Kampf um leistbares Café Rosenhain in Graz

30. August 2012, 19:28
  • Mit dem Rosenhain müsste ein weiteres stadteigenes Lokal einem "Nobelcafé" weichen.
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    foto: facebook

    Mit dem Rosenhain müsste ein weiteres stadteigenes Lokal einem "Nobelcafé" weichen.

Zum Unmut vieler soll aus dem traditionellen Lokal nun ein Restaurant "gehobener Klasse" werden

Graz - In Graz kennt jeder das idyllisch gelegene Café Rosenhain, seit Jahrzehnten ein Magnet für Familien, Studierende und Pensionisten in einer der rasch erreichbaren Grünoasen am Stadtrand. Neben der sonnigen Lage auf einer Anhöhe waren stets auch die leistbaren Preise ein Grund für die Beliebtheit des Lokals.

Nun will die Eigentümerin, die Holding Graz, dort nach einem Umbau ein Restaurant "gehobener Klasse" eröffnen. Nach dem Aiola am Schlossberg sowie dem ehemaligen Schlossbergrestaurant und dem ehemaligen Hilmteichschlössl könnte ein weiteres stadteigenes Lokal zu einem "Nobelcafé" mutieren, das in einer Krise niemand dringend braucht, fürchten Kritiker.

Bürgerinitiative und Facebook-Gruppe

Im Internet sammelte die Bürgerinitiative "Rettet das Rosenhain" nun innerhalb von Tagen bisher rund 800 Unterschriften für eine Online-Petition. Auch die Grazer KPÖ setzt sich für den Verbleib des gemütlichen Cafés ein und dafür, dass jene Familie, die es seit elf Jahren pachtet, dies weiter tun darf und nicht einem "Gastronomieriesen", wie es in der Petition der Bürgerinitiative heißt, weichen muss.

Auch auf Facebook findet sich eine Seite mit hunderten Unterstützern für das Lokal in der Panoramagasse. (cms, DER STANDARD, 31.8.2012)

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ein neues platzerl für sonnenkönig siegi und sein gefolge ...

So, in das ganze Geheule mische ich mich jetzt auch noch ein!

Fakt ist, dass es um das Lokal und die Pächter sehr schade wäre, weil sie wirklich nett sind.
Fakt ist aber auch, dass ersten die Preise auch nicht so niedrig sind, wie alle tun, sondern sich sehr wohl auf normalem Grazer Niveau bewegen, sprich, ein Kaffee dort auch nicht billiger als im viel gescholtenem Aiola ist.
Und Fakt ist leider auch, dass die Pächter des Lokals auch wirklich nichts investieren (im Gastgarten geht man nicht mehr auf Schotter, sondern auf Tschickstummeln) und die Öffungszeiten im Sommer sind auch eigenartig (z.B. um 20.00 zusperren usw..).

ist schon interessant was sich da so in der grazer café- und barszene in den letzten monaten tut, nachdem es nach dem kulturjahr-boom 2002 jahrelang wenig veränderung gab. kombüse, öffnungszeiten gewisser uni-viertel lokale... hmm, steht da etwa eine wahl an...?

Verwechslung

Das aiola ist einmal in erster linie teuer und überknadidelt.

Man verwechselt gerne gute qualität mit entbehrlichem pseudoloungechique!

leicht erklärt (kleine BWL Nachhilfe)

Du Pont ROI Berechnung:
2 Haupterkenntnisse
Entweder du machst mit deinem Laden
a) Umschlaghäufigkeit (viele Kunden / Preise niedrig)
b) Umsatzgewinn (Schnöselkunden / Preise hoch)

Hmmm - wer da wohl zu Hauf am Rosenhain wohnt? Lass´ mich raten.... diejenigen die von der Krise gut profitiert haben. Rosenhain, Rosenhügel, hallooooo - in einer halbwegs guten Lage bekommst du dort nix unter 500000€

Und das Areal ist wirklich groß und weitläufig - da gibt es 1000ende potentielle Kunden!
Als Geschäftsführer - was willst du? Die Oma die 1Kaffee trinkt oder den Schnösel der gerne 15-20€ ablegt? Einziges Risiko dabei: Investition für einen neuen Look des Cafes.

Ob das moralisch richtig ist werdet ihr mich fragen - meine Antwort: Nein! Leider!

Graz darf nicht Salzburg werden!

da will halt ein schnösel abcashen.

1.) schnöselunternehmer kauft lokal
2.) er erhöht die "qualität" auf ein niveau das nur andere schnösel "brauchen".
3.) es folgt (natürlich) gleich eine preissteigerung.
4.) bald folgt die erkenntnis - schnöselkunden reichen alleine doch nicht für genug umsatz
5.) es folgt (logisch) eine weitere preissteigerung.
6.) schnöselkunden werden (nun auch) weniger
7.) es folgt (sebstverständlich) eine weitere preissteigerung.
8.) schnöselkunden fast auf 0
9.) es folgt (sebstverständlich) eine weitere (nun letzte) preissteigerung.
10.) nicht einmal schösel kommen noch
11.) konkurs

12. Lokal steht wieder leer
13. wird günstig verpachtet
14. Normalbürger können sichs wieder leisten.

schade, nach fotter einer der besten gastgarten (von den wenigen die's in graz gibt).
in zukunft vermutlich min. jährliche pächterwechsel, weil "gehobene klasse" (bzgl qualität und nicht nur preis) funktioniert in graz nicht.

Wär schade um das Cafe. Tolle Aussicht am Abend und ideales Lokal um ein Reparaturseidl zu zupfn!

Wer einmal im Aiola war, geht dort freiwillig nicht mehr so schnell hin.

Die wohl unfreundlichsten, arrogantesten Kellnerinnen überhaupt, wenn man freundlich ein Frühstück bestellt, wird man erst mal komisch angesehen. Man merkt aber, dass sich die Leute nicht verarschen lassen, man sieht dort eh fast nie Kunden... Ganz im Gegensatz gegenüber, dort isses immer gerammelt voll.

Bitte machts das mit dem Rosenhain auch, unbedingt!

Halb-Offtopic: Den Kastner kann man inzwischen ja auch schmeißen, wenn man nicht mit einem Geldbörserl hingeht, welches 100€++ pro Kleidungsstück zulässt.

wer geht schon freiwillig in solch ein Schnösel Lokal?

Die möchten so früh morgens halt noch nicht gestört werden.

zu welcher Uhrzeit haben Sie das Frühstück bestellt?

;-)

Ja, nur: Die Leute, die Billigfetzen kaufen wollen, gehen gleich zu Kik und Aldi/Hofer.

Es treibt mir echt die Tränen in die Augen.

Jahrzehntelang war dieses idyllisch gelegene Cafe quasi das sechseckige Herz der steirischen Landeshauptstadt. Hier wurden Ehen geschlossen, Kinder gezeugt und große Pläne geschmiedet.

Und das alles begleitet von billigem Kaffee, leistbaren Frankfurtern und (angesichts der Wehleidigkeit der Kommunisten) vermutlich literweise Kwas und Baltika.

Hoffentlich können die 800 Online-Petitionäre den schäbigen Angriff des großkapitalistischen Gastronomieriesen, der sicher die halbe Grazer Stadtregierung bestochen hat, abwehren und sich anschließend vor dem Cafe ein Denkmal für die Helden des Kaffeehaussozialismus errichten.

"Kinder gezeugt"

Wo? Auf dem Klo?

Die Grünen

BOBO's brauchen es sicher!

Nein, das ist für rechte bildungsferne Landeier (wie dich und all die anderen, die ständig nur über gebildete junge Städter schimpfen).

in meinen Augen

sollte eine Kommune gar keine Lokale betreiben.
Dafür gibts Profis.

wie wenig von dem kurzen Artiekel haben sie denn Bitte gelesen

Betreiber ist der Pächter

Pächter ungleich Eigentümer

Betriebe es der Eigentümer, dann braucht er keinen Pächter.

Gääääääääähn

da steht "stadteigenes Lokal"... immer diese i-Tüpferl-Reiter

Das i-Tüpferl möcht ich klavierspielen können.

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