RCB bricht Gewinn weg

Die starke Verunsicherung an den Finanzmärkten schlägt sich kräftig bei der Raiffeisen Centrobank nieder, sie verdiente im Halbjahr 9,4 Millionen weniger

Wien - Die starken Verunsicherungen auf den Finanzmärkten, die auch zu geringeren Umsätzen auf den Kapitalmärkten führten, haben im ersten Halbjahr 2012 auch kräftig auf die Konzernergebnisse der Raiffeisen Centrobank (RCB), der Investmentsparte des Raiffeisen Konzerns, durchgeschlagen. Der Konzerngewinn nach Steuern brach um 9,4 Mio. Euro von 15,1 auf 5,7 Mio. Euro ein, ein Minus von 62 Prozent. Allein um über 7 Mio. Euro (70 Prozent) auf nur mehr 3,1 Mio. Euro verringerte sich der Provisionsüberschuss, das Handelsergebnis gab um über 4 Mio. Euro (14 Prozent) auf 24,3 Mio. Euro nach, geht aus dem am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht hervor.

Auf Einzelgesellschaftsebene hat die Raiffeisen Centrobank einen Halbjahresgewinn von 6,6 Mio. Euro erzielt. Die Commodity-Handelstöchter trugen mit 0,7 Mio. Euro zum Konzernergebnis bei, während die nunmehr in der Beteiligungsholding Raiffeisen Investment AG zusammengefassten und im M&A-Bereich tätigen Tochtergesellschaften das erste Halbjahr negativ abgeschlossen haben.

Der Rückgang im Provisionsgeschäft von 10,4 auf 3,1 Mio. Euro gehe in erste Linie auf ein "marktbedingtes" geringeres Geschäftsvolumen im Segment Kapitalmarktgeschäft sowie auf geringere Provisionserträge im Private Banking zurück, heißt es im Geschäftsbericht.

Der Rückgang um 4,0 Mio. Euro (von 28,3 auf 24,3 Mio. Euro) beim Handelsgeschäft ist vor allem auf geringere Erträge aus dem Geschäft mit Strukturierten Produkten zurückzuführen. Daneben habe sich das Salesgeschäft im Bereich des institutionellen Brokerage aufgrund der abermals gesunkenen Handelsvolumina rückläufig entwickelt.

Hauptursache für den Rückgang des sonstigen betrieblichen Ergebnisses um 2,1 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro ist ein schwächerer Geschäftsverlauf der Commodity-Handelstöchter. (APA, 31.8.2012)

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