"Wir diskutieren nicht auf Ibiza, wir sind lieber konkret"

30. August 2012, 07:48
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CCA-Präsidentin Gerda Reichl-Schebesta gibt Kassaei und de Felice recht: "Es gibt einiges, was im Argen liegt und verbessert gehört" - Das Werber-Sommergespräch sieht sie dennoch kritisch

"Es gibt einiges, was im Argen liegt und verbessert gehört: mangelndes Qualitätsbewusstsein auf Agentur- wie Auftraggeberseite, fehlender Mut, fehlende Ausbildung", sagt Gerda Reichl-Schebesta, Präsidentin des Creativ Club Austria, und gibt in dieser Hinsicht Amir Kassaei und Marco de Felice recht.

Kritik am Werber-Sommergespräch übt sie dennoch: "Ich halte es leider für möglich, dass ein Foto von zwei coolen Werbern in Badehose auf der eigenen Finca auf Ibiza nichts zu den Bemühungen, unseren Job seriös zu betreiben, beiträgt."

Ausbildung, verbesserter Jury-Prozess

"Wir diskutieren nicht auf Ibiza, wir sind lieber konkret", sagt sie. Reichl-Schebesta: "Wir haben eine eigene Ausbildung für Texter & Denker geschaffen, die Texterklasse an der WAK, an der sich viele Vortragende, ausgezeichnete Kreative aus den Agenturen, nebenbei engagieren."

Außerdem werde derzeit versucht, den Jury-Prozess beim CCA-Wettbewerb zu verbessern, "um das Ergebnis zu schärfen und nächstes Jahr ein Jahrbuch voller Arbeiten mit Vorbildcharakter herauszubringen". Für Anfang Oktober sei dazu ein runder Tisch geplant.

"Durchschnitt reicht nicht"

Um das Thema Anspruch in der Werbung wird es auch am 17. September im Kasino am Schwarzenbergplatz gehen. Der Creativ Club Austria lädt gemeinsam mit Strategie Austria zur Diskussion mit John Hunt und Gideon Amichay. Titel der Veranstaltung: "Durchschnitt reicht nicht." (red, derStandard.at, 30.8.2012)

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  • "Wir diskutieren nicht auf Ibiza, wir sind lieber konkret": CCA-Präsidentin Gerda Reichl-Schebesta.
    foto: tbwa

    "Wir diskutieren nicht auf Ibiza, wir sind lieber konkret": CCA-Präsidentin Gerda Reichl-Schebesta.

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