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vergrößern 720x540Mit dem Rosenhain müsste ein weiteres stadteigenes Lokal einem "Nobelcafé" weichen.
Graz - In Graz kennt jeder das idyllisch gelegene Café Rosenhain, seit Jahrzehnten ein Magnet für Familien, Studierende und Pensionisten in einer der rasch erreichbaren Grünoasen am Stadtrand. Neben der sonnigen Lage auf einer Anhöhe waren stets auch die leistbaren Preise ein Grund für die Beliebtheit des Lokals.
Nun will die Eigentümerin, die Holding Graz, dort nach einem Umbau ein Restaurant "gehobener Klasse" eröffnen. Nach dem Aiola am Schlossberg sowie dem ehemaligen Schlossbergrestaurant und dem ehemaligen Hilmteichschlössl könnte ein weiteres stadteigenes Lokal zu einem "Nobelcafé" mutieren, das in einer Krise niemand dringend braucht, fürchten Kritiker.
Im Internet sammelte die Bürgerinitiative "Rettet das Rosenhain" nun innerhalb von Tagen bisher rund 800 Unterschriften für eine Online-Petition. Auch die Grazer KPÖ setzt sich für den Verbleib des gemütlichen Cafés ein und dafür, dass jene Familie, die es seit elf Jahren pachtet, dies weiter tun darf und nicht einem "Gastronomieriesen", wie es in der Petition der Bürgerinitiative heißt, weichen muss.
Auch auf Facebook findet sich eine Seite mit hunderten Unterstützern für das Lokal in der Panoramagasse. (cms, DER STANDARD, 31.8.2012)
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So, in das ganze Geheule mische ich mich jetzt auch noch ein!
Fakt ist, dass es um das Lokal und die Pächter sehr schade wäre, weil sie wirklich nett sind.
Fakt ist aber auch, dass ersten die Preise auch nicht so niedrig sind, wie alle tun, sondern sich sehr wohl auf normalem Grazer Niveau bewegen, sprich, ein Kaffee dort auch nicht billiger als im viel gescholtenem Aiola ist.
Und Fakt ist leider auch, dass die Pächter des Lokals auch wirklich nichts investieren (im Gastgarten geht man nicht mehr auf Schotter, sondern auf Tschickstummeln) und die Öffungszeiten im Sommer sind auch eigenartig (z.B. um 20.00 zusperren usw..).
ist schon interessant was sich da so in der grazer café- und barszene in den letzten monaten tut, nachdem es nach dem kulturjahr-boom 2002 jahrelang wenig veränderung gab. kombüse, öffnungszeiten gewisser uni-viertel lokale... hmm, steht da etwa eine wahl an...?
Du Pont ROI Berechnung:
2 Haupterkenntnisse
Entweder du machst mit deinem Laden
a) Umschlaghäufigkeit (viele Kunden / Preise niedrig)
b) Umsatzgewinn (Schnöselkunden / Preise hoch)
Hmmm - wer da wohl zu Hauf am Rosenhain wohnt? Lass´ mich raten.... diejenigen die von der Krise gut profitiert haben. Rosenhain, Rosenhügel, hallooooo - in einer halbwegs guten Lage bekommst du dort nix unter 500000€
Und das Areal ist wirklich groß und weitläufig - da gibt es 1000ende potentielle Kunden!
Als Geschäftsführer - was willst du? Die Oma die 1Kaffee trinkt oder den Schnösel der gerne 15-20€ ablegt? Einziges Risiko dabei: Investition für einen neuen Look des Cafes.
Ob das moralisch richtig ist werdet ihr mich fragen - meine Antwort: Nein! Leider!
1.) schnöselunternehmer kauft lokal
2.) er erhöht die "qualität" auf ein niveau das nur andere schnösel "brauchen".
3.) es folgt (natürlich) gleich eine preissteigerung.
4.) bald folgt die erkenntnis - schnöselkunden reichen alleine doch nicht für genug umsatz
5.) es folgt (logisch) eine weitere preissteigerung.
6.) schnöselkunden werden (nun auch) weniger
7.) es folgt (sebstverständlich) eine weitere preissteigerung.
8.) schnöselkunden fast auf 0
9.) es folgt (sebstverständlich) eine weitere (nun letzte) preissteigerung.
10.) nicht einmal schösel kommen noch
11.) konkurs
Die wohl unfreundlichsten, arrogantesten Kellnerinnen überhaupt, wenn man freundlich ein Frühstück bestellt, wird man erst mal komisch angesehen. Man merkt aber, dass sich die Leute nicht verarschen lassen, man sieht dort eh fast nie Kunden... Ganz im Gegensatz gegenüber, dort isses immer gerammelt voll.
Bitte machts das mit dem Rosenhain auch, unbedingt!
Halb-Offtopic: Den Kastner kann man inzwischen ja auch schmeißen, wenn man nicht mit einem Geldbörserl hingeht, welches 100€++ pro Kleidungsstück zulässt.
Jahrzehntelang war dieses idyllisch gelegene Cafe quasi das sechseckige Herz der steirischen Landeshauptstadt. Hier wurden Ehen geschlossen, Kinder gezeugt und große Pläne geschmiedet.
Und das alles begleitet von billigem Kaffee, leistbaren Frankfurtern und (angesichts der Wehleidigkeit der Kommunisten) vermutlich literweise Kwas und Baltika.
Hoffentlich können die 800 Online-Petitionäre den schäbigen Angriff des großkapitalistischen Gastronomieriesen, der sicher die halbe Grazer Stadtregierung bestochen hat, abwehren und sich anschließend vor dem Cafe ein Denkmal für die Helden des Kaffeehaussozialismus errichten.
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