Manner rutscht tiefer in den roten Bereich

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    foto: apa/herbert pfarrhofer

Das Unternehmen präsentierte ein negatives Betriebsergebnis von 2,07 Millionen Euro. 2012 gab es noch keine "absoluten Einsparungen" durch "Kostensenkungsprojekt"

Wien - Der traditionsreiche Wiener Schnittenhersteller Manner ist im ersten Halbjahr 2012 noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als in den ersten sechs Monaten 2011. Operativ (EBIT) fuhr das börsenotierte Unternehmen einen Verlust von 2,07 Mio. Euro (-914.000 Euro) ein. Der Nettogewinn verschlechterte sich von -2,1 auf -3,1 Mio. Euro. Der Umsatz hingegen stieg um 2,6 Prozent auf 81,9 Mio. Euro, geht aus dem am Freitag veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht hervor.

Negativ auf das Ergebnis ausgewirkt haben sich Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen. Insbesondere Zucker und Haselnussprodukte verteuerten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um bis zu 40 Prozent.

Wetter verteuert Getreide

Für das Markengeschäft werden weitere Absatz- und Umsatzsteigerungen erwartet. Im ersten Halbjahr konnte ein leichter Rückgang im Preiseinstiegssegment mit dem Anstieg im Markengeschäft "überkompensiert" werden. Durch ungünstige Wetterbedingungen würden sich Weizen und andere auf Getreide basierende Produkte verteuern, wird erwartet. "Gute Ernteaussichten bei Haselnüssen sollten sich dagegen vorteilhaft auswirken." Auch bei Verpackungsmaterialien wird eine weitere Steigerung der Einstandkosten erwartet.

Manner startete im Jahr 2011 ein "Kostensenkungsprojekt" mit einem externen Berater. Für das Jahr 2012 seien aber noch keine "absoluten Einsparungen zu erwarten". Per Ende Juni 2012 beschäftigte Manner inklusive der Niederlassung in Deutschland 660 Mitarbeiter, um fast 7 Prozent weniger als im Jahr davor. (APA, 31.8.2012)

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