Darabos: Weniger Berufssoldaten, mehr Zeitsoldaten

30. August 2012, 11:22

Das Bundesheer-Modell des Verteidigungsministers hat sich nicht unerheblich geändert

Wien - Das von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) favorisierte Berufsheer-Modell 3 hat sich seit der offiziellen Präsentation im Jänner 2011 nicht unerheblich geändert. War damals noch von 9.500 Berufssoldaten, 5.500 Zeitsoldaten, 7.000 Zivilbediensteten und 10.000 Milizsoldaten die Rede, sind es jetzt 8.500 Berufssoldaten, 7.000 Zeitsoldaten, 6.500 Zivilbedienstete und 9.300 Milizsoldaten.

Die neuen Berechnungen sind nach Angaben eines Ministersprechers die Folge einer "vertiefenden Ausarbeitung" des Modells unter dem interimistischen Generalstabschef Othmar Commenda im Frühjahr 2011. Begründet wird die wichtigste Änderung, wonach es weniger fixe Berufssoldaten und dafür mehr Zeitsoldaten geben soll, damit, dass dadurch der Altersschnitt gesenkt werden würde. Gesenkt werden dadurch freilich auch die Kosten. Zeitsoldaten sollen ja nur drei bis sechs Jahre bleiben. (APA, 30.8.2012)

Und lassen sie mich raten: Es kostet nur mehr die Hälfte.

Gesenkt werden dadurch freilich auch die Kosten

Kann da jemand auch mal Wehrpflicht/Berufsheer kostenmäßig gegenüberstellen?

Nicht zu vergessen bitte, die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen. (Standortauflassungen, Sozialbereich/Zivildienst, ...)

Davor wird sich jeder drücken.
Und wenn dann wird es auf das hinauslaufen dass das Berufsheer ansich "gleich" teuer sein wird, wie die Wehrpflicht. Nur das man die neuen Kosten die durch das Wegfallen der Katastrophenschutz und des Zivildienstes nicht angibt. Ist ja nicht mehr Sache des Verteidigungsministeriums.

Ein ehrliche Rechnung wird es von keiner Seite geben. Die ÖVP wird ihrerseits irgendwelche horor Zahlen nennen

Und das ist das schlimme

das Totalversagen der Politiker die hier auf Wählerfang gehen und keine Ahnung haben was "danach" passieren soll.

Darabos übt sich im "Schönrechnen" eines Berufsheers. Lässt aber alle Konseqenzen ausser Acht.

Peter Pilz will gleich nur noch 5000 Soldaten - davon 1500 im Ausland und am besten einen NATO Betritt und Verzicht auf die Neutralität.

Die ÖVP hat ausser keinem konkreten Plan auch nur "das Gefühl" dass die Wehrpflicht bleiben soll.

Und Herr und Frau Österreicher sollen ohne weitere Information "aus dem Bauch heraus" darüber abstimmen.

Na, feine Volksvertreter haben wir da!

Ich hab einen ähnlichen Eindruck.

Nur den Grünen vorzuwerfen das sie für einen NATO beitritt sind ist doch sehr gewagt.

@Schorsch

So wie mir scheint will der Sicherheitssprecher der Grünen "ein bisschen schwanger" sein. Deswegen die "Übertreibung" mit der NATO.

Er möchte sich aktiv im Ausland engagieren.
Er möchte im Rahmen des Petersberg-Spektrums engagieren.

Er will aber nicht (was wir defacto schon sind) Teil einer EU BattleGroup werden.
Die EU BattleGroup ist in Wahrheit nichts anderes als ein Mittel die NATO zu unterstützen.

http://www.peterpilz.at/2011-01/p... h.htm#t_17
http://www.bmeia.gv.at/aussenmin... /esvp.html
http://de.wikipedia.org/wiki/EU_Battlegroup

ich bin für zinnsoldaten - wenn man die böse anfärbelt wirken die ähnlich abschreckend wie unsere österreichischen kämpfer, männer des krieges, soldaten...

schreiber

...nicht unerheblich geändert...
Warum immer diese doppelten Verneinungen. Kann man nicht gleich ...erheblich geändert... schreiben? Glaubt da jemand daran, dass das kreatives texten ist?

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