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In Hait arbeitet eines von zehn Kindern als Haushaltshilfe oder als "Restavek.
Genf - Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat eine Kampagne gegen Kinderarbeit in Haiti gestartet, wie sie am Mittwoch mitteilte. Eines von zehn Kindern arbeitet als Haushaltshilfe oder als "Restavek". Dabei handle es sich um moderne Sklaverei. "Das System der "Restavek" ist zweifellos die schlimmste Form von Kinderarbeit in Haiti. Sie hat sich in den vergangenen Jahren noch verschlechtert", erklärte in Genf Nancy Robinson, Beraterin des internationalen Programms für die Abschaffung der Kinderarbeit in Haiti (IPEC). Das kreolische Wort "Restavek" bedeutet "Rester avec" - bei jemandem bleiben.
Ursprünglich erlaubte dieses System, Kinder in die Stadt zu einem wohlhabenderen Verwandten zu schicken, wo sie eine Ausbildung erhielten. Heute hat es sich zu einer Form von Menschenhandel und moderner Sklaverei entwickelt.
Vermittler werden bezahlt, um Haushaltshilfen für Empfangsfamilien zu finden. Neben langen Arbeitszeiten sind diese Kinder oft physischem, sexuellem und verbalem Missbrauch ausgesetzt.
Nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF leben in Haiti 225.000 Kinder, vor allem Mädchen, im Alter zwischen fünf und 17 Jahren als "Restavek". Sie arbeiten durchschnittlich zehn bis 14 Stunden am Tag.
Obwohl sie das Essen zubereiten, sind sie unterernährt, denn sie erhalten nur die Reste. Ein "Restavek" ist daher im Alter von 15 Jahren durchschnittlich vier Zentimeter kleiner und wiegt zwanzig Kilo weniger als andere Kinder in Haiti.
Haiti hat die ILO-Konvention 182 zur Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit 2007 und die Konvention 138 über das Mindestarbeitsalter 2009 ratifiziert. (APA, 29.8.2012)
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