
Sorgen bereiten Hadi die schiitischen Houti-Rebellen und die separatistische Hirak-Bewegung im Süden. Beide wären gerne in den politischen Transformationsprozess eingebunden, sie wurden aber nicht eingeladen.
Ein Teil der Reformen Hadis war es, die Macht von Ahmed Ali Saleh zu beschneiden. Ahmed Ali ist der Sohn von Ex-Präsident Ali Abdullah und der Kommandeur der Republikanischen Garde. Er blieb auch nach dem Ausscheiden seines Vaters von der Macht an der Garde-Spitze. Anfang August entzog der neue Präsident Hadi Ahmed Ali die Kontrolle von sieben Brigaden der Garde, woraufhin die Republikanische Garde in der darauffolgenden Woche das Verteidigungsministerium in Sanaa beschoss.
Abdullah Alsaidi, ein ehemaliges jemenitisches Regierungsmitglied, sprach die Gespaltenheit der Sicherheitskräfte am Rande des Forum Alpbachs an. Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur sagte er, dass es viele Unterstützer der revolutionären Bewegung gebe, aber eben auch die Eliteeinheiten, deren Kommandanten nach wie vor loyal zu den alten Machthabern um Ali Abdullah Saleh stehen würden.
Dasselbe Problem bemerkt Alsaidi aber auch in der politischen Elite: 50 Prozent des Kabinetts besteht aus der alten politischen Partei, 50 Prozent aus der Opposition. Deshalb sei es schwierig, einen Konsens zu finden. Die Zukunft beurteilt der Ex-Politiker und Diplomat aber positiv. Der Einfluss des Ancien Régime werde nach und nach erodieren. Es werde zwar länger dauern, aber es gehe in die richtige Richtung.
Trotzdem wird in der Hauptstadt Sanaa weiter demonstriert. Zelte stehen immernoch auf dem Change Square, schreibt etwa der "Guardian". Die britische Zeitung zitiert etwa Ibrahim al-Khatab, einen 20-jährigen Studenten, der nach eigenen Angaben die letzten 17 Monate im Zelt am Change Square verbracht hat: "Wir sind nicht gekommen, um gegen eine einzige Person zu kämpfen." Die Ziele der Revolution seien nicht alle erreicht. Ähnlich sieht es Isham Abdu Saleh, ein 33-jähriger Arbeiter: "Wir wollen die Korruption bekämpfen."
Doch nicht nur die Politik gibt Anlass zur Sorge. Im Land wird nämlich das Wasser knapp. Ex-Machthaber Saleh hatte zwar versucht, das seit Jahren existente Problem zu lösen, war aber nur in Ansätzen erfolgreich. Im Zuge der Umstürze des vergangenen Jahres gerieten diese Lösungsversuche aber ins Hintertreffen. Der neue Präsident scheint sich mehr mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ghassan Madieh, ein Wasserspezialist der UNICEF, meinte im "Guardian", dass er keine wirklichen Bemühungen sehe, die problematische Wasserversorgung zu verbessern. Das scheint sich auch in Zukunft nicht zu ändern. Auf einer Agenda der Regierung stehe die Wasserversorgung ganz weit unten, sagte Jerry Farrell, der Leiter der NGO "Save the Children" im Jemen. (flog, derStandard.at, 1.9.2012)
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…Und diesmal werden sie wohl ausnahmsweise wieder mit scharfer Munition ausgerüstet werden:
http://news.antiwar.com/2012/09/1... emporarily
FS3-NACHLESEN zu Jemen:
Nun bereits 16-jährige als Ziele im Drohnenkrieg
http://derstandard.at/plink/134... 9/27141948
Hadi, der einzige Kandidat bei den "demokratischen" Wahlen
http://derstandard.at/plink/133... 5/26523635
…
Alles zur Sicherung der Schifffahrts-Routen ins Rote Meer. Auf der anderen Seite hat Isreal die geheime Marine-Basis (von den Russen aufgegeben) auf dem Archipel in Eritrea in Besitz genommen und paßt gut darauf auf, daß durch die Unterwasserkabel vor deren Nasen nur rechte Information durchkommen.
Sturm im Pentagon gegen ein von einem ehemaligen Elitesoldaten verfasstes Buch über den Tag, an dem Bin Laden starb.... Betriebsgeheimnis?http://bit.ly/PYsGCQ
Der Jemen ist eine saudische Kolonie.
Wieso wird da so gross herumgeredet?
Allein schon das Saleh nach Saudi-Arabien flüchtet spricht doch Bände.
Und die USA sollen endlich aus dem Nahen Osten raus. Was die an Menschen exekutieren ist unglaublich. In Summe sind das bereits 10 Atombomben-Tote wie Hiroshima, nur eben ohne Atombombe. Medial auch von den feigen Medien totgeschwiegen wie viele Menschen ermordet wurden durch die US Söldner und "Verbündete".
Unsinn. Genausowenig wie der Jemen amerikanisch ist.
Die Probleme wurden von aussen hineingetragen, einmal vom Iran in den schiitischen Norden, und dann von al Qaida in den Süden.
Grund ist die Stammesstruktur bei gleichzeitig schwacher Zentralregierung, sodass sich gegen Bezahlung immer ein Stamm für oder gegen irgend etwas finden wird.
Dazu kommt dieTendenz des Landes sich zu desintegrieren, bzw. in Nord und Süd aufzuspalten. Der Jemen ist kein Nationalstaat, es sind in ein Staatsgebiet zusammengeschusterte Stämme und traditionell eigenständige Regionen, die am Liebsten alleine wursteln.
Auch Saudis, Amis oder wer auch immer, bekommt es mit diesen Strukturen zu tun.
Die Vorliebe der Jemeniten gilt auf alle Fälle den Emiraten.
Wäre nett gewesen wenn der Standard ein wenig näher erläutert hätte, in welchen Hauptbereichen so ein 3,25 Milliarden US-Dollar Hilfspaket fließt ?
An den Jemenitischen Würstelstand vielleicht ?;-)
Hier sehen sie wo solche Hilfspakete dann eingesetzt werden:
http://ec.europa.eu/europeaid... -09_de.htm
hilfe aller art ist eigentlich quatsch meiner meinung nach. mit der zeit werden sich auch diese länder entwickeln. es wird nur etwas dauern. europa hat auch tausende jahre gebraucht. und es gab einige ahrte rückschläge z.b von den Römern zum mittelalter. aber am ende ist es doch am besten alle strukturen selbst zu entwickeln.
Denkanstoß
Anstatt soviel Geld ins Militär zu stecken, könnte man doch das Geld benutzen um der humanitären Krise (Trinkwasserknappheit) im Jemen vorzubeugen !
Denken hilft liebe Kriegstreiber!
Denn einen Panzer kann man nicht essen, und aus Granaten kann kein Trink-Wasser erzeugt werden.
Zielwort: Meerwasserentsalzung
http://de.wikipedia.org/wiki/Meer... entsalzung
Greifen Menschen, die Hunger leiden und verschmutztes Trinkwasser trinken müssen, dann nicht zur Waffe anstatt zum Verstand ?
Sind sie nicht erbost darüber das Hilfsgelder zwar geschickt werden , aber nicht richtig eingesetzt
werden und sich trotzdem die humanitäre Krise weiter ausbreitet ?
Leidet man als Kind im Jemen nicht am meisten unter solchen Krisen ?
Werden Väter und Mütter mit Waffen getröstet, wenn ihr Kind wegen Unterernährung stirbt ?
Welche Einstellung zum Staat und der Welt hat man dann als trauernder Vater ?
Hab ich das Gefühl das man sich seit eh und je nur im Kreis dreht, wie ein Dackel der vehement seinen eigenen Schwanz jagt ? --- Auf jeden Fall !
Denken Hilft liebe Menschen !
stabilitaet und frieden ist die voraussetzung fuer alles.
112 mio dollar.
witzig.
das ist ziemlich genau 1/1000 von dem was afghanistan oder irak jaehrlich kosten.
die erfolge sind jeweils eher aehnlich.
aber mit 112 mio dollar kann man kein land sanieren, mit 100 mrd dollar schon.
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