Prototyp eines bionischen Auges eingesetzt

30. August 2012, 14:43

Elektroden wurden auf Netzhaut einer Patientin implantiert - Ab 1.024 Elektroden soll "brauchbares" Sehen möglich sein

Sydney - Australischen Wissenschaftern ist nach eigenen Angaben ein Durchbruch bei der Entwicklung künstlicher Augen gelungen. Einer Frau mit angeborener Netzhautdegeneration sei erfolgreich ein "früher Prototyp" eines bionischen Auges eingesetzt worden, teilte das australische Wissenschaftskonsortium Bionic Vision Australia (BVA) am Donnerstag mit. Der Prototyp soll die Grundlage für das erste bionische Auge bilden, bei dem eine organische Fehlfunktion mittels technischer Sensorik überbrückt wird.

Das kleine Gerät wurde nach Angaben von BVA auf die kaputte Netzhaut der sehbehinderten Dianne Ashworth implantiert. Die Netzhaut ist der Teil des Auges, wo das von der Linse und anderen vorgelagerten Schichten gefilterte Bild zu Nervenimpulsen gewandelt und an das Gehirn übermittelt wird. Das implantierte Gerät enthält 24 Elektroden, die diese Funktion übernehmen sollen. Die Chirurgin Penny Allen bezeichnete das Gerät als "weltweit erstes" seiner Art.

Noch kein Sehen möglich

Die Technik könnte sowohl bei angeborenen Erblindungen angewandt werden, als auch bei späteren Erkrankungen, etwa bei altersbedingten Rückbildungen der Netzhaut. Der implantierte Prototyp funktioniert nur, wenn die Wissenschafter ihn im Labor anschließen. Die ersten Tests seien sehr zufriedenstellend gewesen, teilten die Forscher mit. Sie habe nicht gewusst, was sie erwarten solle, erklärte Ashworth selbst. "Plötzlich sah ich einen kleinen Blitz, es war erstaunlich." Richtig sehen kann die Patientin mit dem Gerät nicht.

Simulation von Interpretationen

Die Forscher stimulieren im Labor die Elektroden, um herauszufinden, was diese für Bilder in Ashworths Kopf entstehen lassen. Eine Art "Sicht-Prozessor" zeigt den Forschern, was Ashworth sieht. So könne ermittelt werden, wie das Gehirn die von den Elektroden weitergeleiteten Informationen "interpretiert", sagte einer der leitenden Wissenschafter, Rob Shepherd.

Das Konsortium arbeitet derzeit an künstlichen Augen mit 98 Elektroden, wodurch große Objekte sichtbar werden sollen. Geräte mit 1.024 Elektroden sollen sogar scharfes Sehen ermöglichen. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Geräte ihren Nutzern das Lesen und das Erkennen von Gesichtern ermöglichen.

Die bisherigen Ergebnisse machten die Forscher zuversichtlich, mit der Weiterentwicklung eine "brauchbare Sicht" zu erreichen, erklärte der BVA-Vorsitzende David Pennington. (APA, 30.8.2012)

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An sich eine tolle Sache.

Ich hoffe nur, dass man das Teil nicht wie bei Windows höher lizensieren muss, will man schärfer sehen.

In der heutigen Welt wäre das dem Hersteller durchaus zuzutrauen. :-(

we are borg. resistance is futile.

danke an die redaktion: ich weiss welche dvd ich mir heute abend gönne ;-)

OT: es beginnt...

Cyberaugen von Zeiss-Audiotek Cybersystem oder Swarowski Optics. Kosten zwar massig credits und Essenz aber trotzdem... *träum*

ab in die Schatten! :D

Auch Shadowrun Online gebackt?

Nein, ganz old skool mit Bleistift, Papier und 3kg W6 Würfeln. ;)

Cool, und einen grauen Star kann man dann gleich selbst heilen ;)

http://www.youtube.com/watch?v=odqKT078bv8

Und das Ganze bitte

auch noch mit optischem Zoom für Spanner.

Das hebt den Ausdruck Stielauge gleich in eine völlig neue Dimension ...

Wer gibt ihnen denn Rot? :D

Interessant

...das sich ein Mensch als TEstobjekt hergibt ist gut, das spart Tierleid. Danke

750 zeichen reichen nicht aus, den holler zu erklären, den sie da in einen saloppen zweizeiler verpackt haben.

Es ist nicht leicht, Tiere dazu zu bringen, zu beschreiben, was sie sehen...

nur warten muss man können, bald gibt's auch die 2Gig Elektroden, dann siehst Du wie ein Adlerauge :-)

spannende frage

wieviel auflösung/information das gehirn verarbeiten kann.

Man sieht dann zwar perfekt, aber hören und riechen fällt einen dann schwerer oder man sieht zwar die Fußabdrücke von Armstrong auf dem Mond, der Körper verfällt aber in eine Starre.

...ich würds ausprobieren! ;-)

Um Fußabdrücke am Mond sehen zu können

Bräuchten Sie eine Linse mit ein paar Metern Durchmesser.
:)

Wissenschaft ist einfach soooo geil! Ich wollt, ich könnt die nächsten paar hundert Jahre technische Entwicklung noch miterleben. *sigh*

wirst du eh. denn auf atomlevel wirst du ständig und immer wieder in einem anderen körper weiterleben. :-)

hm

aber davon hat er nichts... bitte net hier auch noch religiös werden

blöd is aber dann das keiner mir stirbt...in 200 jahren lebens dann ewig auf 2m²..weil mehr platz ist nicht mehr auf der erde ;)

Das beruhigt mich jetzt ungemein! ;-D

Wie wurde es bei Futurama so schön gesagt?

"Remember when those cyborgs enslaved humanity?" ;)

Vorschlag: werden'S katholisch und sein'S schön brav, dann derfen'S nachher von oben zuschauen.

Bis 2070 + "By this much" haben sie Zeit, dann können sie ihre Bewusstsein auf Computer überspielen ... http://www.youtube.com/watch?v=jFB2QDNswmE

Also gsund leben und keien Dachse ärgern. ;-)

Einfach den Ereignishorizon von einem der 2,5 Mio. schwarzen Löcher (http://derstandard.at/134516565... -entdeckt) überqueren und schon vergeht für Sie die Zeit außerhalb schneller und schpn haben sie ein paar Hundert Jahre überbrückt ohne es zu merken.

Nur wieder raus kommen ist das Problem!

Man muss ja nicht durch den Ereignishorizont. Je näher man ihm kommt, desto schneller vergeht die Zeit im Rest des Universums. Ich bin mir nicht sicher, aber ich bilde mir ein schon mal gehört zu haben, man könnte unendlich viel Zeit überspringen wenn es möglich wäre, den Ereignishorizont zu tangieren...

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