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Lokale chronische Entrzündungsprozesse spielen bei jeder Schuppenflechte eine Rolle.
Menschen, die an Psoriasis (Schuppenflechte) leiden, haben ein deutlich höheres Risiko, Diabetes zu entwickeln. Das ist das Ergebnis einer dänischen Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt wurde. Vom 25. bis 29. August treffen Teilnehmer aus aller Welt zu diesem weltweit führenden Kongress in der Herzmedizin zusammen.
Insgesamt wurden die Daten von vier Millionen Menschen analysiert, von denen 50.000 Menschen eine Psoriasis entwickelten und ab diesem Zeitpunkt 13 Jahre lang beobachtet wurden. Das Diabetes-Risiko steigt bei Psoriasis-Betroffenen mit dem Schweregrad der Erkrankung, zeigte die aktuelle Studie: Wer eine milde Form der Psoriasis hat, hat ein um 50 Prozent höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken als Menschen ohne diese Hautkrankheit (6,93 vs. 3,67 neue Diabetes-Fälle pro 1000 beobachtete Patientenjahre), bei schweren Psoriasis-Formen steigt das Risiko sogar auf das Doppelte an (9,65 vs. 3,67). Für dieses weitgehend unterschätzte Risiko müsse Bewusstsein geschaffen werden, so Studien-Co-Autor Ole Ahlehoff: „Diese Patientengruppe muss dafür sensibilisiert werden, wie sie ihr Herz-Kreislaufrisiko senken kann."
Ein möglicher Hintergrund für die Zusammenhänge, so Eckart Fleck (Deutsches Herzzentrum Berlin): „Bei Psoriasis, bei Ablagerungen in den Arterien und bei frühen Stufen von Diabetes spielen immer lokale chronische Entzündungsprozesse eine Rolle. Dies ist ein zentraler Mechanismus, der bei den Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ursächlich ist." (red, 30.8.2012)
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