Grüne Verkehrspolitik: Zahnlos beim Kernthema

Kommentar | Julia Herrnböck, 30. August 2012, 19:10

Wenn nach Wochen der Verschnaufpause nichts Knackigeres hervorgebracht wird als der Ausbau des Internets, verheißt das nichts Gutes

Was von den Wiener Grünen als "Alternativen zum Pendeln" angepriesen wurde, entpuppte sich als mut- und kraftlose Darstellung ebensolcher Ideen. Hippe Co-Working-Spaces und Breitband-Internet in ausgedünnten Regionen sind die ersten Maßnahmen, die der Umweltpartei gegen das massive Pendleraufkommen einfallen? Ernsthaft?

Nicht nur, dass selbst bei durchschlagendem Erfolg einer solchen Initiative maximal ein Bruchteil der hunderttausenden Pendler abgefangen werden könnte - die Diskussion um Telearbeit hatte ihren Höhepunkt bereits in den 1990er-Jahren, mit einer plötzlichen Revolution im Büro ist nicht so schnell zu rechnen. Gerade jetzt, wo das Thema Verkehr mit der hitzigen Diskussion um das Parkpickerl in Wien auf dem Silbertablett serviert wird, könnten sich die Grünen mit größer gedachten Ansätzen profilieren. Doch wenn nach Wochen der Verschnaufpause nichts Knackigeres hervorgebracht wird als der Ausbau des Internets, verheißt das nichts Gutes.

In vier Wochen soll das Parkpickerl gegen den Widerstand von rund 170. 000 Menschen eingeführt werden - wo bleibt der große grüne Wurf für effiziente, umwelt- und sozialverträgliche Mobilität? Dass es von so mancher Ecke aus dem Burgenland nach Wien mit dem Auto doppelt so schnell geht wie mit den Öffis, ist ein viel größeres Problem als fehlende Telearbeitsplätze für ein paar Pendler. (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 31.8.2012)

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Glaub, die Grünen werden in Wien inzwischen von der SP am Nasenring durch die Manege gezogen. Sonst wäre es nicht soweit gekommen, dass ihnen der Schwachsinn eingefallen ist, den öffentlichen Verkehr finaziell auszuhundern (Schnapsidee Tarifsenkung!) und das ausgerechnet durch Parkgebühren gestopft werden soll. Und was, wenn die Zahl der zu vergebührenden Autos - sinnvoller Weise . zurückgeht. Dann gibts mehr Fahrgäste für Verkehrsbetriebe mit weniger Geld.

Ärgerlich, aber die Grünen stehen da wirklich voll auf der Seife.
Das Parkpickerl allein löst dar nix. Weil viele Pendler infolge Streichung von Tagesrandverbindungen durch die ÖBB abends gar keinen Zug mehr erwischen, die Tramway im unakzeptablen Viertelstundentakt fährt und die Ampelschaltungen derartsind, dass die Stehzeiten bei Rot genauso lang dauern wie die reine Fahrzeit.
Ausdünnungen der Öffis haben die Tarifsenkungen gebracht, weil die Wiener Linien ja schwachsinnigerweise betriebswirtschaftlich zu kalkulieren haben. Nicht einmal das bestehende Netz wird durch mehr umsteigefreie Durchmesserlinien attraktiviert. Irgendwie falsch gelaufen.

Die Grünen

Die Grüne Politikhat auf der ganzen Linie verloren. Die hat nur mehr den Namen was grün und mit Umwelt hat die Partei überhaupt nichts mehr zu tun. Schaut mal nach Burgenland Neusiedl am See da macht die ÖVP die Umweltpolitik anstatt der Grünen. Die Grünen haben seit das die Partei gegründet worden ist nur den Staat Österreich Schaden zu gefügt. Bitte nicht mal bei der Anschaffung der neuen Autos im Parlament haben sie Einspruch erhoben. Diese Partei ist genauso viel da wie das Kasperltehater nämlich für nichts ausser es verdienen manche Grüne sehr viel Geld.

Fakten sind schon eine schwierige Sache

Es waren nur 150.000 anstelle von 170.000 Unterschriften - und davon waren ca. 30% ungültig (tlw. wg. doppelter Unterschriftsleistung).
Damit stellt sich Fr. Herrnböck als ernstzunehmende Jounalistin offensichtlich in Frage.

Revolutionär wäre evtl., die Raumplanung vernünftig zu organisieren. Die Verhüttelung Österreichs ist katastrophal und ein wesentlicher Grund für die verbreitete Abhängigkeit vom Auto (und eine Reihe anderer kostspieliger Probleme).

Allerdings befürchte ich, dass man das schon vor ca. 50 Jahren hätte machen müssen, sehr viel kann man heute wohl nicht mehr retten.

Um das vernünftig zu organisieren müsste man den Ländern und teilweise auch den Gemeinden die Kompetenz dafür wegnehmen. Aber das wäre ja eine Föderalismusreform und wird daher nie passieren.

Bitte bleiben's doch in Ihrem Wien und lassen's uns ausserhalb davon in Ruh!

1. Es gilt als nicht sehr zivilisiert, Unbeteiligte anzupöbeln, nur weil man grad einen schlechten Tag hatte. Ich nehm´s aber nicht persönlich, und ja, tut mir leid wegen dem schlechten Tag.

2. Ich wohne nicht in Wien. Falls mich das nicht ausreichend als Diskussionspratner qualifiziert: Ich kann auch Kühe melken.

3. Gute Raumplanung kann man sehen beim Blick über die Grenze nach Bayern. Da gibt es Städte und Dörfer, die haben einen Anfang und ein Ende. Dazwischen ist Landwirtschaft und Natur, und in der Nacht kann man dort die Milchstraße sehen.

im unterschied z.b. zu den niederösterreichischen grünen zeigen die wiener grünen zumindest ein interesse an verkehrsthemen. petrovic kümmert sich ja ausschließlich um ihr tierschutzhaus, während ihr der kahlschlag am bahnnetz in niederösterreich offenbar ziemlich egal ist. da ist vassilakou dagegen an einer nachhaltigen verkehrspolitik sicher um einiges interessierter.

Hallooo?

Die Wiener Grünen sollen also das Pendlerproblem von NÖ und Bgld lösen?! Lieb.
Wien ist von einem tiefschwarzen Bundesland mit wem an der Spitze umgeben?!?!
Abgesehen davon gibt's genügend wunderbare Vorschläge von den Grünen zur Verkehrspolitik. Leider sehen das die anderen Parteien nicht so. Und alleine kann man leider nicht viel ausrichten. Fragen Sie doch mal die ÖVP oder die FPÖ nach ihrer städtischen Verkehrspolitik - da wird einem schwindelig.

Grüne "Verkehrspolitik" = Straßenmalereien, Alleebäume weg, Autos raus: Gratulation zu diesen Top-Visionen !!!

Und überhaupt, die Grünen sind schuld an

der Krise!

schuld an einfach allem...

... und allem, was noch kommen wird ...

und gewesen ist.

Die grünen Versprechen der 80er..

.. und frühen 90er - also die WAHREN Kernthemen wie Umweltschutz (per Lenkungseffekt aber ohne faschistoides Verbieten - zB "Steuern auf Energie RAUF und auf Arbeit RUNTER") waren der jetzigen Spitze im Weg. Weil langwierig und schwer zu vermitteln.

Die wollen nur verbieten, verbieten, verbieten. Alles, was ihnen persönlich grad zufällig nicht weh tut. Von echten Zielen und Visionen ein paar Lichtjahre entfernt.

Bobos halt. Der Eva reicht ja eine Topfpflanze im Büro (das zufällig nur ein paar Meter von der Wohnung entfernt ist, da redet sich's leicht über Verzicht auf MIV).

faschistoid

was ist faschistoid daran sbahn, lokalbahn und straßenbahn ausbauen zu wollen, mehr flächen für den radverkehr zur verfügung stellen zu wollen und das zu tun was zig andere städte in österreich bereits tun - parkgbühren einheben?

Wer in dem Zusammenhang das Wort "faschistiod" in den Mund nimmt, entlarvt sich umgehend als Dummkopf. So jemand hat nix kapiert - nicht vom Umweltschutz und noch weniger vom Faschismus. Diskussion zwecklos.

Faschistoid ist es, alles verbieten zu wollen, was nicht dem eigenen Weltbild entspricht, Menschen bis aufs Blut zu drangsalieren, zu schikanieren und einzuschränken.

Da sind die Grünen wahre Meister! Und Sie bejubeln das auch noch ;-)

demnach ist es auch faschistoid zwangsweise sovzialversicherung einzuheben.

Wenn sie das ernst meinen, ist ihnen ohnehin nicht zu helfen.

Ganz abgesehen davon, dass Sie in diesem Fall recht haben, sollte aber schon bei Ihrer Argumentation erwähnt werden, wer denn damit angefangen hat alles was ihn nicht passt, als "faschistisch" und "nazi" zu bezeichnen, das waren schon die Linken und da vor allem die Grünen.

Abgesehen davon, dass das so nicht stimmt (Beispiele?), ist es völlig unerheblich, wer damit begonnen hat. Dumm ist es in jedem Fall.

Rauchen - passt uns nicht: verbieten.
"Er" sagen - passt uns nicht: verbieten.
Auto fahren - passt uns nicht: verbieten.
Parken - passt uns nicht: verbieten.

Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten. Verbieten.
Alles, was uns nicht passt. Einer der Eckpunkte des Faschismus.

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