Tuberkulose-Erreger zunehmend resistent

1. September 2012, 17:36

Studie der US-Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention zeigt alarmierende Ergebnisse, vor allem bei Patientinnen aus Russland und Südafrika

Washington - Bei alarmierend vielen Tuberkulose-Patienten sind die gängigen Medikamente wirkungslos. Die Erreger werden zunehmend resistent, wie Tracy Dalton von der US-Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) und ihr Team auf der Website des Fachblattes "The Lancet" schreiben.

Probanden aus acht Ländern

Die zwei wichtigsten Anti-Tuberkulotika sind Isoniazid und Rifampicin. Sind sie wirkungslos, sprechen Experten von MDR-Tuberkulose (MDR bedeutet multidrug-resistant). Die US-Forscher untersuchten jetzt Proben von 1.278 Patienten aus acht Ländern, die an MDR-Tuberkulose erkrankt waren. Dalton und ihr Team wollten wissen, ob diesen Menschen neben Medikamenten erster Wahl vielleicht alternative Medikamente, sogenannte Zweitrang-Medikamente helfen. Insgesamt kamen elf Medikamente zum Einsatz. 

Kein Grund zur Beruhigung

Ein Ergebnis: 43,7 Prozent der Probanden zeigten Resistenzen gegen mindestens ein verabreichtes Zweitrang-Medikament. 6,7 Prozent der Patienten litten sogar unter der gesteigerten Form von MDR: XDR. Das steht für "extensively drug-resistant" und bedeutet, dass die Erreger nicht nur gegen die beiden Standard-Anti-Tuberkulotika resistent sind. Bei ihnen seien sogar zusätzlich zwei weitere definierte Zweitrang-Medikamente wirkungslos, erklärt Barbara Hauer, Expertin vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Patienten X

Unter den analysierten Ländern waren Russland und Südafrika. Dort ist das Problem besonders groß. Patienten aus diesen Staaten stellen aber auch international ein Problem dar, so die Forscher. (APA, 1.9.2012)

Was soll das bedeuten? Eine Anleitung zum Rassismus?

"Unter den analysierten Ländern waren Russland und Südafrika. Dort ist das Problem besonders groß. Patienten aus diesen Staaten stellen aber auch international ein Problem dar, so die Forscher."

diese Patienten stellen international ein Problem dar, weil sie reisen und ihre TBC im Flugzeug und unter der Bevölkerung des Reiseziels verbreiten.

Geh bitte, was warn da rassistisch, vielleicht ein bissl

ungeschickt formuliert....aber Rassismus is was anderes.....
Aber interessieren würds mich schon, wieso Menschen aus diesen Ländern Resistenzen haben!

wahrscheinlich weil tuberkulose dort nicht wie bei uns ein einzelfall ist sondern recht oft vorkommt. kann mir vorstellen, dass dadurch viele leute resistent gegen die medikamente werden zb kinder wenns die eltern öfter hatten. oder wenns jemand mehrmals bekommt....ist ja bei grippeantibiotika auch so, schlagen oft nicht mehr an wenn man sie schon des öfteren hatte...

Mich würde interessieren warum russische und südafrikanische

Patienten ein Problem darstellen und nicht die resistenten Erreger.

kenn mich jetzt nicht so gut mit dem gesundheitssystem in den ländern aus (soferns überhaupt eins gibt) aber was ich weiß ist bei uns tuberkulose meldepflichtig. kann sein dass es in diesen ländern nicht so ist. aufgrund der globalisierung und des erhöhten reiseaufkommens auch aus diesen ländern könnt ich mir vorstellen dass die leute, die den erreger haben und aus diesen ländern kommen ein risiko sind, weil nirgends aufscheint dass sie diese krankheit haben. vielleicht wars aber auch blöd formuliert und mit "problem" war "herausforderung für die pharmaindustrie" gemeint.

Ja es ist schlecht formuliert, aber man muss nicht hinter jeder

ungeschickten Formulierung Rassismus vermuten. Irgendwann hört einem dann keiner mehr zu, wenn man gerechtfertigter Weise Rassismus anprangert. In diesem Artikel ist wohl jedem klar, was gemeint ist....

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