Kartellgericht beendet Wiener Taxi-Streit

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    foto: apa/georg hochmuth

Im Zwist zwischen den Wiener Taxifunkzentralen und der digitalen Konkurrenz in Form von Apps hat das Kartellgericht eine Entscheidung gefällt

Wien - Im Zwist zwischen den Wiener Taxifunkzentralen und der digitalen Konkurrenz in Form von Apps - konkret geht es um Taxler, die zeitgleich beide Dienste in Anspruch nehmen wollen - hat das Kartellgericht eine Entscheidung gefällt. Die Konkurrenzklausel in den Verträgen der Funkzentralen sei kein Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung, bestätigte ein Sprecher der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) am Mittwochabend eine entsprechende Aussendung der Funkzentrale 40100. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Wettbewerbshüter hatten den beiden großen Taxizentralen 31300 und 40100 vorgeworfen, dass sie ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen. Anfang des Jahres wurde ein Antrag beim Kartellgericht eingebracht. Durch Exklusivitätsbestimmungen in den Funkverträgen der Zentralen ist es Taxiunternehmern nicht erlaubt, Aufträge auch von anderen Anbietern anzunehmen. Auf diese Weise wird anderen Mitbewerbern der Markteintritt verwehrt, lautete damals der BWB-Vorwurf.

Nun hat es eine Entscheidung gegeben: Das Kartellgericht habe erkannt, dass diese Ausschlussklausel den "bekannt harten Wettbewerb" im Wiener Taxigewerbe nicht behindere und daher zu Recht bestehenbleiben könne, hieß es dazu heute in der 40100-Aussendung. Der BWB-Sprecher bestätigte den Gerichtsentscheid. Nun werde geprüft und überlegt, "ob allenfalls ein Rechtsmittel gegen die Entscheidung erhoben wird". Freude hingegen bei 40100-Geschäftsführer Martin Hartmann: "Mit diesem Urteil des Kartellgerichts hat der Fahrgast, der bei uns bestellt, weiterhin die Sicherheit ein Taxi mit der Qualität zu bekommen, die er zu Recht erwartet." (APA, 29.8.2012)

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11 Postings
*LOL*

"hat der Fahrgast, der bei uns bestellt, weiterhin die Sicherheit ein Taxi mit der Qualität zu bekommen, die er zu Recht erwartet"

Unlängst im 20. bei 40100 bestellt - gekommen ist ein verrauchter, versiffter Mercedes aus den frühen 1990ern mit einem pofelnden und grantigen alten Polen als Fahrer - und einer polternden Hinterachse.

Der noch dazu vom 20. in den 9. über Praterstern und Schwarzenbergplatz fahren wollte - und mit blöd angemotzt hat, als ich ihn gebeten hab doch den direkten Weg zu fahren.

Bin dann bei der Urania ausgestiegen ...

Danke 40100!

von 20 in den 9. übers Sterndal ist grenzwertig. Friedensbrücke oder Rembrandtstraße/Hörlgasse hätts auch getan..

neid

die sind ja nur neidig, weils selber nicht drauf gekommen sind, eine gscheite app programmieren zu lassen

Du des moch ma scho i

Kenn do wen der geht mit dem dingsdo immer na wast eh, und der kennt den dingsbums und dann na und geht scho...

meinen sie, es könnte dabei korruption und vetternwirtschaft im spiel sein? tztztz

Also der letzte Satz

treibt mir glatt Tränen (der Freude?) in die Augen...

Übelster Lobbyismus!

Flughafebmonopol beenden!

Bitte stoppt das Verbot für Wiener Taxis vom Flughafen in die Stadt. Unglaublich was hier an leeren Fahrten produziert wird!

Wir sind noch weit weg von Marktwirtschaft

Mehr Wettbewerb schadet also der Qualität. Oder anders gesagt - Monopolisten sind die Garanten für die hervorragende Qualität der Wiener Taxis.
Also dümmer gehts nicht.

unerfreulich - mxtaxi ist eine tolle App!

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