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New York - Ein bisschen länger hätte man Kim Clijsters schon gerne noch im Einzelbewerb der US Open gesehen. Doch für die 29-jährige Belgierin kam am Mittwoch (Ortszeit) bereits in der zweiten Runde das Aus. Die britische Teenagerin Laura Robson beendete mit einem 7:6,7:6-Erfolg über die vierfache Grand-Slam-Siegerin die Karriere der beliebten Clijsters. Für die aktuell besten Spieler brachte der Tag hingegen keine bösen Überraschungen.
Die topgesetzte Wiktoria Asarenka schoss Clijsters Landsfrau Kirsten Flipkens 6:2,6:2 vom Platz, Maria Scharapowa (RUS-3) gab gegen die Spanierin Lourdes Dominguez Lino nur ein Game ab und auch die Nummern fünf, sieben und neun mit Petra Kvitova, Titelverteidigerin Samantha Stosur und Li Na meisterten allesamt ihre zweiten Hürden ohne Probleme.
Bei den Herren wurde die erste Runde komplettiert, wobei David Ferrer (ESP-4) und Juan Martin Del Potro (ARG-7) mit Dreisatz-Siegen überzeugten. Janko Tipsarevic, der als Nummer 8 gesetzte Serbe, lag gegen Guillaume Rufin allerdings schon 0:2-Sätze zurück, ehe er sich in fünf durchsetzen konnte. Geheimfavorit John Isner (USA) hatte mit Xavier Malisse in vier Sätzen einige Mühe. In der Night Session zog danach mit Olympiasieger Andy Murray auch der erste Herr in die dritte Runde ein. Ivan Dodig (CRO) ließ er gerade einmal sechs Games.
Das emotionale Highlight des Tages war aber das Aus von Clijsters, die nach ihrem letzten Single Tränen in den Augen hatte. Gerade bei den US Open hat sie mit drei Triumphen ihre größten Erfolge gefeiert. "Dieser Ort hat mich inspiriert und es ist der perfekte Platz aufzuhören, aber ich wünschte, es wäre noch nicht heute", sagte Clijsters. "Es war ein großes Abenteuer und es war es alles wert, aber jetzt freue ich mich auf den nächsten Teil meines Lebens."
In ihrer Karriere gewann die Flämin insgesamt vier Grand-Slam-Turniere, darunter dreimal die US Open (2005, 2009, 2010) und 2011 die Australian Open. 2007 war Clijsters schon einmal zurückgetreten, feierte zwei Jahre später aber ihr Comeback. Einen abermaligen Rücktritt vom Rücktritt hat sie diesmal ausgeschlossen.
Während sonst die großen Überraschungen auch am dritten Turniertag ausgeblieben sind, so hat sich doch ein bemerkenswerter Trend in der nun vollendeten ersten Herren-Runde fortgesetzt: Insgesamt neun Herren haben einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg verwandelt. Nur bei den Australian Open 2002 hat es - allerdings während des gesamten Turniers - mit 14 solcher Aufholjagden mehr gegeben.
Neben Tipsarevic schafften dies Marin Cilic, Alexander Dolgopolow, Guillermo Garcia-Lopez, Philipp Petzschner, Gilles Muller, Paul-Henri Mathieu, Ernests Gulbis und Fabio Fognini. Diese Herrschaften haben sich ihren zweiten Auftritt ebenso wie die 37.000 US-Dollar Preisgeld für die zweite Runde besonders redlich verdient. (APA; 30.8.2012)
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