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Niek Jan van Damme (rechts im Bild) bei der Vorstellung der Kooperation mit Spotify.
Im Mai dieses Jahres startete T-Mobile Austria eine Kooperation mit dem Streamingdienst Deezer. Seither nutzen mehr als 15.000 Kunden das Angebot.
Der Mutterkonzern des Mobilfunkers geht allerdings andere Wege. Auf der IFA in Berlin kündigte der Deutschland-Chef der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme, eine "exklusive Partnerschaft" mit Spotify an. Der Deezer-Konkurrent bietet einen Musikkatalog von rund 18 Millionen Titeln an und soll dem Netzbetreiber neue Kunden bringen.
Für die Nutzung des Musik-Streamingdienstes bietet die Telekom einen neuen Kompletttarif für rund 30 Euro im Monat an, in dem die Nutzung des Premiumdienstes von Spotify nicht mit dem in den Mobilfunktarifen integrierten Datenvolumen verrechnet wird. Die Musik-Option, in der auch das Abo für Spotify selbst enthalten ist, kann auch für andere Tarife für rund 10 Euro im Monat dazugebucht werden. "Wir geben mit Spotify Musikstreaming in Deutschland ein Gesicht", sagte van Damme.
Ergänzend teilte er mit, dass die Deutsche Telekom den SMS-Nachfolgedienst "Joyn" im Dezember starten werde. Neben Textnachrichten können darüber auch Fotos, Videos und Dateien übertragen werden. Joyn funktioniert geräteunabhängig sowie in verschiedenen Mobilfunknetzen und soll ein neuer Industriestandard werden. Der Service konkurriert mit Diensten wie WhatsApp, Skype und Apples FaceTime, die zum Teil kostenlos angeboten werden.
Spotify gilt wenige Jahre nach seinem Start im Jahr 2006 als einer der digitalen Hoffnungsträger der Musikbranche. Die schwedische Initiative machte es möglich, mit lizenzierter Musik im Netz Geld zu verdienen und schaffte es mit ihrem Angebot, sogar jene Kunden an Bord zu holen, die üblicherweise kopierte MP3-Dateien aus dem Internet laden. Seit November 2011 ist Spotify auch in Österreich verfügbar und sucht nach Kooperationspartnern - auch unter den Mobilfunkern. T-Mobile Austria bleibt allerdings Deezer treu, so Pressesprecher Klaus Lackner zum WebStandard. (sum aus Berlin, 30.08. 2012)
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