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Die österreichischen Fußballer Christian Fuchs (re) und Robert Almer mit den beiden Behindertensportlern Andi Onea (li) und Andi Kraft.
Einschwimmen war angesagt am Donnerstag, dem ersten Wettkampftag der XIV. Paralympics in London, für Andreas Onea. Das gelang dem 20-jährigen in Wien lebenden Niederösterreicher, der als Kleinkind bei einem Verkehrsunfall den linken Arm verloren hatte, über 100 m Delfin tadellos. Onea verpasste in 1:09,43 Minuten zwar deutlich das Finale, erzielte aber persönliche Bestzeit und österreichischen Rekord.
Mehr noch zählte für den Wirtschaftsstudenten die Bekanntschaft mit dem gut gefüllten Aquatics Centre, in dem die Briten ihren größten paralympischen Star feiern werden. Eleanor Simmonds ist das Gesicht der Spiele. Die 17-Jährige, die an Achondroplasie leidet, einer Mutation, die eines von 40.000 Neugeborenen trifft und vermindertes Skelettwachstum verursacht, hatte 2008 in Peking Goldmedaillen über 100 und 400 Meter Kraul gewonnen.
Die Queen zeichnete den Teenager aus Walsall, West Midlands, daraufhin zu Neujahr 2009 als bisher jüngste Untertanin mit dem Order of the British Empire aus. Im März dieses Jahres markierte Simmonds über 200 m Lagen den allerersten Weltrekord im neuen, von Zaha Hadid entworfenen Schwimmzentrum im Olympic Park zu Stratford.
Am Samstag kehrt Simmonds wettkampfmäßig ins Aquatics Centre zurück und versucht ihren Titel über 400 m Kraul zu verteidigen. Erst dann wird Onea die volle paralympische Stimmung erleben. Ob er sie genießen kann, ist allerdings eine andere Frage, schwimmt er doch seinen Hoffnungsbewerb, die 100 m Brust, "meinen bisherigen Karrierehöhepunkt". Über diese Strecke belegte er bei seinem einzigen Start in Peking den sechsten Platz, diesmal scheint ihm eine Medaille möglich, "auch, weil ich jetzt vertrauter mit der großen Kulisse und einfach reifer bin".
Reif für Gold wäre Onea über die doppelte Bruststrecke, über die er die Nummer zwei der Welt ist, die allerdings nicht das paralympische Programm bereichert. Über 200 m Brust feierte er erst jüngst bei den Staatsmeisterschaften mit dem Gewinn des B-Finales seinen größten, verblüffendsten Erfolg: "Da habe ich meine Bestzeit um mehr als 15 Sekunden verbessert." 2:34,72 Minuten lautet Oneas Marke nun. Der österreichische Rekord für Herren ohne Behinderung steht seit mehr als elf Jahren bei 2:11,09 und wird von Maxim Podoprigora gehalten.
Richtiges Maß
Der Vergleich ist insofern gestattet, als Onea selbst vergleicht, etwa den überragenden Paralympics-Schwimmer über 100 m Brust, den Ukrainer Andriy Kalyna, mit den Teilnehmern an den Meisterschaften in Innsbruck: "Für den Titel ginge es sich nicht aus, aber mit der Spitze könnte er schon mithalten."
Der 25-jährige Kalyna, der in Athen und Peking die Goldmedaille über 100 m Brust holte, ist Vollprofi. Onea wird vor allem von seiner Familie und auch der Sporthilfe unterstützt. Den restlichen, nicht so leicht zu deckenden Aufwand übernimmt die Initiative Stars4Stars der beiden in der deutschen Bundesliga engagierten Fußballprofis Christian Fuchs (Schalke) und Robert Almer (Fortuna Düsseldorf). Bei den Paralympics können sie Onea nur telefonisch unterstützen. (Sigi Lützow aus London, DER STANDARD, 31.8.2012)
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Damit man auch weiß, von wem die Rede ist: http://www.paralympics.org.uk/gb/athlet... r-simmonds
und: http://www.dsauk.org/
Achondroplasie ist eine Kleinwuchsform: damit sich schneller wer was vorstellen kann.
By the way- und ich glaub nicht, dass Simmonds "leidet"- Herrschaftszeitenamal!!!!!
Dementsprechend auch den Standard Journalisten empfohlen: www.leidmedien.de
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