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Alar (li.), Boyd (re.) und ...

... Hofmann (unten) sorgten für Zählbares.

Jubel, Trubel, Heiterkeit im Hanappi.

Rapid wirkt als einziger Vertreter Österreichs im internationalen Geschäft mit.
Wien - Zum Sportlichen: Rapid hat es tatsächlich geschafft, das 1:2 aus dem Hinspiel gegen PAOK Saloniki zu drehen, in etwas sehr Positives umzuwandeln. Nämlich in den Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League. Ein 3:0 am Donnerstagabend im Hanappi-Stadion hat gereicht, die Tore erzielten Deni Alar, Terrence Boyd und Steffen Hofmann.
"Das ist sehr befriedigend und wichtig für die junge Mannschaft", sagte Kapitän Hofmann. "Das ist absolut geil", sagte Boyd. Trainer Peter Schöttel war "stolz, dass die Mannschaft dem Druck standgehalten hat".
Schöttel nahm zwei Veränderungen vor, Stürmer Boyd und Christopher Trimmel rückten in die Startformation. Trimmel werkte rechts in der Viererkette, das zeugte von Mut zur Offensive. Es entwickelte sich ein sehr intensives Fußballspiel, 25 Minuten lang gab es keine Chancen auf beiden Seiten, dann wurde PAOK gefährlich. Robert schoss scharf, Rapids Goalie Lukas Königshofer wehrte ab, der anschließende Corner war kein Schmutz, Boyd rettete auf der Linie.
Und dann kam die 31. Minute: Ausschuss Königshofer, Guido Burgstaller tankt sich durch Saloniki, seine präzise Flanke köpfelt Alar ins Tor. Jubel. Rapid wirkte, nona, befreit und weiterhin kompakt, PAOK geriet unter Druck. 48. Minute: Freistoß Alar, Boyd köpfelt das 2:0. Noch mehr Jubel. 56. Minute: Athanasiadis vergibt nach Mario Sonnleitners Patzer kläglich. Erleichterung. Mit ein bisserl Glück und noch mehr Können wurde der Vorsprung verwaltet. Und in der Nachspielzeit ausgebaut. Der großartige Hofmann traf noch aus der eigenen Hälfte ins leere Tor (93.).
Es herrschte aber schon auch eine grausliche Atmosphäre. Stunden vor Anpfiff kreiste ein Hubschrauber über dem Stadion. Die Rapid-Funktionäre und -Angestellten waren nervös, hatten den "Hoffentlich geht es gut"-Einheitsblick aufgesetzt. Präsident Rudolf Edlinger kam sehr früh, er saß lange mutterseelenallein auf der Ehrentribüne, beobachtete die eintrudelnden Fans. Da war diese Angst vor dem leeren Becher, der im Falle eines Fluges auf das Spielfeld gravierende Folgen gehabt hätte. Der Ausschluss aus dem Europacup wurde von der Uefa angedroht, als wären die 75.000 Euro Geldstrafe und das Geisterspiel nach den Ausschreitungen von Thessaloniki nicht schlimm genug.
Dutzende Fans hatten ihre Karten übrigens zurückgegeben, sie wollten sich den Unsinn nicht antun, daheim kann man sich nämlich sicherer und unkomplizierter fürchten. Sie bekamen das Geld rückerstattet. Knapp 1000 Polizisten waren im Einsatz, sie jammerten nicht, Job ist Job. 1000 Beamte für ein Match, das 16.000 Menschen besuchten. Wobei die Mehrzahl der Zuschauer natürlich keine verhaltensauffälligen Chaoten waren, der Prozentsatz an Idioten wurde statistisch nicht erfasst.
Das "Willkommen in Wien" haben sich die 750 Fans von PAOK anders vorgestellt. Schon bei der Fahrt vom Flughafen Bratislava in die Bundeshauptstadt wurden Donnerstagmittag Busse angehalten und die Insassen von der Polizei auf pyrotechnische Gegenstände kontrolliert.
Es waren auch griechische Beamte im Einsatz, um Zwischenfälle zu verhindern. Versucht wurde, die griechischen Anhänger schon bei der Anfahrt ins Stadion von Rapid-Fans zu trennen. Das gelang im Prinzip. Am Schwedenplatz wurde ein bengalisches Feuer gezündet, in der U-Bahn explodierte ein Böller. Vor dem Stadion entdeckte eine Horde Rapidler sechs Griechen (waren Irrläufer), es entstand eine Prügelei, ein Grieche flüchtete in Not in den Ü-Wagen des ORF. Im Stadion appellierte Clubservice-Leiter und Platzsprecher Andreas Marek "an die Vernunft". Auf der Westtribüne hatten sie ein meterlanges Transparent aufgehängt. "Egal was auch passiert, wir stehen immer zu dir", stand darauf geschrieben. Sie meinten Rapid, nicht Marek. Und es kehrte Vernunft ein. Kein Böller, keine Rakete, nicht einmal ein leerer Becher. Nur Stimmung und Gesänge. Es gibt also noch Hoffnung. In Hütteldorf und auf der Welt.
Rapid steht zum dritten Mal nach 2009 und 2010 in der Gruppenphase. Die wird am Freitag (13 Uhr, ORF Sport Plus) in Monaco ausgelost. 1,3 Millionen Euro Startgeld sind fix, jeder Sieg ist 200.000 Euro wert, jedes Remis 100.000. Los geht es am 20. September. Das erste Heimspiel muss allerdings strafweise im leeren Happel-Stadion abgewickelt werden. Wenigstens hat die Polizei frei. (Christian Hackl, DER STANDARD, 31.8.2012)
Europa League, Play-off-Rückspiel:
SK Rapid Wien - PAOK Saloniki 3:0 (1:0)
Hanappi-Stadion, 16.000 Zuschauer (ausverkauft), SR Carlos Clos Gomes (ESP). Hinspiel 1:2, Rapid mit Gesamtscore von 4:2 in der Europa-League-Gruppenphase
Tore:
1:0 (31.) Alar
2:0 (48.) Boyd
3:0 (93.) Hofmann
Rapid: Königshofer - Trimmel (85. Schrammel), Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen (69. Prager), Ildiz - Hofmann, Alar, Burgstaller - Boyd
PAOK: Glykos - Etto, Khumalo, Matheus, Lino - Georgiadis, Kace (70. Pelkas), Garcia, Robert (46. Fotakis) - Giannou (46. Lawrence), Athanasiadis
Gelbe Karten: Burgstaller bzw. Kace, Athanasiadis
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Geil! Herzliche Gratulation nach Hütteldorf! Freut mich sehr, dass Rapid dieses Jahr quasi als "Lone Star" die österreichische Fahne auch noch in der Gruppenphase hoch halten kann (und hoffentlich auch wird, die Auslosung ist ja ganz ok) - denn sonst wär das wirklich ein extrem finsteres Jahr für die Fünfjahreswertung geworden.
das 3. tor war sowas von unglaublich.... im lokal meiner wahl blieb für diese 6 sekunden die welt stehen, alle sind aufgesprungen und haben einfach nur die luft angehalten. und mein tipp vor´m spiel ist dadurch auch aufgegangen, hab noch 3 biere gut (alle konnt ich gestern gar nimmer trinken....).
Großartiges Match, Gratulation an Rapid.
Rapid hat wieder so viel Klasse, dass sie an guten Tagen über Kampf und Einsatz bessere Mannschaften schlagen kann. Gestern war so ein Tag.
Für die Gruppenphase wird das zwar nicht zu vielen Erfolgen reichen, die eine oder andere Überraschung ist ihnen aber zuzutrauen. Der Schöttel sollte halt ein wenig an seinem Nervenkostüm arbeiten ...
Viel Glück.
...wurden all die Jammerer wieder einmal bestaetigt, die uns immer erklaeren, wie schlecht der Fussball in A ist...Rapid verliert in Wolfsberg und gewinnt dann gegen eine Millionentruppe (die ja alle so gut sind) 3:0, obwohl Rapid sicher keine Uebermannschaft ist...wenn man dem Boyd jetzt auch noch erklaert, dass Fussball ein Mannschaftssport ist, dann gehen sich auch in der Gruppenphase etliche Punkte aus..;-)
Man hat betrogen um RedBull in die Championsleague zu bekommen. Die Gelegenheit war günstig, die Gruppenphase zu erreichen. Die Millionen österreichischen 5Jahreswertungsfans, wollten sie nicht an eine Rapid in der Krise verschwenden.
Schörgenhofers Akt der Gnade hat es den Rapidlern im Endeffekt ermöglicht, Düdelingen ins Herz zu schließen und einen Abend für zu Ewigkeit zu verleben.
In der CL-Qual., hätte Rapid nichts verloren gehabt aber so steht sie, als einziger österreichischer Vertreter, in Europa. Ist in ihrer Gruppe, die sportlich womöglich schwächste- und doch die mit Abstand größte Mannschaft.
Herr Schörgenhofer, DAS passiert wenn man mit uns Schicksal spielen möchte!
oder sagma lieber: Glück im Unglück jedenfalls
RAPID
Wenn Rapid demnächst ein Geisterspiel absolviert, wird es erstmals kultiviert zugehen und man wird sich denken, so muss es sein, dass ich meine Freundin zu einem Spiel von Rapid ausführen kann. Mindestens die Hälfte der Rapid-Fans, und nicht bloß eine "verschwindende Minderheit", hat den Zivilisationsprozess der westlichen Menschheit noch nicht einmal ansatzweise nachvollzogen. Die sind ja sämtlich nicht sozialisiert!
Bleiben's bitte zuhause.
Gestern waren 15.000 kollektiv versammelte Rapid-Fans, die nichts weiter im Sinn hatten, als ihre Mannschaft zum Sieg zu pushen. Und genauso war's die letzten 15 internationalen Spiele. Es gab genau *eine* Ausnahme und die war in Saloniki.
Spielerisch hat das Ganze gestern sehr abgeklärt gewirkt, vor allem die Offensive wusste zu überzeugen. Das letzte Tor war fast schon lustig irgendwie, allein schon wie lange der Ball gebraucht hat um reinzukullern.
Die Stimmung war sehr gut, alles gewaltfrei - so soll es sein. In diesem Sinne kann man Rapid nur alles Gute für die Gruppenphase wünschen - vertretets Österreich so gut wie gestern!
LG aus Salzburg
wir haben eben nicht vorher behauptet, dass dudelange 6-0 aus dem stadion geschossen wird. und keiner hier behauptet, dass das leicht wird.
aber: optimismus gehört dazu, sonst braucht man gar nicht erst antreten. wenn du vor dem spiel schon sagst, no chance, dann is es auch so.
ich zitiere bert brecht: wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
Man muss für die europäischen Spiele generell mal ein Stadion angeben, in dem man die Spiele austrägt. Für die Gruppenphase kann man dann ein zweites Stadion angeben, in das man dann wechseln kann.
Aber man kann nicht die Gruppenspiele in unterschiedlichen Stadien spielen. Wenn Rapid also in's Happelstadion geht, dann muss es alle drei Heimspiele dort austragen.
Ich gehe davon aus, dass Rapid das Geisterspiel auf Bewährung ausgesetzt bekommt (vor allem nach dem vollkommen problemlosen Spiel gestern) und mit allen drei Heimspielen in's volle Happelstadion geht.
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