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Madrid - Zwei Tage nach der hoch verschuldeten Region Katalonien will auch die ostspanische Region Valencia bei der Zentralregierung in Madrid Finanzhilfen in Milliardenhöhe beantragen. Es gehe um mehr als 4,5 Milliarden Euro, sagte ein Sprecher der Regionalregierung am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit entsprechende Angaben des Präsidenten der Region Valencia, Alberto Fabra, der von spanischen Medien zitiert wurde.
Die spanische Regierung unterhält zur Unterstützung der Regionen des Landes einen Fonds im Umfang von 18 Milliarden Euro. Am Dienstag hatte die katalanische Regionalregierung erklärt, sie wolle von Madrid Finanzhilfen in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro bekommen. Valencia hatte im Juli als erste spanische Region erklärt, Finanzhilfen aus Madrid zu benötigen.
Spanien befindet sich seit dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 2008 in einer Abwärtsspirale. Madrid hat beim Euro-Rettungsfonds Milliarden-Hilfen zur Sanierung seiner Banken beantragt. Einen Hilfsantrag für das Land an sich will die spanische Regierung vermeiden. (APA, 30.8.2012)
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Katalonien hat heuer bereits 10 Mrd. an Steuern an Spanien abgegeben, jetzt "betteln" sie die Staatsregierung um 5 Mrd. an. Wer ist hier der Zocker und wer kann nicht wirtschaften?
Langsam wird es Zeit, die selbstherrlichen spanischen Zentralisten vom hohen Ross zu holen. Und den Medien würde ein bisschen mehr fundierte Hintergrundinformation auch nicht schaden.
es wären wohl eine Million mehr Arbeitslose, wenn nicht in Versorgungsposten und -pöstchen in den 17 Regionen und den 2 Autonomien Arbeitsplätze bestünden. Oder, Unternehmer warten in Spanien durchschnittlich 160 Tage auf die Zahlung Ihrer Außenstände bei der öffentlichen Hand (EU rund 30 Tage). Und, wenn direkte (zB Einkommsteuer) oder indirekte Steuern (zB Umsatzsteuer) an den Zentralstaat überwiesen werden, dann aufgrund bestehender Gesetze und Rückflüßen in Leistungen; wie es auch im Vergleich mit anderen bundesstaatlichen Strukturen üblich ist. Btw, 2003 gab es eine Steurstrukturreform, die den Gemeinden und den Provinzen mehr finanzielle Disposition gibt. Also vorher überlegen bevor mit nationalistischem Gequatsch getönt wird.
Laut gültiger Gesetzgebung hält die Zentralregierung an die 900 Mio. Steuergeldern für Katalonien zurück. Und die Steuerreform von 2003 hat den Gemeinden die eigenen Einkommensgrundlage (z.B. Gewerbesteuer) entzogen, die nun auf Direktüberweisungen von der Zentralregierung angewiesen sind. Mal raten, was Madrid nun vorhat.
Das ist das spanische Nationalschlaraffenland.
sondern zu erkennen, dass der Finanzausgleich mit den ärmeren Regionen funktionieren muss. Eine Diskussion wieviel eine Region bezahlt und wieviel sie bekommt ist angesichts der aktuellen gesamtspanischen Wirtschaftsdaten müßig. Eine Verteilung der Steuereinnahmen mache ich kugerweise in guten Zeiten aber nicht wenn Begehr vor Vernunft geht. Spanien und die Regionen sollen sich über den assymetrischen Föderalismus klar werden - die betreiben den föderalen Gedanken bis zur nationalstaatlichkeit, die anderen mit einer moderaten Eigenständigkeit. Fordert in ihrem Beispiel Katalonien mehr, weil es seine Finanzierung verbessern will, werden andere Regionen zu kurz kommen. Gibt es keine Solidarität unter den Regionen, kommen mehr Steuern.
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